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cache surrealism @Danzig

Heute abend spielt das Ensemble Lux:NM im Teatr Lesny in Gdansk (Danzig) mein Stück cache surrealism. Anwesenheitspflicht für alle polnischen Kulturtechno-Leser!

26.08.2012 , 20.00Uhr
Teatr Leśny, Danzig
Werke u.a. von Jodlowski, Kampe, Kreidler
„Zrealizowano przy pomocy finansowej Województwa Pomorskiego“, „Zrealizowano ze środków Miasta Gdańska w ramach Stypendium Kulturalnego Miasta Gdańska“

Johannes Kreidler: White and Black

two MIDI Keyboard Programmings (2012)

Xenakis‘ Siebtheorie

Eine schöne Lecture, in der Christopher Ariza Iannis Xenakis‘ Siebtheorie erklärt und anhand einer eigenen Software demonstriert.

Accelerando nach der gehaltsästhetischen Wende

Kreidler @BR Klassik

Heute abend um 22.05h strahlt BR Klassik eine Sendung von Kristin Amme aus zum Thema „Horizonte Neue Medien: neues Hören, neues Komponieren, neue Musik?“, darin kommt neben Anselm Venezian Nehls und Harry Lehmann auch meiner einer zu Wort und Musik von mir erklingt – einschalten!

Horizonte Neue Medien: neues Hören, neues Komponieren, neue Musik?

Von Kristin Amme

Donnerstag, 23.08.2012
22:05 bis 23:00 Uhr

BR-KLASSIK

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/sendung372736.html

Livestrom:
http://mediathek-audio.br.de/index.html?playeronly=true&channelId=brk

Alexander Schubert: „Point Ones“ for Ensemble and augmented conductor

Alexander Schubert hat in Darmstadt den Dirigenten abgegriffen.

Nadar Ensemble, Daan Janssens, Ltg.

Die TAZ über “A House full of Music” und “Charts Music”

Die TAZ schreibt über die Ausstellung „A House full of Music“ in Darmstadt und mein dort gezeigtes Stück Charts Music:

Zuletzt stimmt den Besucher Johannes Kreidlers Video „Charts Music – Songsmith fed with Stock Charts“ (2009) noch einmal froh. Unter Verwendung der Microsoft Komponiersoftware „Songsmith“ entstand ein tragikomischer Billion-Dollar-Song zur Wirtschaftskrise. Entlang abstürzender Börsenkurse, Wachstumsraten von Pornoindustrie und steigenden Kriegsopferzahlen trällert ein rhythmisch unterlegter Orgelsound. Wunderbar.

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2012%2F08%2F21%2Fa0098&cHash=7a266cfc83

Früher auf Kulturtechno: Die ZEIT über “A House full of Music” und “Charts Music”

Die Erde, invertiert

Hübsches Gedankenspiel. Man könnte fast alles mit dem Auto erreichen. Das Konzept der Invertierung hätte sicherlich auch in der Kunst noch manche Möglichkeit.

(via Kraftfuttermischwerk)

Die Ex-negativo-Krankheit

Das ist ein Appell an die Musikpublizistik.

Sehr oft lese ich (oder höre ich in Radiosendungen) die Ex-negativo-Rhetorik. Als nur ein Beispiel (es findet sich aber wirklich in SEHR VIELEN journalistischen Texten über Musik derlei) in der De:Bug, worin das Klangkunstprojekt „Tweetscapes“ beschrieben wird:

Es sind sonische Artefakte, die sich nicht in selbstgefälliger Esoterik an Traditionen der Verfeinerung und Zerebralisierung abendländischer Großkunst laben. Das Oberlehrerhafte geht dieser Klangkunst völlig ab.

Wovon will sich der Autor (Holger Schulze) hier abgrenzen? Wer ist es denn, der sich in selbstgefälliger Esoterik an Traditionen der Verfeinerung und Zerebralisierung labt, wo ist die oberlehrerhafte Klangkunst, von der der Autor klarstellen möchte, dass sein besprochenes Werk sie auf jeden Fall NICHT ist? Wieso nennt er keine Namen?
Wahrscheinlich, weil es diesen Pappkameraden, diesen esoterischen Oberlehrerdeppen in Natura gar nicht gibt, sondern nur in der Imagination von Herrn Schulze. Herr Schulze leidet an der (sehr verbreiteten) Ex-negativo-Krankheit, genauer gesagt an der Phantom-Ex-negativo-Krankheit.

