Skip to content
Kategorie Technologik

3D-Drucker und Urheberrecht

Ich scheine leider einer der ganz wenigen zu sein, die sich mit Freude Zukunftsfantasien ausmalen. (Zukunft muss ja nicht nur “1984″ sein.) Eine davon sind die sog. 3D-Drucker, wie dieses – leider in schleimiger Werbeästhetik gestylte – Video zeigt:

Für mich ist es schon längst ausgemacht, dass das E-Book mittel- / lang- / wieauchimmerfristig den Verlagen die andernorts bereits wohlbekannten Probleme der Content-Industrie machen werden. Mit 3D-Druckern geht aber nochmal eine neue Dimension auf: Sollten die Dinger massentauglich werden, dann kommen ja noch Fantastilliarden neuer Urheberrechtsprozesse auf: Denn dann können sich die Kids ihre Legosteine selber ausdrucken ;-)

(Usw.: Schlüssel, Dildos, Haushaltsgeräte…).

iLiad

Auch Spiegel Online glaubt oder lanciert, das E-Book sei nicht zu überschätzen:

“Der Nutzen von Kindle und Co besteht derzeit vor allem darin, dass sie Platz sparen – mit entsprechender Speicherkarte aufgebohrt kann so ein notizblockkleines Gerät ganze Bibliotheken reisefertig machen. Aber wer braucht das? Wer würde dafür zahlen? Zumal auch E-Bücher der Buchpreisbindung unterliegen werden.
Nur Vielleser – und zwar solche, die viel unterwegs sind. Fahrende Literaturkritiker vielleicht. Mobile Lektoren. Aber ob gerade die aufs Papier verzichten wollen? Studenten unter Umständen – für die Lesegeräte wiederum den Nachteil haben, dass man in elektronischen Büchern weder Passagen anstreichen noch Seiten mit Klebezettelchen markieren kann.”

Ich bin seit Monaten Besitzer des wenig bekannten “iLiad“, und kann nur sagen: Es ist fantastisch. Man kann damit Stellen anstreichen. Und was soll das Argument der Buchpreisbindung, wenn dann erst mal im großen Stil Bücher eben per Filesharing kursieren? Leicht zu transportieren, billiger – man kann das kleinreden, aber meines Erachtens wird das der Buchbranche ähnliche Probleme bereiten wie der Musikindustrie. Ich erinnere mich noch gut daran, als die ersten Handys auf den Markt kamen und man noch Witze darüber machte. (Ich wurde ja auch in der Schule gehänselt, weil ich als Erster einen Computer hatte.) Bis es irgendwann bei der SpiegelOnline-Rubrik “einestages” aufgearbeitet verwertet wird.

Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder

“Nicht zu ersetzen durch elektronische Formen sind dagegen die Belletristik und auch das Lehrbuch. Nach wie vor ist niemand in der Lage, einen Text auf dem Bildschirm länger als drei Minuten zu lesen, und zwar so zu lesen, dass er ihn auch behält, dass er sich im Gedächtnis einprägt, und nach Tagen, Wochen, Monaten oder auch nach Jahren mehr oder weniger abrufbar ist.” [Klaus G. Saur in der Welt]

Genau, und alle wollen weiterhin die Album-CD in der Hand halten…

Ein Restaurant mit Fernbedienung

Diese Idee hatte ich schon als Kind und immer wenn ich mal wieder vergeblich den Blick einer Bedienung erheischen wollte kam es mir in den Sinn:

http://www.boingboing.net/2008/10/02/restaurant-features.html

Oder ist das jetzt unmenschlich?

wieso erst jetzt?

Endlich gibt es ein USB-Kabel, mit dem man zwei Rechner verbinden kann. Das Netzwerkgefummele ist noch ein Relikt aus Zeiten, in denen es Game- und Druckerports gab. Dass USB nun auch das löst ist eine erfreuliche Techno-Nachricht mehr. Nur kostet das Ding knapp 60 Dollar.

http://neuerdings.com/2008/09/25/media-sharing-kabel-datenaustausch-leicht-gemacht