Wieder mal eine sehr gelungene Idee von Simon Steen-Andersen: Er projiziert Archiv-Material des Instruments auf das Live-Instrument.
Harpist Sunniva Roedland Wettre (NO) performs Simon Steen-Andersen’s History of My instrument (2011) for harp, video and pick-up.
Researchers Night, Oslo, 21rst of September 2011.
Oder hier die Study #3 for Cello and Video in der Gitarrenversion.
Jetzt erst ist mir eingefallen, dass auch die Minimal Music hier erwähnt werden muss, baut sie doch auf einen Fehler auf: der nicht möglichen Synchronisation zweier Tonbandgeräte.
For the recording, Reich used two normal Wollensak tape recorders with the same recording, originally attempting to align the phrase with itself at the halfway point (180 degrees). However, due to the imprecise technology in 1965, the two recordings fell out of synch, with one tape gradually falling ahead or behind the other due to minute differences in the machines and playback speed. Reich decided to exploit what is known as phase shifting, where all possible recursive harmonies are explored before the two loops eventually get back in sync before the end of the piece. The following year, Reich created another composition, Come Out, in which the phrase „come out to show them“ is looped to create the same effect.
Allerdings steht der „Fehler“ hier bald nicht mehr im Vordergrund, das Prinzip entfaltet so viel eigene musikalische Kraft (und Reich hat es dann ja im Folgenden konsequent auf Instrumentalmusik angewandt, wo der Fehler nur noch simuliert wird), dass das Stück nur teilweise in diese Reihe passt. Ähnlich verhält es sich mit den Doppelbelichtungen in den Filmen Werner Nekes‘, die schnell eine eigene Poetik haben.
Kommentare deaktiviert für Fehlerästhetik #Einschub: Phasenverschiebung| Kategorie: Museum für moderne Kunst
“Die Neue Lektüre/ The New Readings”, 2008-2010: “Neue Lektüre” ist eine Reihe von bildhauerischen Eingriffen, welche ich 2008 angefangen habe. Nach dem Auswahl von Bibliothek und Regal, fange ich an, die Bücher nach meine eigene ästhetischen Kriterien zu arrangieren. Da die Arbeiten von den Mitarbeiter der Bibliotheken abgebaut werden, ist die einzige Möglichkeit die Arbeiten zu dokumentieren, die Fotografie.”
Ab 1904 erschienen Georges Drucke in einer eigenen Drucktype, der so genannten St.-G.-Schrift,[1] die vorgeblich auf Georges eigener „Handschrift“ basierte.
Für die Gedichtbände Stefan Georges wurden ab 1904 eigene Typen verwendet. Die Konstruktionsprinzipien der mit diesen gedruckten Schrift: Sie ist serifenlos mit optisch gleichbleibender Strichstärke. Die Variation in der Strichstärke zum optischen Ausgleich wird mit der – dem strengen Programm einer fortschreitenden Formalisierung unterworfenen – Weiterentwicklung der St.-G.-Schrift, die sich in mehreren Stufen bis 1909 bzw. 1927 vollzog, zurückgenommen, so daß eine Klassifikation zwischen älterer Grotesk und geometrischer/konstruierter Grotesk sinnvoll erscheint. Die gedruckte »George-Schrift« weist gewisse Ähnlichkeiten mit der von George ab 1897 mit der Hand geschriebenen »Stilschrift« auf, was zur Verwechslung und fallweisen Gleichsetzung beider Schriften führte.
Herrlich absurd! Claude Closky hat die Zahlen von „One“ bis „Thousand“ alphabetisch geordnet.
Das Verfahren wird oft verwandt (hier zB eine Rede von George W. Bush alphabetisch geordnet von Lenka Clayton), aber mit Zahlen hat es doch noch einen Clou mehr.