Ich würde in Anlehnung an Roland Barthes sagen: Der Autor ist wie Schrödingers Katze, tot und nichttot.
(via hgn)

Ich würde in Anlehnung an Roland Barthes sagen: Der Autor ist wie Schrödingers Katze, tot und nichttot.
(via hgn)
Beim Neuer Konzeptualismus – Festival hatte ich unter 1j) „Ausschneiden und Zusammentragen“ auch Supercuts erwähnt.
Die Rede ist von einem Supercut, einer Montage aus Filmszenen zu einem ganz bestimmten Thema. Anders als in den artverwandten Mashups, die unterschiedliche und oft gegensätzliche Motive und Quellen verbinden, konzentrieren sich Supercuts auf einzelne Schauspieler oder bestimmte immer gleiche Handlungsabläufe oder Dialoge. Sie zeigen dann wie inbrünstig sich Arnie durch sämtliche Rollen schreit oder wie Bruce Willis einige Dutzend Autos schrottet. Inzwischen ist daraus ein eigenes – und eigenwilliges – Filmgenre im Netz entstanden.
Dazu ein paar Texte:
http://blog.zeit.de/netzfilmblog/2012/12/25/supercuts-genre-video-online-filmkritik/
http://www.movingimagesource.us/articles/compilation-nation-20110425
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/video-kunst-aus-spielfilmen-die-supercutter-a-852957.html
Wie schon letzte Woche angekündigt, findet heute die Ansprache zur Lage der Nation von Sascha Lobo bei der Re:Publica statt; der Vortrag wird auf voicerepublic live übertragen (nur audio!), und anschließend ist auf dieser Plattform eine Diskussion mit mir als Moderator angesetzt. Also, schaltet euch um 17.30h ein, und anschließend spricht das Volk – ihr!
Für den Stream des Vortrags wird es einen Link auf der Titelseite der voicerepublic.com geben.
Und danach geht’s hier zur Diskussion:
https://voicerepublic.com/venues/174/talks/119
Einmal im Jahr werbe ich wieder dafür, RSS zu nutzen. Da ich manchmal gefragt werde, ob man irgendwie per Mail oder so Hinweise auf neue Blogeinträge bekommen könne bzw. was es denn mit dem “RSS”-Dingens da auf sich habe: Leider hat sich immer noch nicht genügend herumgesprochen, dass es die wunderbare Einrichtung namens “RSS-Feeds” gibt; damit kann man Blogs und alle möglichen News-Webseiten abonnieren, Spiegel Online oder FAZ, Zeit.de oder Blogs wie Kulturtechno. Man braucht dafür einen RSS-Reader, ich verwende theoldreader.com; da kann man alle Blogs etc. eintragen, die man gerne lesen möchte, und ebenda dann alle deren neuen Beiträge wie in einer bunten Zeitung untereinander lesen, ohne kreuz und quer durchs Netz navigieren zu müssen und ohne was zu verpassen.
Um ein Blog zu abonnieren, klickt man in dem Reader links oben auf “Feed Abonnieren” und da gibt man dann die RSS-Adresse des Blogs ein. Diese Adresse findet sich bei vielen Blogs hinter diesem Icon:
(Leider ist der RSS-Link bei einigen Webseiten nicht so ganz leicht auffindbar, da kann man sich mit dem Firefox-Browser zB mit dem RSS-Icon (war früher standard, mittlerweile als Add-On) helfen.)
Und so auch bei Kulturtechno rechts oben, oder ich nenne die Adresse einfach mal hier:
http://www.kulturtechno.de/?feed=rss2
Und wer auch die Kommentare alle im Reader lesen will, dann noch diese Adresse ebenfalls abonnieren:
http://www.kulturtechno.de/?feed=comments-rss2
Ich kann es allen nur empfehlen: Nutzt RSS-Feeds!
Rudiger Meyer schreibt in seinem Blog gerade, mit welchen Werkzeugen er sein „tägliches Festival“ generiert. In der nächsten Positionen-Ausgabe werde ich einen Text mit genau diesem Titel schreiben, „mein tägliches Festival“ (nach einem Vortrag, den ich 2012 bei Wien Modern gehalten habe).
Christian von Borries, der die bemerkenswerte Laufbahn vom Opernhausflötisten über Konzeptkünstler zum Filmemacher hinter sich hat, hat einen neuen Film gemacht, eine große Collage mit verfremdeten Stimmen über Konsum, Repression und Michael Jackson als Choreographie von Demokratie. Es kommt auch Musik von Peter Ablinger und Iannis Xenakis vor.
