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Kategorie Technologik

KI-generierter DeathMetal nonstop

In Harry Lehmanns Text „Die Digitalisierung der Neuen Musik – Ein Gedankenexperiment –“, der die Digitalisierungsdebatte in der Neuen Musik auslöste, gibt es den berühmt-berüchtigten Passus:

Die sich abzeichnende Neuerung wäre, dass ein ganzes Arsenal von musikalischen Objekten und Prozessen aus dem Repertoire der Neuen Musik zur Verfügung stehen – wie etwa Lachenmann’sche Geräuschfelder, Ferneyhough’sche Texturen oder Grisey’sche Spektralakkorde –, die sich in Analogie zum grafischen Programm mit wenigen Handgriffen stauchen oder strecken, instrumental färben oder homogenisieren, rhythmisch schärfen oder verunschärfen, harmonisch verdichten oder ausdünnen, im Tempo beschleunigen oder verlangsamen, mit dem Pathos-Generator beschweren, mit der Fragment-Funktion nonoisieren oder mit dem neusten Spieltechniken-Plugin avantgardisieren lassen.

Dem ist man wieder ein Schritt näher – hier wird DeathMetal künstlich produziert, und logischerweise geht das dann natürlich unendlich lang.

Das Paper von Carr und Zukowski beschreibt SampleRNN als rekurrentes neuronales Netzwerk, das sein Muster auf Grundlage von wenigen Sekunden langen Death-Metal-Schnipseln gelernt hat und das Gelernte nun sequenziell reproduziert.

(via Heise)

(Dank an diverse Tippgeber!)

Earth styletransfered onto Mars

Shi Weili hat ein Neural Network auf Satellitenaufnahmen der Erde trainiert und diesen „Stil“ auf topografische Merkmale des Mars angewandt, also auf seine Krater, die Oberfläche, die Dünen. Herausgekommen ist ein fiktiver Mars, wie er möglicherweise vor ein paar hundert Millionen Jahren mal im die Sonne kreiste.

(via Nerdcore)

Dasianische Notation von Musik

War mir bislang nicht bekannt – eine Form musikalischer Notation im 9. Jahrhundert.

Wie sich die Stoßwellen zweier Überschallflieger überlagern

Aus einem weiteren, 600 Meter darüber fliegenden Flugzeug der Typs Beechcraft King Air 200 fotografierten die Nasa-Experten nun die für das bloße Auge unsichtbaren Stoßwellen, die beide Flieger in der Luft produzierten – und die auch verantwortlich für das Entstehen des Überschallknalls sind. […] Dabei gelang es den Wissenschaftlern nach eigenen Angaben zum ersten Mal überhaupt, die Interaktion zweier Stoßwellen während des Flugs aus der Luft zu dokumentieren.

Das Foto hat die NASA nachkoloriert.

(via SpOn)

Werbung für RSS-Feeds

Es wird Zeit, mal wieder auf RSS hinzuweisen. Leider hat sich immer noch nicht genügend herumgesprochen, dass es die wunderbare Einrichtung namens “RSS-Feeds” gibt; damit kann man Blogs und alle möglichen News-Webseiten abonnieren, Spiegel Online oder FAZ, Zeit.de oder Blogs wie Kulturtechno. Man braucht dafür einen RSS-Reader, ich verwende theoldreader.com; da kann man alle Blogs etc. eintragen, die man gerne lesen möchte, und ebenda dann alle deren neuen Beiträge wie in einer bunten Zeitung untereinander lesen, ohne kreuz und quer durchs Netz navigieren zu müssen und ohne was zu verpassen.

Um ein Blog zu abonnieren, klickt man in dem Reader links oben auf “Feed Abonnieren” und da gibt man dann die RSS-Adresse des Blogs ein. Diese Adresse findet sich bei vielen Blogs hinter diesem Icon (oder der Firefox Browser hat es selbst als Icon, das einem den nötigen Link besorgt):

Und so lautet die RSS-Adresse von Kulturtechno bspw.:

http://www.kulturtechno.de/?feed=rss2

Und wer auch die Kommentare alle im Reader lesen will, dann noch diese Adresse ebenfalls abonnieren:

http://www.kulturtechno.de/?feed=comments-rss2

Ich kann es allen nur empfehlen: Nutzt RSS-Feeds!

Siehe zu dem Thema auch:
Mein tägliches Festival
Mein Mediennutzungsverhalten

Deplatziertes Telefonieren

(via FB)

Siehe dazu auch
.

Damals, als Geräte noch gelb waren

1960’s Electrohome Apollo Record Player

(via FB)

Die Freuden des Videorhythmisierens von Musik

(via FB)

Fotos von Personen, die nicht existieren

Auf der Website ThisPersonDoesNotExist.com erscheint bei jedem Neuladen ein anderes, computergeneriertes Gesicht. Die Qualität ist unterschiedlich, manchmal aber verdammt gut.
Dazu passt dann auch diese Meldung: Wissenschaftler halten ihren KI-Textgenerator für zu gefährlich und veröffentlichen ihn nicht.
Das ist erst der Anfang. Shit just got real.

(via engadget)

Außerdem:
This AirBNB Does Not Exist
This Cat does not exist

Very Slow Movie Player

Bryan Boyer spielt auf einem eInk-Filmplayer 24 Frames pro Sekunde Stunde anzeigt. Das sind 2,5 Minuten pro Bild. Decompression Art.

VSMP is an object that contains a Raspberry Pi computer, custom software, and a reflective ePaper display (similar to a Kindle), all housed inside a 3D printed case. Every 2.5 minutes a frame from the film stored on the computer’s memory card is extracted, converted to black and white using a dithering algorithm, and then communicated to the reflective ePaper display. This adds up to playing the film at a rate of 24 frames per hour, which is in contrast to the traditional speed of 24 frames per second. That’s the slow part, obviously.

Films are vain creatures that typically demand a dark room, full attention, and eager eyeballs ready to accept light beamed from the screen or projector to your visual cortex. VSMP inverts all of that. It is impossible to “watch” in a traditional way because it’s too slow. In a staring contest with VSMP you will always lose. It can be noticed, glanced-at, or even inspected, but not watched.

(via Nerdcore)