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Kategorie Museum für moderne Kunst

Audiosoftware spielt sich selber ab

Vor einer Weile ging rum, wie Programmiercode klingt, wenn man ihn ungeniert als Wellenform liest (SpOn). Gähn, haben wir schon als Kinder gemacht! Eine ganz nette Steigerung ist dann aber doch, wenn ein Programm sich selber ausliest. Für alle Freunde der Selbstreferenz.

Hier zum Beispiel hat Michael Takezo Chinen den Code der bekannten Audio-Schnittsoftware Audacity in, genau, Audacity geladen:

Oder hier wird der Code der Audioprogrammiersprache puredata mit, na ihr wisst schon – puredata abgespielt:

Von Nicolas Maigret.

(via usernamealreadyexists)

Bettelroboter

Ja, die Maschinen nehmen dem Menschen immer mehr Arbeit ab. Tatsächlich gibt es die Fraktion, die gerade die Erleichterung geißelt – als ob es nicht noch genug Probleme hieniden gäbe, wo wir über jede Entlastung früh sein können.

Das Amsterdamer Kollektiv Electric Circus hat beim Perth Arts Festival 2008 Dirk, den obdachlosen Bettelroboter rausgeschickt.

(via getidan)

Grafische Partitur von György Ligetis „Artikulation“

Von György Ligetis Tonbandstück „Artikulation“ aus den Jahren 1957/58 hat Rainer Wehinger in den 70ern eine grafische Partitur erstellt, die jemand nun gescannt und filmisch synchronisiert hat.

Gewissermaßen die Umkehrung des kürzlich hier gezeigten Films mit „Treatise“ von Cornelius Cardew (von Cardew ist die Partitur, die Musik wurde nachträglich daraus generiert).

Anton Wassiljews Keyboardstück I

Anton Wassiljews Keyboardstück 1, „für Stockhausens Klavierstück IX, Keyboard und Sampler“. Wenn ich es recht verstanden habe spielt der Pianist (bei dieser Aufnahme Philipp Hövelmann) Karlheinz Stockhausens Klavierstück IX (1954/61) auf einem Keyboard, das aber nicht nur Klavierklänge triggert, sondern in der weiten Welt der Samples zappt. Für alle Freunde der experimentellen Musik.

Ertragsgebirge

Michael Najjar photoshoppt Fotos aus den Bergen, so dass die Gebirgszüge den Verlauf von Aktienkursen annehmen. Das da oben ist der Nikkei Index von 1980 bis 2009.
Mehr dieser Arbeiten hier.

(Falls jemand nicht weiß – ich hab mal aus Aktienkursen Melodien gebildet.)

Habe ich aus diesem Vortrag von Kevin Slavin über Algorithmen, die zB das Geschehen an den Börsen bestimmen. Er schließt mit der streitbaren These: „We will have to understand those [algorithms] as nature. And in a way, they are.“

Der Titel dieses Blogeintrags ist übrigens von einem Bild von Martin Kippenberger.

Bilder von John Cage

Drüben bei Aula Contemporana gibt es eine schöne Ausstellung von visuellen Arbeiten von John Cage. Hier eine kleine Auswahl:

(via Lukas Hellermann)

David Helbichs Annessens Walk

David Helbich, deutsch-belgischer Performance-Künstler (man könnte auch sagen: Komponist, Choreograph und Street Artist), hat mal wieder einen schönen Walk veranstaltet, zusammen mit der Tänzerin Shila Anaraki.

This performative walk was created for the symposium ‚Marche / Performance et Design Urbain‘ of the Académie Royale des Beaux-Arts de Bruxelles and the Université Libre de Bruxelles (ABRA + ULB). It took place 6 March 2011.

Concept, composition+guiding: David Helbich
Second guide: Shila Anaraki.
Camera: Jean-François Fontaine
Montage: David Helbich

The walk took 60 minutes, starting and ending at the Academy. The audience was asked to not talk during the walk and when indicated wear ear-plugs.

Hier gibt es noch eine Sammlung seiner Shout Pieces, einerseits Interventionen im öffentlichen Raum, andererseits auch Musikstücke, die sich nur um ein Geringes aus dem Grundrauschen herausheben, was sie um so poetischer macht.

Ein Haufen Rückspiegel

Von Graham Caldwell.

(via Triangulation)

Man sollte die an dieses Auto montieren.

Früher auf Kulturtechno: Ein Haufen Straßenlaternen

Raummusik an der Wall Street

Ein Stück, das ich sehr mag, „Hoketus“ von Louis Andriessen, wurde von jungen Musikern an der Wall Street gegeben. Für mich eines der besten Musikstücke, das mit dem Raum arbeitet, wenn nicht fast das einzige neben Stockhausens Gruppen und den alten Venezianern, trotz niederländisch-poppiger Unbekümmertheit. Um so hübscher, dass es auch noch an einem ungewöhnlichen Ort stattfindet. Ein Zusammenschnitt:

Yarn/Wire led the performers: Ian Antonio, Russell Greenberg (congas); Laura Barger, Ning Yu (pianos); Michael Gallope, Jacob Rhodebeck (keyboards); Erin Lesser, Christa Van Alstine (pan flutes); Tony Gedrich, Joe Higgins (electric bass).

(via starkland)

Link des Tages: The Avant Garde Project

The Avant Garde Project is a series of recordings of 20th-century classical, experimental, and electroacoustic music digitized from LPs whose music has in most cases never been released on CD, and so is effectively inaccessible to the vast majority of music listeners today.

http://avantgardeproject.conus.info/mirror/index.htm

Es lebe die digitale Archivierung. Hoffentlich wird es aber nicht zu fragmentarisch, Archiv hier und Archiv da. Ladet doch alles auf YouTube hoch!