Borries arbeitet „ohne Copyright“, was zur Folge hat, dass der Film nur auf einer russischen Seite zu sehen ist; habe eine Weile gebraucht, die Einbett-Funktion auf kyrillisch zu finden.
Das ist die zugehörige Website:
Und hier ist das Video eine Diskussion des Films, in Moskau:
Darin gibt es einen sehr interessanten Gedanken: Borries sagt, er kenne nur zwei Staaten, die sich nicht Demokratien nennen – selbst Nordkorea ist der Selbstdarstellung nach eine Demokratie -: China und Kuba.
Früher auf Kulturtechno:
The Dubai in me
Wolfgang Rihm zum 600. Geburtstag
Dave Soldier und Komar & Melamid haben in den 90ern nach Umfragen die unbeliebteste Musik geschaffen. Steht leider nicht online – vielleicht weil zu unbeliebt? Bei Ubu kann man’s anhören (danke, Samuel):
http://www.ubu.com/sound/komar.html
This survey confirms the hypothesis that today’s popular music indeed provides an accurate estimate of the wishes of the vox populi. The most favored ensemble, determined from a rating by participants of their favorite instruments in combination, comprises a moderately sized group (three to ten instruments) consisting of guitar, piano, saxophone, bass, drums, violin, cello, synthesizer, with low male and female vocals singing in rock/r&b style. The favorite lyrics narrate a love story, and the favorite listening circumstance is at home. The only feature in lyric subjects that occurs in both most wanted and unwanted categories is “intellectual stimulation.” Most participants desire music of moderate duration (approximately 5 minutes), moderate pitch range, moderate tempo, and moderate to loud volume, and display a profound dislike of the alternatives. If the survey provides an accurate analysis of these factors for the population, and assuming that the preference for each factor follows a Gaussian (i.e. bell-curve) distribution, the combination of these qualities, even to the point of sensory overload and stylistic discohesion, will result in a musical work that will be unavoidably and uncontrollably “liked” by 72 plus or minus 12% (standard deviation; Kolmogorov-Smirnov statistic) of listeners.
The most unwanted music is over 25 minutes long, veers wildly between loud and quiet sections, between fast and slow tempos, and features timbres of extremely high and low pitch, with each dichotomy presented in abrupt transition. The most unwanted orchestra was determined to be large, and features the accordion and bagpipe (which tie at 13% as the most unwanted instrument), banjo, flute, tuba, harp, organ, synthesizer (the only instrument that appears in both the most wanted and most unwanted ensembles). An operatic soprano raps and sings atonal music, advertising jingles, political slogans, and “elevator” music, and a children’s choir sings jingles and holiday songs. The most unwanted subjects for lyrics are cowboys and holidays, and the most unwanted listening circumstances are involuntary exposure to commericals and elevator music. Therefore, it can be shown that if there is no covariance—someone who dislikes bagpipes is as likely to hate elevator music as someone who despises the organ, for example—fewer than 200 individuals of the world’s total population would enjoy this piece.
http://awp.diaart.org/km/musiccd.html
Update: Es hat sich auch ein Video gefunden (Danke Jenny!):
The Cat Piano
Athanasius Kircher, a 17th-century German Jesuit scholar, documented some fantastical devices including the Katzenklavier („cat piano“). It has a normal keyboard in front of a line of cages, each of which has a cat trapped inside. When a key is pressed, a nail is driven into the tail of one unfortunate feline, which naturally screeches. It was designed to shock psychiatric patients into changing their behaviour, rather than be something Monteverdi could be played on. Fortunately, it was probably never built.
http://www.theguardian.com/music/2014/jan/21/10-strangest-musical-instruments
Umgesetzt schließlich von Monty Python (danke Michael)
Aus der aktuellen Keyboardliteratur zwei bemerkenswerte Stücke:
Henrique Vaz: Black MIDI (2013)
Duo piece for Piano + Dispositive (eccentric rotating mass vibrating motors – amplitude: from 6G to 13G} & MIDI Keyboard.Piano & MIDI Keyboard: Henrique Vaz
Anton Wassiljew – Keyboardstück III (2011-2014)
Keyboard, Sebastian Berweck
14.04.2014 Konzertsaal der Hochschule für Künste Bremen