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Mikrotonale Trompete – eine Dokumentationswebsite

Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Trompeter Steve Altoft mit dem Spiel der mikrotonalen Trompete. Erfreulicherweise macht er eine umfangreiche Dokumentation im Netz zugänglich.

This project, which began in 1998 and was inspired partly by the work of American Trumpeter and Big Band leader Don Ellis. It is a systemically researched and documented project between a composer and a trumpeter, and his 3-valve B-flat trumpet!

Since 1998, the project has expanded exponentially both in the development of ideas, modified instruments and in the creation of new music.

Through this website and associated concerts, lectures, CDs and vidoes, The Microtonal Trumpet has

stirred the imagination of amateur and professional players, students and teachers.

This website describes the development of a 4-valve quarter-tone trumpet in C and a 4-valve trumpet in B-flat capable of playing in 19 equal divisions of the octave (19-div).

The website overall, including our free, online book covers quarter-tone and eighth-tone playing techniques, a full explaination of 19-div and how to approach this tuning on the trumpet, a short history of the microtonal trumpet and a repertoire list.

http://www.microtonaltrumpet.com/

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Aphorismen des Tages:

 

Form keine Form

Meine Verschiebungen

Klangfarbe verlöre unabdingbar in Stuttgart.

Erzwungene Lieferung von „Pina“

Südwestafrika im Programmheft

Mathematik der Erweiterungen

Gestische Wette

Algorithmische Musik, 1650

Athanasius Kircher was one of the first to use combinatorial procedures to mechanize musical composition. In 1650, he described a box containing wooden strips covered with sequences of numbers and rhythmic values; by selecting and combining sequences on these strips according to Kircher’s rules, anyone – even those with no musical knowledge – could compose a hymn in four-part counterpoint. Kircher called this box his “arca musarithmica,” or “music-making ark,” and presented it at as a musical marvel to astound his royal patrons.

(via Spooky & the Metronome)

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Aphorismen des Tages:

 

Milieu Musikpädagogik

Sitzordnung auf der Klaviatur

Alternativen nach Differenzierung

Erfahrung wurde Orchester

Metier Heidegger

Des Komponisten notwendigstes Nachtprogramm

Baudelaire Tonikaparallele Vorteil

Der gelbe Schrei

Gerade geht ein Video um, bei dem ein ‚Künstler‘ Schreie malt – in dem er gelbe Striche schreiend malt. Auch wenn es angeblich eine Parodie ist, das ist ja heute eh nicht mehr unterscheidbar, ich finde, das ist Gegenwartskunst. Das Bild sieht dann ja auch wirklich scheiße aus, das muss man erst mal so schlecht hinkriegen.

(via Neatorama)

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Aphorismen des Tages:

 

Sämtliche genommenen Namen

Augen Sätze 366f

Deutschland mein Jahr

Texte und beschädigtes Radio

Glitschige Dialektik

Musikalische Staaten 1972

Pynchon 142-149

Rage against the machine – „Shred“

Schon länger her, da machten die „Shreds“ die Runde – bekannte Musiken / Musiker wurden klanglich völlig versaubeutelt. Hier ein Obama-Festakt oder hier Lang Lang. Aber das folgende ist eigentlich noch viel versaubeutelnder, noch viel dissonanter. Man beachte die tobende Crowd. Musik kann so lustig sein.

(hier das Original)

(via SpOff)

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Aphorismen des Tages:

 

Kantabel 1965

Philosophisches beschweigen

Konnte Septimdissonanz Musik achten

Habe
Anweisungen
Unabhänging

Technik des Klaviers

Idealgewicht Schulmusik halten

Schöner Blutdruck

Kreidler @Köln

Morgen, Mittwoch 12.12.12 um 18.00h halte ich an der Musikhochschule Köln im Rahmen der Ringvorlesung „Schlüsselwerke der neuen Musik nach 1950“ den Vortrag „Sampler im Bürgerkrieg – Bob Ostertags ’sooner or later'“.

http://www.hfmt-koeln.de/fileadmin/redaktion/downloads/ringvorlesung_2012_13.pdf

Elektronische Musik, 1627

Wir haben auch Klang-Häuser, wo wir alle Klänge erzeugen und ihre Entstehung ergründen. Wir haben Harmonien, die ihr nicht besitzt, von Vierteltönen und kleineren Teilen. … Wir ahmen alle artikulierten Töne, Buchstaben, Tierstimmen und den Gesang der Vogel nach. … Wir haben auch einige seltsame und künstliche Echos, die die Stimmen mehrmals wiedergeben und sie gleichsam hin- und herwerfen. Dabei kommt manche Stimme lauter, manche schriller und manche tiefer zurück als sie ursprünglich war; ja, die artikulierte Stimme lässt sich sogar in einer anderen Klangfarbe wiedergeben.

Aus: Francis Bacon, The New Atlantis (1627). Zitiert nach: Harry Lehmann, Die digitale Revolution der Musik, S. 140f.

