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Sheet Music – Video & Exhibition

Heute eröffnen die Klangkunsttage Wien in Kooperation mit der Vienna Art Week, in der Ausstellung gibt es mehrere meiner Sheet Music Arbeiten (Aura, Sunset und Light) zu sehen.

http://grrrr.org/2014/11/06/they_sound-klangkunsttage-2014/

Außerdem gibt es mittlerweile eine schöne Doku der Ausstellung „Gegenklänge“, die letztes Jahr in der Städtischen Galerie Sindelfingen stattgefunden hat. Ein Ausschnitt.

Radiosendung „Vom Musikmachen mit Musik“

Gestern abend kam auf Deutschlandfunk das Feature „‚Pop will eat itself‘ – Vom Musikmachen mit Musik“, auch mit meiner Mitwirkung (Kulturtechno gestern). Hier kann man die Sendung nachhören:

http://www.deutschlandfunk.de/musik-pop-will-eat-itself-vom-musikmachen-mit-musik.866.de.html?dram%3Aarticle_id=299769

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/11/16/dlf_20141116_2005_a948341f.mp3

Guitar piece (from: Diminuendo by shame)

Excerpt from the piece „Diminuendo by shame“, premiered by Ensemble Asamisimasa 2015.

Radiofeature „Vom Musikmachen mit Musik“

Heute abend um 20.05h sendet Deutschlandfunk das Feature von Martin Butz „Pop will it eatself – Vom Musikmachen mit Musik“. Darin kommt auch meiner einer zu Wort.

Immer schon wurde in der Musik abgekupfert, erinnert, zitiert oder einfach übernommen. Wenn aus vorhandener Musik neue Musik entsteht, wird das oft ein Fall für die Gerichte. Die Motive und Absichten, bereits existierende Musik als Rohmaterial für neue Kompositionen zu nutzen, sind jedoch so vielfältig wie die Ergebnisse.

Da entstehen einerseits Plagiate, bei denen man Arbeit spart und sich mit fremden Federn schmückt. Auf der anderen Seite stehen Musikzitate als Spielart der kreativen Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition. Und als Kind von Digitaltechnik und Internet entstand der Remix. Doch was sich am Ende als neu, innovativ oder originär behaupten kann, bleibt letztlich immer eine ästethische Frage.

http://www.deutschlandfunk.de/musik-pop-will-eat-itself-vom-musikmachen-mit-musik.866.de.html?dram:article_id=299769

Livestrom:
http://www.deutschlandradio.de/streaming/dlf.m3u

Vor ein paar Tagen hat Butz netzpolitik.org ein Interview gegeben:
https://netzpolitik.org/2014/remixer-47-martin-butz-ein-sehr-grundsaetzliches-kulturelles-konzept/

Mein Text „Der erweiterte Musikbegriff“ jetzt online Update: nicht mehr online

Mein Text „Der erweiterte Musikbegriff“, den ich für den Katalog der Donaueschinger Musiktage 2014 geschrieben habe, steht jetzt online.

Update: Aufgrund von nicht ausreichend geklärten Verlagsmodalitäten ist der Text vorerst wieder offline, sorry.

Snip:

Absolute und autonome Musik spielen sich in einem Kokon ab, der fraglos eine Fülle inhärenter Wirkungen ermöglicht. Doch widerspricht diese Abtrennung einer heutigen Erfahrung, und es beeinflussen ohnehin diverse Kräfte die vermeintliche Monade. Verlässt man nun diese tradierten Vorstellungen von Rahmung und gestaltet aktiv die Kontexte des Klingenden, sei es durch akkompagnierende Tätigkeiten oder durch Auffächerung des Werks selbst, ergibt sich in der Konsequenz ein erweiterter Musikbegriff, der den ganzen Strauß von Wirkungszusammenhängen ergreift: Medienmusik.

http://www.kreidler-net.de/theorie/kreidler__der_erweiterte_musikbegriff.pdf

Audioguide komplett

Zu guter Letzt, für’s Archiv: Mein Musiktheater „Audioguide“ komplett, 7 Stunden und eine Minute.

