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Doku über Sampling, 1989

Gitarre, gebaut aus einer Munitionskiste

Schwerter zu Pflugscharen. Auch das Internet war zunächst Militärtechnologie und wurde dann für die zivile und kommerzielle Nutzung freigegeben. Kittler („alle Medientechnologie ist zunächst Kriegstechnologie“) hätte seine Freude gehabt.

(via Neatorama)

Das Luftkompressor-Grammophon

… muss wohl sehr laut gewesen sein.

THE AUXETOPHONE: 1898-1918.
Two Englishmen, Horace Short and Sir Charles A Parsons (yes, the steam turbine man) introduced the compressed air amplifiers known as Auxetophones. Horace Short began the development of the idea and was granted a patent in 1898, and again in 1901. The patent rights were sold to Parsons in 1903. Parsons, who was noted for his skill as a craftsman, took on the development of the Auxetophone as a hobby when he was already financially secure from his steam turbine business, and applied it to musical instruments as well as gramophones.

(via BoingBoing)

Neue Klaviermusik – ein Internetfestival?

Ein interessantes Projekt initiiert der Schott-Verlag: Aufträge für neue Klavierstücke wurden vergeben, und direkt nach der Uraufführung soll das ganze (ab heute) online stehen:

http://www.petrushka-project.com/index.html

Ich finde, es wäre an der Zeit ein originäres Internet-Neue-Musik-Festival zu gründen. Vielleicht sollte Kulturtechno den Anfang machen.

(via heise)

Russische Bushaltestellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreidler @Darmstadt

Heute geht’s nach Darmstadt zu den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik, wo diverses auf der Agenda bei mir steht:

– Am 18.7. abends ist die Uraufführung von „Die ’sich sammelnde Erfahrung‘ (Benn): der Ton“ für Flöte, Posaune, halbakustische Gitarre, Schlagzeug, Drumpad Sampler, Klavier, Audio- und Videozuspielung. Es spielt das Nadar Ensemble unter Daan Janssens.

– Am 20.7. findet unter dem Motto „Generationenwechsel / Umbruch“ eine Podiumsdiskussion mit Rolf Riehm und mir statt, Bernd Leukert moderiert, die Gesellschaft für Neue Musik organisiert’s.

– Am 21./22. und 23.7. findet jeweils um 11h ein Matineekonzert statt, in dem ein Werk von Brian Ferneyhough / Mathias Spahlinger / Wolfgang Rihm zweimal gespielt wird, dazwischen interviewen Martin Schüttler, Mark Barden und ich die Meister auf der Bühne.

– Am 27.7. halte ich (auf englisch) den Vortrag „New Conceptualism“, 11h im Schader-Forum.

Aber natürlich gibt es weiterhin in gewohnter Frequenz Beiträge auf Kulturtechno. Vielleicht melde ich mich auch mal direkt aus Hessen.

Jugend ohne Gitarre

(Frei nach Ödön von Horváth’s „Jugend ohne Gott“)

Dazu etwas biografisches: Als ich 14 war, 1994, war die Techno-Welle gerade am Höhepunkt, und ich fand die Musik super, gerade auch, weil es endlich etwas gründlich anderes gab als die pathetisch-zotteligen Gitarrenrocker.

Und: Ich finde die Beatles kompositorisch fantastisch, aber ihren muffigen Sound ertrage ich fast nicht.

Darum halte ich es auch für unbedingt erforderlich, dass heutige Musik nicht (nur) auf alten Instrumenten gespielt wird.

(via Kraftfuttermischwerk)

Früher auf Kulturtechno: Wenn man Altes einfach nicht ausstehen kann

Der Papst, abgespielt auf einem Kondom als Membran

Zur aktuellen Debatte um die Titanic und die päpstliche Klage:

135 Space Shuttle Starts gleichzeitig

In meinen aktuellen Stücken spielt die Split Screen – Technik ebenfalls eine Rolle. Eine Darstellungsform für große Quantitäten.

(via it’s publique)

Die ZEIT über „A House full of Music“ und „Charts Music“

In der aktuellen Ausgabe der ZEIT steht eine Besprechung der großen Darmstädter Ausstellung „A House full of Music“ (Kulturtechno berichtete), darin auch über mein Stück Charts Music:

Eines der witzigsten und zugleich bedrückendsten Werke erwartet den Besucher am Ausgang. Dort verwandelt Johannes Kreidler mithilfe einer Komponiersoftware beunruhigende Statistikkurven in unbekümmerte Dudelmusik. Ob tote Soldaten im Irak, fallende Börsenkurse, Wachstumsraten der Pornobranche – seine Charts Music (2009) kennt nur heitere Beeps. Das ist es, was Kunst leisten kann: den irdischen Wahnsinn mit einem Soundtrack zu unterlegen, der nicht selbst agitatorischer Natur sein muss, um den Hörer dazu zu veranlassen, wieder mal zur Jagd zu blasen.

http://www.zeit.de/2012/27/Ausstellung-Musik/komplettansicht

Die verwendete Software ist „Songsmith“ von Microsoft, das Verfahren, das zur Anwendung kam ist die Sonifikation. Letztes Jahr habe ich in zwei Vorträgen für die Volkswagen Uni vor den dortigen Managern und Gästen wie dem früheren Finanzminister Hans Eichel oder Medientheoretiker Norbert Bolz das Verfahren anhand des VW-Kurses gezeigt, und ihn mit verschiedenen Arrangements verschieden interpretiert: So kann man den Kurs als flotte Ralley ebenso darstellen wie als quälendes Gekraxel. Nachdem Stockhausen und Xenakis die „statistische Musik“ entworfen haben, wird es Zeit, auch diese Wahrheit einzubringen: Dass nur der Statistik geglaubt werden kann, die man selbst (musikalisch) gefälscht hat.