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Kategorie Museum für moderne Kunst

Hitlerbolero, equalized

Vor Jahren habe ich das „bolero’d“-Konzept – eine Aufnahme in kleine Schnippsel teilen und diese dann der Lautstärke nach ordnen – auf die berühmte Ausrast-Szene aus dem Film „Der Untergang“ angewendet.

Florian Käune hat meine Version nun wiederum in den Lautstärken auf ein gleiches Gesamtniveau gebracht. So könnte man auch den Bolero aufführen.


Niclas Thobaben
hat dem noch einen Beat algorithmisch unterlegen lassen. Dann nix wie los und tanzen.

Musik aus heimlichen Aufnahmen von Leuten, die Gitarren ausprobieren

Noah Wall hat heimlich Leute in Musikgeschäften aufgenommen, die dort Gitarren ausprobieren. Aus dem Material hat er dann ein ganzes Album komponiert. Experimentelle Musik.

March 27, 2015. It’s about 3 on Friday. School’s out and people are headed to Guitar Center Manhattan. I’m going there to do some field recording. A block away, I put on a pair of microphones you might find in a spy catalog. They look like earbud headphones but are actually binaural (stereo) mic’s that go in each ear. No one suspects I’m recording them – more like listening to music or something…

http://www.aux.tv/2015/04/this-guy-made-an-album-out-of-people-trying-instruments-at-a-guitar-store/

Danke für den Tipp, David!

Das kompositorische Gesamtwerk Nietzsches als Playlist

(via openculture)

Vor einiger Zeit hatte ich das Konzept geschrieben:
„Sämtliche Kompositionen von Friedrich Nietzsche orchestrieren.“

Schönberg auf Rädern

Schlingensief hatte mal die Straße des Ruhrgebiets mit Wagner beschallt, jetzt kommt die USC Roski School of Art in den Genuss von Zwölftonmusik.

Truck No. 1 will be playing “Brettl-Lieder,” composed in 1901, a young Schoenberg’s foray into cabaret songs that foreshadowed his later compositions.

Truck No. 2 will play “Gurre-Lieder,” a piece composed from 1901 to 1911 and the first that garnered Schoenberg wide recognition. It tells the medieval legend of the Danish king Waldemar and his mistress, murdered by Waldemar’s queen.

Truck No. 3 will broadcast “Erwartung, Opus 17,” a 30-minute opera for single soprano with orchestra.

Truck No. 4’s composition, “Wind Quintet, Opus 26,” dates to 1924 and is an early example of his 12-tone method.

And Truck No. 5 will waft “Phantasy for Violin and Piano, Opus 47,” written in 1949, which represents his mastery of the ambiguity of form and the asymmetry of phrasing.

The trucks, which will operate during daylight business hours, will play music anywhere on campus that has no amplified music restrictions.

http://news.usc.edu/76576/mobile-music-a-la-carts-coming-to-university-park-campus/

Du wirst gezwungen werden zu denken, was du hören wirst

Eine schöne Videoarbeit von Steffen Krebber. Leider nicht einbettbar, also folgt dem Link:
http://www.steffenkrebber.de/Steffen_Krebber/Steffen_Krebber_Video_Weissagungen.html

(via Carola)

5€-Piece

Jedes mittlere C aus Tristan und Isolde

Erik Carlson ist u.a. ein Partiturkonzeptualist. Seine Partituren sind kaum spielbar oder sollen es auch gar nicht, aber betreibt dennoch einen gigantischen notensetzerischen Aufwand, eben solche Partituren zu setzen. Bspw. die komplette Winterreise, alphabetisch geordnet, sämtliche Paukenstimmen aus Brucknersymphonien gleichzeitig, ein Beethoven-Streichquartett abzüglich aller Pausen, oder: die komplette Tristan-Partitur, gefiltert auf dem eingestrichenen c‘. Respekt.

Um es an der Stelle loszuwerden: Habe schon länger die Idee, eine maximal große pdf-Datei mit den Noten eines Orgelstücks (algorithmisch natürlich) herzustellen, also ein Orgelstück mit ~100.000 Seiten oder so. Kommt noch.

Ein Film über John Cage im Format 4:33

I am sitting In Stagram

Alvin Luciers Klassiker, diesmal auf Instagram angewendet:

Künstler und Tüftler Pete Ashton aka Art Pete hat die digitale Kompression getestet indem das selbe Foto 90 mal hintereinander auf seinen Instgram-Account lud, einen Screenshot machte und diesen wieder hochlud.

(via kfmw)

Früher auf Kulturtechno:
I am sitting in YouTube
Kompressionstod

Georg Hajdus Online-Oper „Der Sprung“

Wenn zur Zeit oft die Rede vom „Neuen Konzeptualismus“ ist und dass das stark mit der Digitalen Revolution zusammenhängt, dann soll nicht übersehen werden, dass es natürlich schon Computerkomponisten gab, bevor jeder eine Audio-Video-Factory in Form des Apple-Laptops bei sich stehen hatte, und die nicht zufällig mindestens teilweise konzeptuelles Denken in ihrer Musik praktizierten und praktizieren. Zu nennen wären da zum Beispiel: Clarence Barlow, Orm Finnendahl, und: Georg Hajdu.

Es gäbe viel zu schreiben über Hajdu, der konsequent als Komponist auch Software-Entwickler und Wissenschafter ist. Auf seiner Website gibt es dazu viel zu erfahren.
Diesbezüglich will ich hier einen Aspekt herausgreifen: Seine Oper in Zusammenarbeit mit Thomas Brasch „Der Sprung“ ist online sehr ausführlich dokumentiert, mit Klangbeispielen nicht nur des fertigen Werks, sondern auch der kompositorischen Grundlagen, dazu Texte zur Entstehung und begleitende Reflexionen, Videos usw. Multimedia heißt ja nicht notwendig, dass da Musik und viele bunte Bilder einen bombardieren. Auch diese Online-Dokumentation der Oper ist eine Realität dieses Stücks; „Beschreibung einer Oper“.

http://georghajdu.de/dersprung/

(Nicht alle Links auf der Seite funktionieren, ist ein „Work in Progress“..)