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Portrait meines Großvaters Robert Kreidler (1902-1985) mit Schallwellen

Stolz ist das falsche Wort – ich bin einfach ein bisschen froh, dass er (und seine Frau, meine zu früh verstorbene Großmutter) entschiedene Nazigegner waren.
Aus ihrer Meinung über das Regime machten beide öffentlich keinen Hehl, und im Krieg versteckte die Großmutter zu Hause einen Deserteur.
Wahrscheinlich bewahrte sie vor der Verhaftung nur der Umstand, dass sie in einem sehr abgeschiedenen ländlichen Gebiet im Schwarzwald mit dessen spezieller
familiär-sozialer Struktur lebten. Jedoch wurde er, zweifellos als Maßregelung, trotz fortgeschrittem Alter schon 1940 als Soldat eingezogen. 1947
kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück, mit nur noch 3 Zähnen. Sein Leben lang blieb er in freundschaftlichem Kontakt mit dem französischen Bauern,
auf dessen Betrieb er 1945-47 arbeiten musste. Später habe ich meinen Vater gefragt, warum dessen Eltern eigentlich Nazigegner waren – das war im
historischen Kontext ja nicht selbstverständlich. Mein Vater konnte es nicht sagen. In Erinnerung habe ich ein Bild vom Opa, den ich als
kleines Kind noch kennenlernte, >komponiert< , nach Vorlage eines Fotos, das mein Vater von ihm Mitte der 1960er Jahre schoss.

Portrait des Komponisten Mathias Spahlinger

Portrait der Menschenrechtsaktivistin und Musikerin Maria Kalesnikova

„Juste Retour“ @Documenta 15

Portrait des Komponisten Friedrich Schenker mit Schallwellen (2022)

Frisches Set von mikrointervallischen Pfeifen aus dem 3D-Drucker

Kleiner Einblick in meine Werkstatt.

War Sound-Pictures

Nina Noeskes Radio-Essay über Anachronismen musikalischer Gegenwart

Sehr schöne Sendung von Nina Noeske. Darin auch einige Reflexionen über meinen bei den Donaueschinger Musiktagen 2021 uraufgeführten Film „20:21 Rhythms of History„.
(Dem Manuskript verdanke ich den Hinweis auf das Nietzsche-Zitat in meinem Vortrag über „20:21 Rhythms of History“.)

„Gegenwart“ ist in aller Munde: Während Hans Ulrich Gumbrecht von der „breiten Gegenwart“ spricht, mit einer übergroßen Vielfalt an Möglichkeiten und daher nur wenig „konturiert“, geht Armin Nassehi von den „Gegenwarten“ im Plural aus. Giorgio Agamben indes konstatiert, dass wahre Zeitgenossenschaft mit einem Abstand zur jeweils eigenen Gegenwart einhergeht.
Was aber bedeutet all dies für die aktuelle Musik? Welche Musik lässt sich als ‚Musik der Gegenwart‘ oder wahrhaft ‚zeitgenössische Musik‘ definieren, wenn musikalische Gegenwärtigkeit stets ein Moment der Abweichung – und damit einen Anachronismus – impliziert?

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/unzeitgemaess-anachronismen-musikalischer-gegenwart-swr2-essay-2022-05-01-100.html?fbclid=IwAR2rkwmxGxrM6yTvWE2CynjKx89F_6JmBDPlfiMEBNaBMjrQZ3SaUKvFGks

Courses in Basel 10

20:21 Rhythms of History, Vortrag

Vortrag über meinen letztes Jahr bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführten Kinofilm 20:21 Rhythms of History, gehalten am 29.3. an der Hochschule für Musik Basel