(Domenico Zampieri, Sainte Cécile avec un ange tenant une partition / Louvre Paris)
Gebetsbank vor Geldautomat
Die Künstlergruppe „Rocco und seine Brüder“ hat’s im Sommer installiert.
Ungläubige Blicke der Streife unseres #A26 nach Anzeige dieser "Entweihung" eines EC-Automaten am U-Bhf. Güntzelstraße.#OMG
^tsm pic.twitter.com/DbEv7nCCn1— Polizei Berlin (@polizeiberlin) 10. Juli 2017
(via kfm)
Erwin Schulhoffs „Symphonia Germanica“ (1919)
Aus der dadaistischen Periode des später von den Nazis ermordeten Komponisten. Aus der Zeit auch sein Stille-Stück „In futurum“ und die „Sonata Erotica„.
(Draufklicken zum Vergrößern)
Update: Zuerst stand in der Überschrift der falsche Titel „Sonata Germanica“. Danke für den Hinweis, Hyun-Mook.
Olivier Messiaens >Louange à l’Éternité de Jésus< on Theremin & Bass
Etwas dumpf vielleicht, aber doch eine sympathische Adaption
(via Synthopia)
Alexander Schuberts >Silent Posts<
Die Idee der entwickelnden Variation findet sich in der jüngeren Musikgeschichte immer wieder, sei es im Rekursions-Klassiker „I am sitting in a room“ von Alvin Lucier oder in der Variante mit dem Menschen als Variable als „Stille-Post“-Konzept etwa bei Mathias Spahlinger oder Christian Kesten.
Alex Schubert hat das jetzt in heutige Medien übertragen – eine Video/Musikvorlage wird an willige Remixer*innen weitergegeben, auf dass deren Adaptionen wiederum geremixed werden, bis ein Stück der Reihe mit dem Ausgangsmaterial nichts mehr gemein hat, und so weiter. Ein paar Einblicke in das spannende Projekt-
Hanno Ehrlers Radiofeature „Zurück in die Gegenwart“ – über >diesseitige< Musik
Im Sommer strahlte Deutschlandfunk dieses Feature von Hanno Ehrler aus, in dem auch meiner einer vorkommt. Jemand hat die Sendung mitgeschnitten und hochgeladen.
Diesseitigkeit
Zurück in die GegenwartUrplötzlich ist zeitgenössisches Komponieren aus dem Dornröschenschlaf aufgewacht. Mit einem Mal will sie sich nicht mehr im Elfenbeinturm verbergen. Man möchte „diesseitig“ sein, Gegenwart am eigenen Leibe verspüren und sich in dieser tummeln. Wie aber kommt es zu dieser plötzlichen Aktivität?
Von Hanno Ehrler
Jüngere Komponistinnen und Komponisten sind mit dem Neue-Musik-Betrieb unzufrieden. Sie wollen ein größeres Publikum ansprechen, und eine zeitgenössische Musik, die auf ihre Lebenswelt reagiert. Mit Begriffen wie „Diesseitigkeit“, „neuer Konzeptionalismus“ und „neue Disziplin“ umschreiben sie ihren Wunsch, mit ihrer Musik die Gegenwart zu reflektieren. Solcherlei gab es in der Geschichte der Neuen Musik schon einmal. In den 1960er Jahren ging es darum, „politische Musik“ schreiben, die sich mit der aktuellen Situation der Welt beschäftigt. Autor Hanno Ehrler wirft in seinem Feature die Frage auf, ob der derzeitige Aufbruch der neuen Musik wirklich so neu ist, wie er sich gibt?