Und dazu noch ein paar Bemerkungen:

Buchveröffentlichung: NEUE MUSIK HEUTE?: Versuch einer Standortbestimmung

Vor zwei Jahren fand bei Wien Modern das Symposium statt, zu dem ich auch eingeladen war. Jetzt ist die zugehörige Buchpublikation veröffentlicht, u.a. mit Beiträgen von mir: „Materialstand: Firma“, „Komponieren heute“ und ein Gespräch zwischen Markus Hinterhäuser, Lothar Knessel et moi, und heute abend findet bei Wien Modern eine Präsentation des Buchs statt.

http://www.musicaustria.at/magazin/neue-musik/artikel-berichte/buchpraesentation-neue-musik-heute

Elektronische Möglichkeiten der Klangerzeugung und -veränderung erfüllen in den letzten Jahrzehnten mit leicht zugänglichen Mitteln schier jeden Wunsch akustischen Formens; und in Verbindung mit akustischen Instrumenten bieten sich unzählige weitere Arten des Kombinierens und Experimentierens. In dieser heterogenen Welt bilden sich Genres, um angesichts dieser Informationsflut das Gefühl der Orientierung zu vermitteln. Welchen Weg beschreitet in diesem vielgestaltigen Feld insbesondere die „Neue Musik“, die als Genre das „Neue“ bereits in ihrem Namen trägt und gleichzeitig ständig auf ihre Tradition referenziert? Diese Frage stellen sich zunächst die Musikschaffenden selbst, denn ihnen werden diese Umwälzungen als erste bewusst, aber auch WissenschaftlerInnen und Personen aus dem Kulturbetrieb beteiligen sich an der Diskussion. Mit Beiträgen von: Wolfgang Seierl, Doris Weberberger, Sabine Sanio, Peter Tschmuck, Martha Brech, Sylvia Wendrock, Rosa Reitsamer, Marko Ciciliani, Alfred Smudits, Susanne Kirchmayr, Ludger Hofmann-Engl, Hans Schneider, Emilija Jovanovic, Thorsten Wagner, Constanze Wimmer, Anna Schauberger, Bill Drummond, Curt Cuisine, Barbara Lüneburg, Marie Luise Maintz, Johannes Kreidler, Franz Kasper Krönig.

Audioguide, Photo Gallery

Credits stehen ggf. bei dem einzelnen Foto (draufklicken).

Das „Konzept“ des 11. Septembers

Herrje, in meinem Musiktheater „Audioguide“ ging es im ersten Talk-Teil um 9/11; habe dazu viele Texte gelesen und eingearbeitet, bezüglich der ästhetischen Effekte der Aktion, der Avantgarde-Logik, die Stockhausen als erster darin erkannte, der hypermodernen Zahlengewalt, die Wolfgang Ullrich in der Gegenwartskunst beschreibt.

Im Stück fällt zB der Satz:

Unlike other symbolic events such as the sinking of the Titanic, 9/11 is a work of art because it was intended and deliberately executed, the realisation of a concept. No nature and no destiny involved here.

(bei 5’30“)
(Hervorhebung nachträglich)

Und jetzt erst sehe ich, dass ich ein Buch sträflich übersehen habe: Der Dialog zwischen Derrida und Habermas zu diesem Ereignis – Titel: Le ‚concept‘ du 11 septembre.

Aber war der Riecher da. *schulterklopf*

Mein Text „Das Neue am Neuen Konzeptualismus“ online

Mein Text „Das Neue am Neuen Konzeptualismus“, der in der Neuen Zeitschrift für Musik 1/2014, die „Konzeptmusik“ als Thema hatte, erschienen war, steht nun online:

http://www.kreidler-net.de/theorie/Kreidler__Das_Neue_am_Neuen_Konzeptualismus.pdf

Snip:

Der Neue Konzeptualismus, der seit Beginn des neuen Jahrtausends zunehmend in der Neuen Musik auftritt, greift diese Denkweise wieder auf. Wiederum prägt eine übergeordnete Idee das ganze Werk: Peter Ablinger deckt die live spielenden Musiker passgenau mit Rauschen zu, Kirill Shirokov verstärkt die Stillen an den Track-Anfängen von Klassik-CDs, Trond Reinholdtsen zweckentfremdet Musiktheoriebücher als Blasinstrumente, Jarrod Fawler begreift die Kapitelnummerierung in Wittgensteins Tractatus als musikalische Proportionsangaben, Seth Kim-Cohen ersetzt die Bass Drum-Fußmaschine mit einem Wagenheber, der den Bühnenboden immer stärker anwinkelt bis zum Weggleiten des ganzen Drumsets, Alexander Grebtschenko lässt kleine Lautsprecher crescendieren bis sie bersten, Hans W. Koch bringt Computer durch fortlaufende Oszillatoraddition zum Absturz, ein anonymes holländisches Kollektiv veröffentlicht täglich auf Twitter kurze Instruktionen wie die, eine Partitur längere Zeit in der Erde zu vergraben, um sie danach auszubuddeln und als klingendes „Tombeau“ spielend zu entziffern.