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Dancing Queen, rückwärts

So kann man Nostalgie auch ausdrücken: Abba-Lieder rückwärts gespielt. Man findet sie alle auf YuTube.

Ich mag ja vor allem die rückwärts-Snares.

Heute: Buchbesprechung “Musik mit Musik” @WDR3 TonArt

Ursprünglich war er für 20.6. Juni angekündigt, aber kurzfristig fiel der Beitrag einem tagesaktuellen Thema zum Opfer, heute aber hoffentlich kommt er: Irgendwann zwischen 15.05h und 17h bringt die WDR3-Sendung „TonArt“ eine Besprechung von Raphael Smarzoch meines Buches „Musik mit Musik„.

„Ein solides Handwerk nutzt nur da, wo es egal ist. Jede Komposition ist eine Weiterkomposition. Wer für Geige schreibt, schreibt ab.“ Johannes Kreidler provoziert gerne. Die Berliner Philharmonie bezeichnet er als Altersheim, Kompositionen für klassische Instrumente findet er nicht mehr zeitgemäß.

[…]

Kreidlers neuestes Buch „Musik mit Musik“ ist ein Lobesgesang auf die Digitalisierung. WDR 3 TonArt hat es gelesen und mit dem Komponisten über seine Ideen gesprochen.

Informationen zum Buch:
Johannes Kreidler: „Musik mit Musik. Texte 2005-2011“
Wolke Verlag 2012
256 Seiten
ISBN 978-3-936000-93-1

Beitrag von Raphael Smarzoch

http://www.wdr3.de/tonart/details/20.06.2012-15.05-wdr-3-tonart.html

Livestrom:
http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3_hq.m3u

Morton Feldmans Gesamtwerk zum Anhören

Bei meinem Text Das totale Archiv habe ich primär an YouTube gedacht, aber in Sachen Gründlichkeit steht Spotify bereits besser da: Eine Playlist mit dem Gesamtwerk Morton Feldmans, chronologisch. Dauer: 49h.

(via spotifyclassical)

Früher auf Kulturtechno:
Ligetis Gesamtwerk
John Cage Monsterlist

Mein Text „Style melody“ erschienen

Im Wolke-Verlag ist nun erschienen:
New Music and Aesthetics in the 21st Century, Vol. 8
Musical Material Today
herausgegeben von Claus-Steffen Mahnkopf, Frank Cox und Wolfram Schurig

http://www.wolke-verlag.de/musical-material-today.html

Darin ist auch mein Text „Style Melody“ (Die Stilmelodie) abgedruckt (übersetzt ins Englische von Wieland Hoban).

Snip:

In Stil 1 In Stil I for variable instrumentation we hear a succession of up to 100 different styles; for example, Stil 1 Version für piccolo flute, vibraphone, baritone saxophone and audio playback begins with this measure,

which is then repeated quietly 30 times and very loudly 55 times, each time in a different style arrangement:

Recalling Schönberg’s Klangfarbenmelodie, then, I call this Stilmelodie. The notion of melody, following Schönberg, is abstractly understood; it refers to a change of musical qualities in a defined medium—originally the medium of the scale, and now the medium of the stylistic palette of Band in a Box. The actual melody, on the other hand, remains practically static throughout the various repetitions.

 

In this piece, the musicians begin every measure with an accent — like the mouse click that starts the next sound file.

Kunstdemonstration

A public art performance by Grupa TOK. It took place in Serbia in 1973. They were using protest signs with minimal patterns.

Ein Prinzip, das ich gewissermaßen auch in meinem Musiktheater „Feeds. Hören TV“ angewandt habe: eine Talkshow, aber die Showband-Einlagen mit Neuer Musik ersetzt.

(via exinfoam)

Früher auf Kulturtechno: Realität: löschen und mit Kunst ersetzen

Rückkopplungs-Polyphonie

So hört es sich an, wenn man mit einem Mikrofon-Anzug in einen Raum mit lauter Lautsprechern geht.

Update: Vergleichbar ist Alvin Luciers monodisches „Bird and Person Dyning“ (1975) (Danke, Thomas!)

(via Guardian Music)

Hören bezahlen

Früher hatte ich hier ein Konzept gebracht, bei dem Leute fürs Hören von Musik bezahlt werden. Giuliano Obici hat die Grundidee in Sao Paulo umgesetzt:

A sum of $1,00 is payed to people in exchange for them listening to three minutes of sound on a pair of headphones. This value relates to the amount of time and the average cost of commercialized music on the web.

http://giulianobici.com/site/buy-auri.html

Danke für den Tipp, Henrique!

Die Geschichte der elektronischen Musik als Facebook-Timeline

Es kommen schöne Ideen auf, wie man die heutigen Kommunikationsmedien für historische Themen nutzen kann, so der „Stream of Consciousness“ aus James Joyce’s Ulysses als Facebook-Stream oder Wittgensteins Tractatus-Logicus als Twitter-Feed. Bleep hat die neue Facebook-Timeline zur Darstellung der Geschichte der elektronischen Musik genutzt:

https://bleep.com/stream/a+guide+to+electronic+music

Grafischer Synthesizer, 1938

Gemeinhin gilt Iannis Xenakis‘ UPIC-System (Kulturtechno früher) als Pionier der grafischen Computerkomposition, aber viel früher schon wurde die Idee in der Sowjetunion geboren (1938) und umgesetzt (1958). Mit dem ANS-Synthesizer wurde der Soundtrack zu Tarkovskys „Solaris“ komponiert.

You don’t play the ANS synthesizer with a keyboard. Instead you etch images onto glass sheets covered in black putty and feed them into a machine that shines light through the etchings, trigging a wide range of tones. Etchings made low on the sheets make low tones. High etchings make high tones. The sound is generated in real-time and the tempo depends on how fast you insert the sheets.

This isn’t a new Dorkbot or Maker Faire oddity. It’s a nearly forgotten Russian synthesizer designed by Evgeny Murzin in 1938. The synth was named after and dedicated to the Russian experimental composer and occultist Alexander Nikolayevich Scriabin (1872–1915).

(via BoingBoing)

Mozarts „musikalisches Würfelspiel“ online

Der Urahn der musikalischen Aleatorik, Mozarts „musikalisches Würfelspiel“ (übrigens im 18. Jahrhundert ein allseits beliebte Kompositionsweise), ist mittlerweile auf verschiedenen Websites spielbar:

http://www.dein-name-ist-musik.de/
http://sunsite.univie.ac.at/Mozart/dice/

(via Ole Hübners nmz-Links)