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Aphorismen des Tages:

 

Dunkelbraune Hilfsmittel

Ästhetische Arbeit stöhnt

Klangverrüttung

Wie mag ein Terzfall gestern malträtieren

Bushaltestelle weiterhören

Profile Gesicht Übertragung

Die Hammerklaviersonate chronologisch einstülpen

Schreibmaschine als Instrument (1939)

(via popsci)

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Aphorismen des Tages:

 

Studenten im geistlichen Konflikt

Iphigenies unendliches Geräusch

Als Sechtzehntel als Kammerorchester-Bearbeitung elementar wurden.

Rezipient werden 46 50

Anton Intensität Alt

Schriften automatisch obligatorisch

Literaturbeispiel
Topf
Darwin

Kommentar zu Peter Krauts Text „Diskurs ohne Folgen. Acht Thesen zu blinden Flecken und Chancen der Kunstmusik“

In der Schweizer Zeitschrift „Dissonance“ ist im Sommer ein Artikel mit dem Titel Diskurs ohne Folgen. Acht Thesen zu blinden Flecken und Chancen der Kunstmusik von Peter Kraut erschienen, den ich interessant finde und kommentieren möchte.

Der Artikel ist hier vollständig online lesbar, ich greife ein paar Gedanken auf.

Zunächst wird festgestellt, dass sich die Kunstmusik unter Legitimierungszwang befindet. Es ist sehr wichtig, dass das deutlich festgestellt wird: Nur weil die Kunstmusik so viel Geld kostet, kann so etwas wie „Diskurs ohne Folgen“ überhaupt moniert werden, denn erst der Subventionsaufwand erhebt den Anspruch auf irgendeinen Sinn und Nutzen, irgendeine Folge. Ich sage noch schärfer: Alle ästhetischen Debatten sind Gelddebatten.

These 1 beschreibt, dass die Kunstmusik an einem gesellschaftlich marginalen Ort, im Konzertsaal, stattfindet.

These 2 beschreibt, dass die Kunstmusik um sich selbst kreist, um ihr Medium der traditionellen Instrumente. Der Autor vermisst Bezüge zur Lebenswelt, beispielsweise durch musique concrète-Elemente. Paradigmatisch wird Lachenmann genannt, ein „konservativer Revolutionär“, der, statt das Cello in Frage zu stellen, nur das tradierte Cellospiel in Frage stellt.
Gut, dass das endlich mal jemand sagt. Ich halte Lachenmann mittlerweile schlicht für einen Restaurator, ähnlich wie Rihm, nur raffinierter, und leider musikalisch-rhetorisch brilliant.

These 4 kritisiert die Fixierung auf die Notenschrift, die zwar hohe Komplexität ermöglicht, aber einige Limitierungen mit sich bringt.
In der Tat wird das durch heutige Möglichkeiten der Elektronik immer deutlicher, dass das Partitur-Paradigma nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Partituren meiner Stücke sagen über das Stück nur teilweise etwas aus, denn der Elektronik-Teil lässt sich nicht adäquat notieren. Das ist aber beispielsweise bei Bewerbungen ein Problem, wo aus Zeitgründen meist nur in Partituren geblättert wird. Ebenso ist Elektronik bei Verlagen nicht gern gesehen. Ein Institutionenproblem.

These 5 beklagt, dass Komponisten Solitäre sind, wo doch in anderen Kunstsparten es hervorragende Kollaborationen gibt (Fischli&Weiss zB).
Nun ja, da bleibe ich skeptisch, zumindest ist sehr schwierig, dass sich Künstler diesbezüglich finden (dazu habe ich mal einen kurzen Text verfasst). Auch in der Bildenden Kunst halte ich das für Ausnahmen, wenn auch häufiger anzutreffen als in der Musik.

These 6 stellt umgekehrt fest, dass auch Pop, der mal annähernd Kunstcharakter besaß, den Bach des Kommerzes runtergegangen ist.
Man könnte aber noch fragen, ob sich hier nicht neues Potenzial auftut, wo Pop eben nicht mehr so kommerziell erfolgreich ist, weil der Tonträgermarkt eingebrochen ist.

These 7 bemängelt, dass die Kunstmusik sich zu wenig von den Errungenschaften des Pop inspirieren lässt.
Dem kann nur zugestimmt werden!!

These 8 empfiehlt zusammenfassend:
Es würde der Kunstmusik gut anstehen, „etwas weniger Respekt vor der eigenen Tradition und ihren Formen und Ritualen, ihren Texten und Standards, ihren Lehr- und Lernformen zu zeigen, mehr aktives Ausfransen an den Rändern und Medien zu betreiben, mehr rebellischen Umgang mit Technologien und (neuen) Instrumenten zu pflegen, mehr Rückeroberung gesellschaftlicher Plattformen einzufordern und vermehrt Kooperationen mit anderen zeitgenössischen Kunstpraxen einzugehen.“

Soweit der Text, und wie man sich denken kann, stimme ich ihm im Großen und Ganzen zu, er ist zudem gut geschrieben und wägt ab, erfreulich, dass jemand die Initiative ergriffen hat.

