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Besprechungen von Harry Lehmanns „Die digitale Revolution der Musik“

Harry Lehmanns Buch „Die digitale Revolution der Musik“ wird bekannt, was mich sehr freut, ich sehe in dem Buch endlich wieder eine Musikphilosophie der Neuen Musik, mit einem bis dato nicht dagewesenen Ansatz und zu einem brisanten, aktuellen und noch weit in die Zukunft reichenden Thema: die Digitalisierung.

In der Neuen Zeitschrift für Musik steht ein Interview mit Lehmann:

http://www.harrylehmann.net/neu/wp-content/uploads/2011/11/Gespra%CC%88ch_Harry-Lehmann-Rolf.W.-Stoll_NZfM_Die-Digitalisierung-der-Neuen-Musik.pdf

(In das Gespräch hat sich an einer Stelle ein Fehler eingeschlichen, auf Seite 10 in der mittleren Spalte unten müsste es statt „Geräusche“ heißen: „Alltagsgeräusche“.)

Friedemann Dupelius hat das Buch für SWR2 besprochen:

und Hanno Ehrler für Deutschlandfunk:

Hab’s früher schon verlinkt, aber in dem Zusammenhang sei auch noch mal auf Stefan Hetzels Besprechung des Buches hingewiesen:

http://www.musikderzeit.de/de_DE/journal/issues/showarticle,35606.html

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Aphorismen des Tages:

 

Die musikfernsehfeindlichsten Leinwandflüche

Grenzüberschreitungssöhne

Fragebogenabwechslung

Kinderaugenobjektideologie

Melodikwissenschaft

Hans-Jörg Hommage

Tonhöhen-Austauschtechnik herumrennen

Pinball Pianola

I’ve devised a Frankenstein experiment, combining the greatest musical invention of all time, the Piano; with the coolest amusement machines ever conceived; Pinball, to create an interactive sound installation like no other; ‘Pinball Pianola’, a musical device constructed by replacing the keyboard, hammers and front paneling of an upright piano, with a pinball cabinet butted up perpendicular against its exposed strings. Embracing high and low culture this instrument allows virtuosos and wizards alike to pit their skills in a game where musical compositions are created as metallic balls jettisoned into the game clash with the pianos resonating wires. This experiment the first of in a series of individually crafted instruments I’m constructing at Artspace as part of my Australia Council music board project fellowship that introduce musical elements into the iconic game of pinball, making sound generation – not scoring – the games’ main objective.

(via createdigitalmusic)

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Aphorismen des Tages:

 

Kultur gewinnen

Form-Polyphonie Schwuletten

Gegenstand Arbeit

Gleiches 5/6

Plötzlich Verletzbares scheu

Klassizität der Messerstiche

Vierzehntausend Musik

Kreidler @HR2 Kultur

Heute abend sendet HR2 Kultur die Sendung „Nicht Musik über Musik, sondern mit Musik“ von Christoph Reimann aus.

Dienstag, 26. Februar 2013, 22:00 Uhr

In seinem Aufsatz mit dem programmatischen Titel „Musik mit Musik“ aus dem Jahre 2007 beschrieb der in Berlin lebende Komponist Johannes Kreidler seine Arbeitsweise mit (vorgefundenen) Soundfiles und deren ästhetische Implikationen.

Auch andere Komponisten, die zur Generation der „digital natives“ zählen. Also jene Generation, die mit Hard- und Software aufgewachsen ist und auf vielfältige und unterschiedlichste Art und Weise digitalisierte Musik in ihren Stücken einsetzt. Wie und warum – darüber geben Johannes Kreidler (* 1980), Martin Schüttler (* 1974), Alexander Schubert (* 1979) und Stefan Prins (* 1979) Auskunft.

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=31122&key=standard_document_43789901

Livestrom:
http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=23746

Reaktion auf den Meteoriten

(via Cheezburger)

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Aphorismen des Tages:

 

Von Brechungen zerquetscht

Situationisten Steglitz

Herkunft halbtags

„Selbstausdruck“ von Geräuschen

Nase der Diabelli-Variationen

Experimentalstudio ist Kind

Februar der freien Fingernägel

Kreidler @WDR3

Heute abend um 23.05h kommt auf WDR3 die Sendung „Studio Neue Musik – Flüchtige Schönheiten“ von Björn Gottstein. u.a. mit meinem Stück product placements.

http://www.wdr3.de/musik/neuemusikbeiwdr3/Schoenheiten100.html

Livestrom:
http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3_hq.m3u

Wenn in 33 Sekunden 70.000 Zitate an uns vorüberrauschen, mischt sich zwangsläufig Schönes und Hässliches. Johannes Kreidler unternimmt diesen Versuch zum Thema flüchtige Schönheit, ganz andere stammen von Hans Werner Henze und Paul Dessau.

