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Kategorie Museum für moderne Kunst

Utopie in der Musik heute

Moiré-Noten

Wieder mal schöne Arbeiten von Bil Smith. Draufklicken zum Vergrößern.

(via Sound Morphology)

Jeff Goldblum’s weird laugh from Jurassic Park transcribed into sheet music

Evan Kent hat’s transkribiert. Mehr davon. Ein ganzes Songbook.

(via cmuse, von denen ich selbst die Überschrift einfach übernommen habe, aber besser kann man’s nicht betiteln)

Früher auf Kulturtechno: Die Noten der Super-Mario-Sounds

Animated Scores

In meinem Weltreisetagebuch habe ich aus Island von der „Animated Scores“-Bewegung berichtet; habe mittlerweile auf der Sammel-Website mir einiges angehört/angesehen, drei Highlights:

Streichelsoundfetischvideos auf YouTube

Es knistert. In Darmstadt habe ich von dem perversen Trend auf YouTube erfahren, Aktionen von mikrofoniertem Bürsten/Streicheln hochzuladen. Auch wenn die Community (noch) nicht sehr groß zu sein scheint – das Internet gebiert neue abartige Neue-Musik-Genres. Das notgeile Hashtag lautet #ASMR. Wir warten auf den ersten SauSoundtrend, der nur noch auf YouPorn einsehbar ist.
Die Hände bleiben auf dem Tisch. Viel Spaß beim Hörgasmus. Ihr Ferkelchen.

Jennifer Walshe hat auch schon einen Beitrag zur Erotik am Instrument erstellt:

Demnächst könnt ihr dann die Sexorgie mit 100 Geigen aus „Audioguide“ hier sehen.

Kammermusik zerlegt

Malte Giesen nimmt sich sehr gekonnt klassische Kammermusik vor.

Personal data as music performance

Es heißt ja manchmal, die Leute würden heute eh freiwilllig die intimsten Sachen von sich im (öffentlichen) Netz preisgeben.
Entweder ist meine Filterbubble da ganz anders oder das stimmt einfach nicht. Es sind zwar mehr Urlaubsfotos und vielleicht auch Familien- und die ominösen Partyfotos, aber das ist immer noch weit von wirklich sensiblen Dingen entfernt – unter meinen ~1500 Facebookfreunden findet sich so gut wie niemand, der da ins Detail über Sexualleben, Krankheiten, Kontostand geht.
Max Marcoll hat hingegen die Herausgabe persönlicher Daten zur Performance gemacht – „unterm Schutz von Struktur“ (Nicolaus A. Huber).

Eine „Sprechperformance zur Kommunikationsüberwachung“ von Maximilian Marcoll

Mindestens fünf PerformerInnen werden benötigt.
Der Text ist eine Liste persönlicher Informationen. Die Stich wörter (Name, Adresse, etc) werden synchron gesprochen. In den jeweils darauf folgenden Abschnitt en soll jede_r Mitwirkende ihre/ seine jeweiligen Daten sprechen.

Name: Vor- und Zuname

Tag/Monat: zB: „fünften Januar“

Jahr: Vollständige Jahreszahl, zB. „Neunzehnhunderteinundachzig“

Religion: zB: „Atheist“, „Christ“, „Buddhist“, „jüdisch / Jude“, „Moslem“ etc

Adresse: Strasse und Hausnummer

PLZ: Postleitzahl

Ort: Der Wohnort

Telefon: Telefonnummer mit Orts- oder Mobilvorwahl

Email: Emailadresse

Passwort: Das Zugangspasswort zur Emailadresse

Service: Ein beliebiger anderer (genutzter) registrierungspflichtiger Internetdienst. zB.: „Amazon“, „Google“, „YouTube“, „Facebook“, „Twitter“, etc.

Nutzername/Passwort: Die zu dem jeweiligen Service gehörigen Zugangsdaten

IBAN: Internationale Bankkontonummer. Immer eine Ziffer pro Viertelnote sprechen. Die IBAN hat in Deutschland 22 Stellen, in Österreich
20, in der Schweiz 21. Im Zweifelsfall am Ende mit Nullen auffüllen.

Partitur

Johann Sebastian Bach: „Kapital und Interessen“ (aus BWV 168)

Könnt ich in einem Musiktheater singen.

(Danke für den Hinweise, Michael)

Beethoven #5, umskaliert

Keine Skala hält mehr. Gordon Kampe hat das nun an Beethovens 5. praktiziert.

(via Da muss Fleisch dran)

Früher auf Kulturtechno: Arnold Schönbergs Klavierstück Op. 33a als Eintonstück

Charthits, Stockhausen’d

Hannes Seidl hat die Deutsche Hitparadengeschichte durch die Struktur von Karlheinz Stockhausens Studie II gefiltert.

Die letzten 25 Jahre in No. 1 Hits der deutschen Jahrescharts dargestellt durch Karlheinz Stockhausens Studie 2 5x.

Excerpt of the premiere recording: 1st run-through (Years 1989 – 1994)