Ich möchte aber (konstruktiv) daran kritisieren:

Was dem Text mangelt (ein „blinder Fleck“?), ist Selbstreflexion bzw. eine Befragung der eigenen Methodik: Wie kann es der Text erreichen, dass er selbst nicht wiederum „ohne Folgen“ bleibt?
– Es wird die Abgeschiedenheit der Kunstmusik beklagt, aber der Text selber ist in einer Fachzeitschrift abgedruckt. Vielleicht publiziert Peter Kraut ja auch in populäreren Organen, ich hoffe es. Auf Facebook oder Twitter ist er nicht aktiv. Korrektur: Ist auf Facebook aktiv! Ich nehm’s zurück, sorry.
– Der Text nennt fast keine Namen. Lachenmann wird einmal kritisiert, Helmut Oehring als gutes Beispiel genannt, eingangs werden als regelbestätigende Ausnahmen lauter Komponisten aufgezählt, die schon tot oder alt sind. Wäre es nicht produktiver, man würde mehr Namen nennen? Die Verallgemeinerungen sind gleichsam Entschärfungen, niemand fühlt sich ernsthaft angesprochen.
– Freilich gibt es mitterweile Unmengen an Beispielen, an Komponisten, die den Weg gehen, den der Autor empfiehlt, aktuell kann man in der Zeitschrift „Positionen“ zum Thema „Diesseitigkeit“ einige kennenlernen. Darum ist die ‚Schuld’ bei den Geldgebern / Organisatoren zu suchen, den die bestimmen, wer gespielt wird! Ich denke, es ist erst mal nötig, dieses Bewusstsein zu schaffen, für die Macht der Programmmacher, der Festivalleiter und Ensembles – für das Dispositiv. Es ist wohl ein fruchtloses Unterfangen, einen Komponisten, der bislang jene exklusive Art Neue Musik komponiert hat, welche der Autor rügt, dazu bringen zu wollen, dass er anders komponiert. Mir ist kein Fall aus den letzten fünfzig Jahren bekannt, in dem so eine „Bekehrung“ stattgefunden hätte. Der Hebel müsste stattdessen an den Institutionen, bei den Programmmachern angesetzt werden, der Appell müsste sich explizit an sie richten. Alles andere halte ich annähernd für Scheindebatten. (Im Übrigen ist mein Eindruck, dass sich zumindest in Deutschland die Dinge wirklich beginnen zu ändern.)

Zurück zur eingangs aufgestellten Prämisse, dass die Kunstmusik unter Legitimierungszwang steht. Tatsächlich passiert momentan aber etwas, das aus dieser jahrzehntelang ungebrochenen Tatsache ausschert. Dank Digitalisierung lassen sich Werke produzieren und verbreiten, ohne dass sie Subventionsgelder in Anspruch nehmen. Als nur ein Beispiel: Anton Wassiljews „Serialismus 2.0“ (hier). Fraglos eine typische ‚elitäre’ Neue Musik, aber völlig erhaben über Kritik, wie sie oben formuliert wurde – denn das Werk hat keinen Steuercent gekostet. Nicht, dass ich dafür plädiere, die teuren Konzerte sollten zugunsten allein solcher Formen aufgegeben werden. Aber gerade im Bezug zu der Diskussion um Relevanz der Kunstmusik wird interessant, dass die Kunstmusik in Teilen beginnt, sich einen wirklichen Freiraum zu schaffen, der frei vom unsäglichen Legitimierungszwang steht. Und irgendwie, obwohl oder gerade weil ich selber oft genug die Weltabgewandtheit der Kunstmusik kritisiert habe, freue ich mich, dass dieser Kritik auf diese Weise Boden unter den Füßen weggezogen wird.

Kulturtechno-Werbung im öffentlichen Raum

Kulturtechno geht’s blendend, seit 4 Jahren gibt es das Blog nun schon, und erfreut sich mittlerweile täglich einer mittleren dreistelligen Besucherzahl. Trotzdem, bisschen Werbung kann ja nicht schaden, und da ich ein Mann des Risikos bin, hab ich das Graffiti-Werkzeug ausgepackt und nächtens eine Berlin-U-Bahn „gebombt“.

(via Kotzendes Einhorn)

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Aphorismen des Tages:

 

Hans-Jörg Hässlich

Geburt 907-974

Matthias
Musik
Mitte

Vorführung einer Wiederherstellung Platons

Hegel
Gleichberechtigung
Studium Energie

tonikal harren

Finalkadenz politischer Zeitabstände

Klassik serialisiert

Anton Wassiljew permutiert die Noten bekannter Klaviermusik per Zufall.

Beethoven, Mondscheinsonate, 1. Satz

(hier das Original)

Chopin, Etüde Op. 25,12

(hier das Original)

(via usernamealreadyexists)

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Aphorismen des Tages:

Leidenschaftliche Modellhaftigkeit

Küsse analytisch

Subjekte
Golf
Glockengeläute

Gespenster im Uterus

Zinnmusik

Kroatische Glaubwürdigkeit

Der Abschnitt hätte zu einem Golfkrieg geführt.