Skip to content
Kategorie Museum für moderne Kunst

Grafischer Synthesizer, 1938

Gemeinhin gilt Iannis Xenakis‘ UPIC-System (Kulturtechno früher) als Pionier der grafischen Computerkomposition, aber viel früher schon wurde die Idee in der Sowjetunion geboren (1938) und umgesetzt (1958). Mit dem ANS-Synthesizer wurde der Soundtrack zu Tarkovskys „Solaris“ komponiert.

You don’t play the ANS synthesizer with a keyboard. Instead you etch images onto glass sheets covered in black putty and feed them into a machine that shines light through the etchings, trigging a wide range of tones. Etchings made low on the sheets make low tones. High etchings make high tones. The sound is generated in real-time and the tempo depends on how fast you insert the sheets.

This isn’t a new Dorkbot or Maker Faire oddity. It’s a nearly forgotten Russian synthesizer designed by Evgeny Murzin in 1938. The synth was named after and dedicated to the Russian experimental composer and occultist Alexander Nikolayevich Scriabin (1872–1915).

(via BoingBoing)

Mozarts „musikalisches Würfelspiel“ online

Der Urahn der musikalischen Aleatorik, Mozarts „musikalisches Würfelspiel“ (übrigens im 18. Jahrhundert ein allseits beliebte Kompositionsweise), ist mittlerweile auf verschiedenen Websites spielbar:

http://www.dein-name-ist-musik.de/
http://sunsite.univie.ac.at/Mozart/dice/

(via Ole Hübners nmz-Links)

Der totale Rahmen

 

Arbeiten von Taylor Holland.

(via minimal exposition)

Die Noten von sämtlichen 32 Beethoven-Klaviersonaten übereinander

Idris Khan beschäftigt sich mit der Stapelung von Zeit.

Ähnlich hat Harald Münz alle Beethoven-Symphonien übereinandergelegt (Ausschnitt):

Peter Ablinger, „Wasserfall„:

Das Rauschen als vertikale Serie
:1000 Varianten des Gleichen
– gleichzeitig
1000 Pianisten spielen gleichzeitig, aber unabhängig (dh. in ihrem jeweiligen „Stil“) die Kreisleriana

(via naver)

Ligetis Grab

Hier kann man sich Ligetis Gesamtwerk (chronologisch) anhören:

(via the rest is noise und Lukas Hellermann)

Lautsprechergemälde

Karl Horst Hödicke: Lautsprecher (Stereo), 1970
Acryl- und Sprayfarbe auf Leinwand, zweiteilig

(Foto aus dem Katalog der Ausstellung „A House full of Music“, die zur Zeit auf der Mathildenhöhe Darmstadt zu sehen ist (Kulturtechno berichtete))

John Cage – Monsterlist

Zu Ehren John Cages, der dieses Jahr 4 Minuten und 33 Sekunden alt geworden wäre, hat jemand sämtliche auf Spotify vorhandenen Aufnahmen seiner Musik zu einer „Monster“-Playlist zusammengestellt. Schönen Sonntag wünsche ich beim Hören der 272 Tracks. Dieser ‚Information Overload‘ hätte dem Komponisten von William’s Mix und Vordenker des Filesharings gefallen.

(via The Rambler)

Und dann gibt’s hier noch 10 Stunden Stille, natürlich GEMA-abgerechnet:

Justin Biebers „Hommage à Oskar Sala“

Wie kaum einem anderen gelingt Justin Bieber perfekt die postmoderne „Doppelcodierung“, also die Verschränkung von Massen- und Hochkultur. Vordergründig weltweit bekannt als Teenie-Schwarm, nutzt er dies als Medium raffiniert, um ganz andere, ungleich komplexere Inhalte zum Ausdruck zu bringen – so unlängst in einer Performance im öffentlichen Raum, in dem Fall Oslo, wo er dem Komponisten des Hitchcock-Klassikers „Die Vögel“, Oskar Sala, seine Reverenz erwies. Hypermoderne Kunst.

(via SpOff)

Früher auf Kulturtechno: Justin Bieber, 800% langsamer abgespielt

Strawinskys „Sacre“-Rhythmen auf der Straße

Heuer Bald jährt sich zum 100. mal die Uraufführung von Igor Strawinskys epochalem „Le Sacre du Printemps“; aus diesem Anlass hat das London Symphony Orchestra eine öffentliche Aufführung auf dem Trafalgar Square mit diesem witzigen Film beworben:

(via npr)

Neue Musik, Pop, Performance: die Without Additives No Stars Big Band

Ein schöner Auftritt der Gruppe WITHOUT ADDITIVES NO STARS BIG BAND. Es besteht kein Zweifel mehr, dass nun Elemente der atonalen Musik und der Popmusik verschmelzen, zumindest bildet Pop einen noch reichlich unerschlossenen Fundus für die Neue Musik – merkwürdig genug, dass erst Jahrzehnte nach ihrer Erfindung ein atonales Stück für Hammondorgel (bzw. dann schon virtuelle Hammondorgel, von Enno Poppe) geschrieben wird. Aber besser spät als nie; im besten Fall kommt ein best-of dabei heraus.

This is the video of the latest [-+] without additives NO STARS BIG BAND – show in Lübeck. Are you tired of being confused? This band will make it even worse! [-+] WITHOUT ADDITIVES NO STARS BIG BAND plays the most bone-crunching, gut-ripping and brain-melting music in the whole universe. Incorporating a handful of totally unrecognizable elements from the most obscure corners of music history, they not only combine them in most inappropriate ways, but most of all they create new disturbing music-genres, revealing so the self-mutating gene of music.

(via caterpillar trashcore)