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Norwegischer Kompositionsauftrag

Vor zwei Monaten habe ich vom Borrealis-Festival Bergen / Norwegen einen Kompositionsauftrag für 2012 erhalten. Thema des Festivals ist „Protest“, was für Norwegen ganz untypisch sei, sagte mir die Leiterin, denn die Norweger seien ein ziemliches zufriedenes, ja, konfliktscheues Volk.

Mein Mitgefühl ist bei den Freunden und Bekannten in Norwegen.

kinect studies – by Johannes Kreidler

Habe ein paar kleine Konzepte mit dem Kinect 3D-Sensor aufgenommen:

Musik mit Live-Elektronik, 1845

…zumindest elektrisch synchronisierte.

Ein im Folgejahr aufgeführtes Monsterkonzert wurde von Berlioz und seinen Assistenten nur mittels eines eigens hergestellten „fünfteiligen elektrischen Metronoms“ bewältigt, „[das] durch den Druck eines Fingers meiner linken Hand, während ich mit der Rechten den Taktstock frei bewegte, […] den Takt nach fünf verschiedenen und sehr weit voneinander entfernten Punkten des weiten Raums [leitete.] Fünf Unterdirigenten empfingen mein Tempo durch die elektrischen Drähte und teilten es alsbald den Gruppen mit, deren Leitung in ihren Händen lag.

Aus: Katrin Bicher, Res Severa Verum Gaudium? Kleiner kulturgeschichtlicher Exkurs zum Konzertverhalten. In: relax. Programmheft zu den Rainy Days 2008, herausgegeben von Bernhard Günther.

Früher auf Kulturtechno: Goethe über Elektronische Musik

Pixelmode

(via Glaserei)

Und hier wehen Stars & Stripes:

(via Disquiet)

Früher auf Kulturtechno:
Pixelkunst
US-Flaggen

Link des Tages: The Avant Garde Project

The Avant Garde Project is a series of recordings of 20th-century classical, experimental, and electroacoustic music digitized from LPs whose music has in most cases never been released on CD, and so is effectively inaccessible to the vast majority of music listeners today.

http://avantgardeproject.conus.info/mirror/index.htm

Es lebe die digitale Archivierung. Hoffentlich wird es aber nicht zu fragmentarisch, Archiv hier und Archiv da. Ladet doch alles auf YouTube hoch!

Musik, mit dem Gesicht gespielt

Mit FaceOSC kommt jetzt eine Software, mit der dank Kinect das Gesicht gescannt wird und diese Daten sich für etwaige Klangsteuerung abgreifen lassen. Trotz dem Scan-Netz hab ich mir doch gleich gedacht, dass das im oberen Video Kostia ist!

(via engadget germany und create digital music)

Ich denke ein geeigneter Anwender dieser Technologie wäre Jaap Blonk.

Früher auf Kulturtechno: Elektronisches Muskelballett

Gitarrensaiten mit erkennbaren Schwingungsformen

Ein sehr faszinierendes Video, passend zu den diese Woche bereits geposteten Videos von hängenden Becken in slow-motion. Allerdings kommt der Effekt durch rolling shutter-Technik zustande und ist darum nicht unbedingt ein physikalisch korrektes Bild der Saitenschwingungen.

I just happened upon this trick when testing what it was like filming from inside my guitar. *Note this effect is due to the rolling shutter, which is non-representative of how strings actually vibrate.

Tips:
• You must have the strings brightly backlit to get the camera to capture at such a high frame rate (pure conjecture). You can see how the effect fades when the buildings come into view.
• Use a pencil
*This was used with the front facing camera, try the back camera, it may capture better!

There is a heated discussion with *real science* over at reddit
http://www.reddit.com/r/reddit.com/comments/in2rc/guitar_string_oscillations_…

(via kottke)

Notenfilm

Noten, also eine visuelle Repräsentation von oder Instruktion für Musik, sind selbst hochgradig ästhetisch. Viele Partituren der musikalischen Avantgarde gelten ihrerseits als Kunstwerke und werden exponiert.
Hier hat jemand ein nettes Filmchen mit animierten Zeichen der musikalischen Notation erstellt. Was das Cello daneben damit zu tun hat, erschließt sich mir allerdings nicht.

(via notations21)

Früher auf Kulturtechno:
Partiturkunst von Ruth Proctor
Partiturkompression
Partiturexplosion

Terry Riley: In C, digitally re-enacted

Lukas Hellermann von der Musikfabrik, dessen Twitteraccount so etwas wie der deutsche „Neue-Musik-Ticker“ ist (Danke!), verweist auf Interpretationen des Minimal-Klassikers „In C“ von Laptoporchester. Leider findet sich im Netz keine wirklich gute Aufnahme, aber da es perfekt zum hier immer wieder angeschlagenen und allseits beliebten Thema „Digitale Neu-Interpretationen von Klassikern der musikalischen Avantgarde“ passt, muss das erwähnt werden. Eine wacklige Impression vom Laptoporchester Berlin folgt:

100 Famous Rock Guitar Riffs in One Take

Wieder mal ein großer Haufen an historischem Material, serialisiert.

(Danke für den Tipp, Caspar!)