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Kategorie Museum für moderne Kunst

Die Noten von sämtlichen 32 Beethoven-Klaviersonaten übereinander

Idris Khan beschäftigt sich mit der Stapelung von Zeit.

Ähnlich hat Harald Münz alle Beethoven-Symphonien übereinandergelegt (Ausschnitt):

Peter Ablinger, „Wasserfall„:

Das Rauschen als vertikale Serie
:1000 Varianten des Gleichen
– gleichzeitig
1000 Pianisten spielen gleichzeitig, aber unabhängig (dh. in ihrem jeweiligen „Stil“) die Kreisleriana

(via naver)

Ligetis Grab

Hier kann man sich Ligetis Gesamtwerk (chronologisch) anhören:

(via the rest is noise und Lukas Hellermann)

Lautsprechergemälde

Karl Horst Hödicke: Lautsprecher (Stereo), 1970
Acryl- und Sprayfarbe auf Leinwand, zweiteilig

(Foto aus dem Katalog der Ausstellung „A House full of Music“, die zur Zeit auf der Mathildenhöhe Darmstadt zu sehen ist (Kulturtechno berichtete))

John Cage – Monsterlist

Zu Ehren John Cages, der dieses Jahr 4 Minuten und 33 Sekunden alt geworden wäre, hat jemand sämtliche auf Spotify vorhandenen Aufnahmen seiner Musik zu einer „Monster“-Playlist zusammengestellt. Schönen Sonntag wünsche ich beim Hören der 272 Tracks. Dieser ‚Information Overload‘ hätte dem Komponisten von William’s Mix und Vordenker des Filesharings gefallen.

(via The Rambler)

Und dann gibt’s hier noch 10 Stunden Stille, natürlich GEMA-abgerechnet:

Justin Biebers „Hommage à Oskar Sala“

Wie kaum einem anderen gelingt Justin Bieber perfekt die postmoderne „Doppelcodierung“, also die Verschränkung von Massen- und Hochkultur. Vordergründig weltweit bekannt als Teenie-Schwarm, nutzt er dies als Medium raffiniert, um ganz andere, ungleich komplexere Inhalte zum Ausdruck zu bringen – so unlängst in einer Performance im öffentlichen Raum, in dem Fall Oslo, wo er dem Komponisten des Hitchcock-Klassikers „Die Vögel“, Oskar Sala, seine Reverenz erwies. Hypermoderne Kunst.

(via SpOff)

Früher auf Kulturtechno: Justin Bieber, 800% langsamer abgespielt

Strawinskys „Sacre“-Rhythmen auf der Straße

Heuer Bald jährt sich zum 100. mal die Uraufführung von Igor Strawinskys epochalem „Le Sacre du Printemps“; aus diesem Anlass hat das London Symphony Orchestra eine öffentliche Aufführung auf dem Trafalgar Square mit diesem witzigen Film beworben:

(via npr)

Neue Musik, Pop, Performance: die Without Additives No Stars Big Band

Ein schöner Auftritt der Gruppe WITHOUT ADDITIVES NO STARS BIG BAND. Es besteht kein Zweifel mehr, dass nun Elemente der atonalen Musik und der Popmusik verschmelzen, zumindest bildet Pop einen noch reichlich unerschlossenen Fundus für die Neue Musik – merkwürdig genug, dass erst Jahrzehnte nach ihrer Erfindung ein atonales Stück für Hammondorgel (bzw. dann schon virtuelle Hammondorgel, von Enno Poppe) geschrieben wird. Aber besser spät als nie; im besten Fall kommt ein best-of dabei heraus.

This is the video of the latest [-+] without additives NO STARS BIG BAND – show in Lübeck. Are you tired of being confused? This band will make it even worse! [-+] WITHOUT ADDITIVES NO STARS BIG BAND plays the most bone-crunching, gut-ripping and brain-melting music in the whole universe. Incorporating a handful of totally unrecognizable elements from the most obscure corners of music history, they not only combine them in most inappropriate ways, but most of all they create new disturbing music-genres, revealing so the self-mutating gene of music.

(via caterpillar trashcore)

Conlon Nancarrows Leben ausgewalzt

Eine schöne Doku über Conlon Nancarrow, Pionier der autarken elektronischen Musik, der dieses Jahr 100 geworden wäre.

(via Alex Ross)

Erfreulicherweise kann man beinahe sämtliche Studies auf YouTube anhören und -sehen von der Werkliste auf www.nancarrow.de.

Instrument aufs Instrument projiziert

Wieder mal eine sehr gelungene Idee von Simon Steen-Andersen: Er projiziert Archiv-Material des Instruments auf das Live-Instrument.

Harpist Sunniva Roedland Wettre (NO) performs Simon Steen-Andersen’s History of My instrument (2011) for harp, video and pick-up.
Researchers Night, Oslo, 21rst of September 2011.

Oder hier die Study #3 for Cello and Video in der Gitarrenversion.

Fehlerästhetik #Einschub: Phasenverschiebung

Jetzt erst ist mir eingefallen, dass auch die Minimal Music hier erwähnt werden muss, baut sie doch auf einen Fehler auf: der nicht möglichen Synchronisation zweier Tonbandgeräte.

Wikipedia:

For the recording, Reich used two normal Wollensak tape recorders with the same recording, originally attempting to align the phrase with itself at the halfway point (180 degrees). However, due to the imprecise technology in 1965, the two recordings fell out of synch, with one tape gradually falling ahead or behind the other due to minute differences in the machines and playback speed. Reich decided to exploit what is known as phase shifting, where all possible recursive harmonies are explored before the two loops eventually get back in sync before the end of the piece. The following year, Reich created another composition, Come Out, in which the phrase „come out to show them“ is looped to create the same effect.

Allerdings steht der „Fehler“ hier bald nicht mehr im Vordergrund, das Prinzip entfaltet so viel eigene musikalische Kraft (und Reich hat es dann ja im Folgenden konsequent auf Instrumentalmusik angewandt, wo der Fehler nur noch simuliert wird), dass das Stück nur teilweise in diese Reihe passt. Ähnlich verhält es sich mit den Doppelbelichtungen in den Filmen Werner Nekes‘, die schnell eine eigene Poetik haben.