Diskurse über flüchtige Schönheiten, vermeintlich schöne Stellen und erfüllte Augenblicke. Gérard Pesson eröffnet uns Einblicke in die Sammlung seiner Lieblingsstücke. „Dass schöner erscheint und Sehnsucht erzeugt, was sich entzieht“, sei, so Matthias Spahlinger, von Charles Baudelaire zu lernen. Johannes Kreidler lässt in nur 33 Sekunden über 70.000 Zitate vorbeirauschen, darunter gewiss einige schöne – und noch mehr hässliche – Stellen. Berüchtigt ist der Disput über Schönheit zwischen Paul Dessau und Hans Werner Henze: auf Beeing beauteous seines Freundes Henze antwortet Dessau mit seinem Quattrodramma, gegen die schönheitstrunkene Kantate setzt er harte musica impura.

Moderation: Björn Gottstein
Redaktion: Harry Vogt

„Zeitgehöft“ – 697 Gedichte von Paul Celan, für Sonifizierungsalgorithmus

Meisterwerk Ton

In meinem Text „Komponieren lassen“ habe ich geschrieben: „Schon der Einzelton ist eine Klangkomposition.“ Hier ist’s exemplifiziert:

(via Facebook)

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Aphorismen des Tages:

 

Die gemachten beisammen

Wieder ganz Dezember

Zusammenhang im Transport

Musik hineingekommen sozusagen

+
seinem
wieder

bricht: 655-690

Sein wie Diederichsen

Augenmusik – Ladislav Kupkovic

Geigensaiten DEAD

Vorgestern hatte ich hier die Installationen von Baltschun/Baghdassarians, bei denen aus Tonnamen von Stimmgeräten Wörter gebildet wurden. Dazu passt ein Werk aus der historischen Avantgarde, Bruce Naumans Performance „DEAD“, bei der er die Saiten einer Geige auf die Töne D-E-A-D gestimmt hat und diesen Akkord eine Dreiviertelstunde lang immer wieder spielt, das Video davon ist noch um 90° gedreht. Auf YouTube findet sich nur ein kurzer Ausschnitt (und ein paar Remakes):

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Aphorismen des Tages:

 

Christa historisch-dialektisch

Musiker würden zusammen ausscheiden

Grundlagen zwischen Partituren

2×1
offen
Text

Totenbelebung in Worms

Antielitär stehen Hasen

Paik psychologisch

Chopin Ablinger’d

Alberto Bernal hat 2005 der Idee, eine Klangdatei durchs Klavierraster darzustellen („Ablingerization„), noch einen Dreh dazugegeben: Statt eine Sprachaufnahme durchs Klavier wiederzugeben, lässt er eine Klavieraufnahme durch das Klavier wiedergeben, jedoch eine alte Aufnahme auf einer zerkratzten Schallplatte, sodass auch alle Kratzer und das Rauschen wieder in Klaviertöne verwandelt wird. Auf der Webseite kann man verschiedene Stadien der Transformation eines Chopin-Nocturnes anhören, hier das Endstadium:

http://www.albertobernal.net/Werke/Musik/bernal_musik%2010.mp3

Die Sache hat noch einen heimlichen Witz: Die angeblich alte, zerkratze Schallplatte ist in Wirklichkeit eine aktuelle Chopin-Aufnahme, die Bernal mit einer Software in ein Schallplattenfake verwandelt hat.

Man könnte die Ablingerization noch verlucieren: Eine Klavieraufnahme durch ein Klavier wiedergeben, das wieder aufnehmen und wiederrum vom Klavier wiedergeben usw. I am sitting in a piano room.

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Aphorismen des Tages:

 

Trotz Reproduktion freigeworden

Weltherrschaft Elektronik-Spielzeug

Zweimal Eigentümer

Quantität
Momente
willfahren

Autor weil Frage

Melodien Wissen Diät

Theorie f-moll