Zugegeben litt auch ich früher bisweilen an der Krankheit, eine Erbkrankheit. Aber ich sehe, dass es unproduktiv ist und verklemmt – Kritik, aber bloß nicht jemandem zu nahe treten. Doch irgendwann ist es überwunden mit Abgrenzung und Formulierung von lapidaren Gegensätzen, bei denen auf der einen Seite ein idealtypisches jämmerliches, anonymes Scheißding steht und auf der anderen Seite das konkrete, glänzende Gute. Jeder kann komponieren, was er will, kritisiert werden können nur die, die öffentliches Geld dafür ausgeben. Das ist aber eine eigene Baustelle.

Ich kann mir schon denken, wen Herr Schulze meint: Die Neue Musik bzw. manche ihrer prominenten Vertreter. Aber eine namentliche Auseinandersetzung wagt er dann doch nicht, haut lieber auf den Pappkameraden ein. Nur da funktioniert das Ex-negativo-Prinzip nämlich.

Ihr Musikjournalisten, die ihr Besprechungen schreibt und Radiosendungen macht: Hört, wenigstens mal versuchsweise, auf, mit der Ex-negativo-Rhetorik Zeilen zu füllen und Sendeminuten zu verheizen. Der Erklärungswert dieser Aussagen ist sehr gering und die Methode lässt Niveau vermissen, sie ist einfach nicht zeitgemäß dem postmodernen Pluralisms. Differenzen statt Gegensätze – aber das ist eben viel aufwändiger. Und wenn schon Opposition (bedenkt: „Wenige sind wert, dass man ihnen widerspricht“), dann immer konkret Namen nennen. Aber ihr werdet sehen, wie gut man darauf verzichten kann.

Kreidler @belgisches Radio

Im belgischen Radiosender Musiq3 kommt heute eine Sendung über die „belgische Welle“ in Darmstadt. Die Sendung ist auf französisch und kann noch ein Monat lang online gehört werden.

Une vague belge à Darmstadt !

Reportage aux 46e „Internationale Ferienkurze für Neue Musik Darmstadt“

Laboratoire de l’Avant-Garde musicale de l’après guerre, les cours d’été de Darmstadt fondés en 1946 ne sont pas qu’une référence historique! La 46e édition qui s’est tenue en juillet dernier confirme même l’intérêt renouvelé de ces rencontres internationales des professionnels de la musique contemporaine depuis l’arrivée de Thomas Schäfer à la direction artistique en 2009. Parmi les 400 participants, de nombreux jeunes interprètes et compositeurs venus d’horizons divers, et parmi eux, une belle brochette de musiciens de chez nous. Thomas Schäfer le reconnaît volontiers: on peut parler d’une „belgian wave“ à Darmstadt“!

John CAGE / David TUDOR – ‚Indeterminacy‘: extrait. John Cage – David Tudor. Smithsonian Folkways.

John Zorn / John Cage – ‚Caged / Uncaged‘: extraits. Cramps.

Tristan MURAIL – Tellur: extraits. Marc-Olivier Lamontagne, guitare. enr. livre „open space Darmstadt“.

Raphaël CENDO – Faction: extraits. Jona Kesteleyn, guitare – Elisa Medinilla, piano – Rie Watanabe, percussion. enr. livre „open space Darmstadt“.

Georges APERGHIS – Volte-face: extrait. Geneviève Strosser, alto. Kairos.

Georges APERGHIS – La Nuit en Tête: extraits. DissonArt ensemble. Dissonance.

Dimitri PAPAGEORGIOU – Effluences . DissonArt ensemble. enr. répétition – Darmstadt „Ensemble 2012“.

Panayiotis KOKORAS – Braided Fractures: extraits. DissonArt ensemble. Dissonance.

Stefan PRINS – Fremdkörper #1: extraits. Nadar Ensemble. Sub Rosa.

Johannes KREIDLER – Die „sich sammelnde Erfahrung“ (Benn): der Ton: extraits. Nadar Ensemble. http://www.youtube.com/watch?v=89WAOif_WEc.

Stefan PRINS – Fremdkörper #2: extrait. Nikel Ensemble. Sub Rosa.

Stefan PRINS – Infiltrationen: extrait. Zwerm. Sub Rosa.

Bernd Alois ZIMMERMANN – Présence: extrait. Ensemble Recherche.

Production et présentation : Anne MATTHEEUWS

Réalisation : Bastien HIDALGO-RUIZ

http://www.rtbf.be/musiq3/emissions_big-bang?emissionId=2301&date=2012-08-20

Danke für den Tipp, Stefan!