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Kategorie Museum für moderne Kunst

Auf den Punkt

(Danke, Nina)

In stillste ruh
Besonnenen tags
Bricht jäh ein blick
Der unerahnten schrecks
Die sichre seele stört

So wie auf höhn
Der feste stamm
Stolz reglos ragt
Und dann noch spät ein sturm
Ihn bis zum boden beugt:

So wie das meer
Mit gellem laut
Mit wildem prall
Noch einmal in die lang
Verlassne muschel stösst.

(Stefan George)

Manos Tsangaris’ >Schwalbe<

Softwarekompositionsästhetiker

Das Netz sprudelt nur so vor Kompositions- und Synthesizersoftwares. Manche Komponist*innen wenden nun gerade ihr Augenmerk auf all diesen Output und untersuchen konstant all diese Programme auf Potenzial jenseits des Mainstreams; das finde ich interessant.

Alexander Strauch hat zumindest zeitweilig sich mit Stimmsynthesizern beschäftigt

Und insbesondere bei Stefan Hetzel scheint es mittlerweile so zu sein, dass ein beträchtlicher Teil der kompositorischen Arbeit das ständige Kennenlernen neuer Tools aus dem Netz ausmacht. Immer wieder zeigt er neue Stücke, jedes wieder mit einem anderen Programm erstellt oder zumindest Arbeit damit integriert.

Formal handelt es sich dabei um ein Klavierstück, doch habe ich während seiner Entstehung keinerlei Klaviatur berührt. Stattdessen zweckentfremdete ich das Programm „midiLooper“, das eigentlich dem Bauen von Drumloops dienen soll, mit einem Klavier-Sound. Die komplett unpianistische und zumindest in einigen Passagen für einen Menschen unspielbare Textur der Musik erklärt sich dadurch.

Mit midiLooper ist es möglich, via Mausklick mehrere Endlosschleifen aus je bis zu 128 rhythmisch aufeinander abgestimmten Einzelereignissen zu erstellen, in Gang zu setzen und dann im vollen Lauf zu modifizieren. Dadurch wird etwas möglich, was man „iterierte Schleifenimprovisation“ nennen könnte.

Kann man hier hören:
https://stefanhetzel.wordpress.com/2016/12/18/zwangsgedanke-fuer-selbstspielklavier-eplayer-realisierung/

(Hetzel lädt alles nur auf archive.org hoch, wo es für Außenstehende leider schwer gemacht wird, einen Embedd-Code zu finden.)

Cages Musik, mit Cage-Techniken geremixt

The 10-minute Davis track, “through the villagepleasant (John Cage remix),” submits the entire collection of Cage’s work from the Mode Records label into an aleatoric blender, and it yields as a result something that sounds very much like a Cage piece: flush with ideas, charmingly impatient.

(via Disquiet)

Früher auf Kulturtechno:
Williams Remix
John Cage – Monsterlist
John Cage Memorial Random Composer Award
Ein Film über John Cage im Format 4:33

Rhythmen mit Licht komponieren

.. wird für immer mehr Komponist*innen ein Betätigungsfeld. Hier eine Arbeit von Andreas Eduardo Frank.

Wie Homers Odyssee gesungen worden sein könnte

In diesem Stil die heutigen Nachrichten vortragen.

“In the course of the last years,” write Danek and Hagel, “we have developed a technique of singing the Homeric epics, which is appropriate for the primarily oral tradition from which these poems emerge.” The two scholars caution that their theoretical recreations are “not to be understood as the exact reconstruction of a given melody, but as an approach to the technique the Homeric singers used to accommodate melodic principles to the demands of the individual verse.” Accompanied by a four-stringed lyre-like instrument called a phorminx, “the Homeric bard” would improvise the “melody at the same time as he improvised his text, which was unique in every performance.” In the audio above, you can hear Danek and Hagel’s melodic recreation of lines 267-366 of book 8 of the Odyssey, in which Demodocus sings about the love of Ares and Aphrodite.

(via openculture)

Rhapsody Rabbit und der Urheberstreit

Kürzlich hatte ich hier Trickfilme, die auffällig oft Franz Liszts Ungarische Rhapsody Nr.2 verarbeiten. Tja und prompt ereignete sich dabei auch ein Copyright-Streit.

The same year Rhapsody Rabbit charmed cartoon and classical music lovers alike, MGM studios released a suspiciously similar cartoon, The Cat Concerto, featuring its characters Tom and Jerry. MGM’s cartoon went on to win the 1946 Academy Award for Best Short Subject: Cartoons.catconcertotitle

Since the two cartoons both feature an animal attempting to play the Hungarian Rhapsody No. 2 while being antagonized by a mouse, it’s not surprising that Warner Bros. accused MGM of plagiarism. In turn, MGM accused Warner Bros. of the same.

http://www.wfmt.com/2016/10/22/rhapsody-rabbit-caused-controversy-oscars/

Zum Vergleich-

Der Mann, der höher singt als das Klavier spielen kann

Faszination Schach WM – Nachdenken live

Sport extrem. Das ist absolut Hardcore.

Nächste Woche dann die krassesten Aufnahmen von Jürgen Habermas.

(via Kottke)

TV-Doku über Orm Finnendahl

Schöner Film über die Arbeit meines früheren Lehrers und Mentors.