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Links in eigener Sache

-Videos der Aufführungen von >Fremdarbeit< und >product placements< in Melbourne bei Liquid Architecture 2016 stehen jetzt online.

-Von der Podiumsdiskussion in Wien an der Kunstuniversität im Januar über die >Schreibwerkzeuge der Komponist*innen< mit Iris ter Schiphorst, Karlheinz Essl, Johannes Maria Staud und mir, moderiert von Bernhard Günther, steht jetzt das Video online.

-Haesung Yoon hat in Südkorea mein >Klavierstück 5< gespielt.

-Das Programm der diesjährigen Darmstädter Frühjahrstagung für Neue Musik (5.-9.April), die zum Thema >Clash< hat, und wo ich mit dem Vortrag "Nebeneinander, Gegeneinander, Miteinander. Ästhetische und diskursive Pluralität heute." und einem Konzert mit >Fremdarbeit< dabei sein werde, steht online.

-Das Radioportrait von Jakob Bauer über meine Wenigkeit, gesendet im Januar 2017 auf RBB Inforadio, steht jetzt online.

-Die Radiosendung “Leftovers” von Hannes Seidl, gesendet im März 2014 auf DeutschlandRadio Kultur, in der auch ich zu Wort komme und Musik von mir erklingt, steht jetzt online.

-Die Radiosendung “Dresscode Neue Musik” von Julia Mihaly, gesendet auf SWR2 am 23.1.2017, auch mit Musik und Statements meinerseits, steht jetzt online.

-Für italienische Leser*innen: Das Blog Percorsi Musicali hat einen längeren Beitrag über meine Arbeit geschrieben.

-Jan Topolski hat einen Text über Konzeptmusik in Polen geschrieben, darin auch Bezug genommen zu meiner Arbeit.

Lecture “a new virtuosity: performance practices in new music”

Vortrag von Owen Davis an einer amerikanischen Universität über heutige performative Ausdrucksformen in der Neuen Musik. Auch mit Beispielen aus meinen Arbeiten [ab 37'30"].

As soon as new music began to provide an alternative to conventional music in terms of construction, conception, and aesthetics, the mode of production became drastically different and experimental to accommodate this movement. Debussy said that “a day and age of planes, trains, and telephones needed its own music”. Now in a day and age in which people are making new music for a new future, the techniques involved in this work are ever evolving and even resisting being normalized and categorized into systems of value judgements or technical virtuosity.

Reaktionen auf Blogpost “Mein Mediennutzungsverhalten”

Das Posting über mein Mediennutzungsverhalten hat ein paar Antworten bekommen, danke!

Stefan Hetzel hat sein tägliches Festival ebenso aufgedeckt wie Dennis Schütze.
Außerdem hat Martin Hufner meinen Anstoß, es müsse eine Website geben, die aktuelle Neue-Musik-Sendungen der ARD verlinkt, aufgenommen. Leopold Hurt verweist in dem Zusammenhang auf diese Website.

Warum blieb die Neue Musik lange Zeit von den Entwicklungen der Bildenden Kunst unberührt?

Zu obiger Frage hat Stefan Hetzel die Diskussion angeregt, die er wiederum gebloggt hat, mit meiner Beteiligung:

https://stefanhetzel.wordpress.com/2017/02/19/debatte-ueber-das-verhaeltnis-von-kuenstlerinnen-und-komponistinnen/

Hier wird eine Sache ausführlicher betrachtet, die ich verschiedentlich in meinen Texten der letzten Jahren berührt habe, bspw. in
Mit Leitbild?! Zur Rezeption konzeptueller Musik
Das Neue am Neuen Konzeptualismus
Der erweiterte Musikbegriff
und Der aufgelöste Musikbegriff.

Schon einmal hat (meines Wissens) ein Blogger eine Diskussion zur Neuen Musik aus Facebook heraustransferiert: Die von Ian Pace angestoßene Kontroverse über die Protestaktion bei den Donaueschinger Musiktagen 2012.

Jetzt erschienen: Email-Wechsel Kreidler-Seidl in den MusikTexten

Quo vadis >Musik< ?
Nachdem ich in den letzten Jahren zwei Texte dazu publiziert habe, Der erweiterte Musikbegriff und Der aufgelöste Musikbegriff, habe ich mit Hannes Seidl, der zu letzterem Text eine konträre Position eingenommen hat, einen Gedankenaustausch via Email geführt, der nun in den MusikTexten erschienen ist.

Snip aus Kreidl-Seidler:

Seidl: Ich würde sagen, dass der Rahmen die Betrachtungsweise auf ein Objekt oder eine Situation erst generiert und somit zu ,Musik‘, ,Film‘, ,Politik‘, was auch immer macht. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, schreibst Du in Deinem Text „Der aufgelöste Musikbegriff“, dass der Rahmen ,Musik‘ sich in den generellen Begriff der ,Kunst‘ auflöst. Das finde ich grundsätzlich vorstellbar und Juliane Rebentisch hat diese Theorie ja bereits für alle anderen Künste aufgestellt (interessanterweise bislang aber nicht für die Musik). Die Frage wäre für mich dann aber: Warum bei Musik aufhören; man kann – wie Dietmar Dath – noch weiter gehen und gleich das Ende der Kunst antizipieren, die ja an sich fragwürdig ist.
[...]
Kreidler: Ich sehe Auflösungserscheinungen von ,Musik‘, aber weniger von ,Kunst‘ schlechthin. Meine Fragen gehen deshalb dahin, was denn harte Kriterien sind, nach denen sich Kunstpraktiken dennoch unterscheiden. Um die allgemeinsten zu nennen: Raum und Zeit. Einen Rhythmus, sei er mit Klang, Licht oder Video artikuliert – alles Medien, mit denen Komponist/innen als ,Rhythmus-Expert/innen‘ derzeit gerne gestalten –, erlebt das Publikum körperlich passiv, während es sich Kunst im Raum durch Körperbewegung erschließt. Materielle Objekte sind wiederum verkaufbar, während Zeitkunst flüchtig ist oder reproduziert werden muss. Und so weiter. Nach solchen Parametern sortiert sich nach wie vor vieles, während, das ist zunächst einfach meine interessierte Beobachtung, die Ordnung „Musik“ anfängt zu verblassen bzw. historisch wird.

Mein Mediennutzungsverhalten

Bei Krautreporter gibt es die schöne Serie „Medienmenü“, bei der Leute erzählen, in welcher Form sie heutzutage (statt Zeitung, TV und Telefonieren) Informationen bekommen und Kommunikation betreiben. Das ist interessant, weil es ja heute so viele Kanäle, Praktiken und Gewohnheiten gibt bzw. die auch wiederum in stetem Wandel begriffen sind.
Dem schließe ich mich jetzt ungefragt (nein, stimmt nicht, auf FB gab’s dazu unlängst einen kleinen Thread) an; angerissen hab ich das Thema auch schon mal in dem Text „Mein tägliches Festival“.

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Meine Hauptlesequellen im Netz sind der RSS-Reader und FB.
Im RSS-Reader („theoldreader“; dem von Google trauere ich immer noch nach) habe ich ca. 100 Blogs und Zeitungen abonniert, unsortiert, nur chronologisch. Den Reader überschaue ich eigentlich immer komplett, auch wenn ich mehrere Tage offline war und sich 3000 Beiträge gestapelt haben, wird alles durchgesehen früher oder später. An Zeitungen habe ich darin das Spektrum von Welt über FAZ, SZ, Spiegel, ZEIT, taz und FR bis zum FREITAG, dann viele Musik-, Kunst-, Politik- und Technikblogs international, Meinungsschreiber*innen, Allesmöglichesammler*innen bis hin zu Lustigebildchen und Tolldreistegeschichten. Viele davon sind in meiner Blogroll gelistet. Meistens markiere ich interessante Beiträge erst mal, um sie später am Stück zu lesen.

Auf FB nutze ich die wenig bekannte Listenfunktion. Habe Listen für News, Musik, Kunst, Kultur, Spaß, wo vor allem Seiten und auch einige Freunde zugewiesen sind, sonst für die Freunde auch noch mehrere Listen. Gut an den Listen ist, dass sie chronologisch alle Beiträge zeigen, also keine Vorsortierung stattfindet. Die Listen lese ich in unterschiedlicher Häufigkeit. Natürlich fallen viele meiner mittlerweile 2500 FB->Freund*innen< untern Tisch, aber doch lese ich ziemlich viel. Den normalen, algorithmisch sortierten Feed hab ich natürlich auch noch als Option. Beim FB-Durchscrollen verwende ich wiederum gerne die Speicher-Funktion, um interessante Beiträge später, beispielsweise in der Bahn dann am Stück zu lesen.

Leider wird mir FB derweil von Veranstaltungs- und Seiteneinladungen regelrecht verpestet, eine Zeit lang musste ich bei praktisch jedem FB-Aufruf erst mal derlei Nachrichtenhinweise wegklicken; es ist nichts anderes als Spam, wenn einen jemand zu einer Veranstaltung auf einem anderen Kontinenten einlädt oder sich jemand nur mit dir >anfreundet<, um gleich ihre*seine Künstler*innenseite zum Liken hinterherschickt. Darum schreibe ich mittlerweile jeder*m neuen >Freund*in<, dass auf derlei bitteschön verzichtet werden soll. Für Veranstaltungseinlader*innen gibt’s noch eine >Mute<-Funktion, für Seiteneinlader*innen leider nicht, die schmeiß ich kurzerhand wieder raus. Und siehe da, es funktioniert, mein FB ist wieder lesbar geworden (und endlich macht es wieder Spaß, Seiten zu liken und auf Veranstaltungen - wohlgemerkt: in der normalen Timeline – aufmerksam zu werden).

Was Kommunikation betrifft, ist mir die Email immer noch am liebsten. Das Telefon hat dagegen praktisch ausgedient. Zu Hause nehme ich wenn’s Telefon klingelt normalerweise nie ab (außer bei sehr nahestehenden Personen), denn ich sitze ja nicht däumchendrehend da und warte, dass mich jemand anruft, sondern mache immer irgendwas, d.h. ein Anruf unterbricht mich immer dabei, das will ich nicht. Email dagegen kann man beantworten wann man will, außerdem fasst man sich da kurz & klar, und hat man auch alles kommunizierte schwarz auf weiß. Natürlich gibt’s mal Dinge, die man telefonisch viel besser besprechen kann, aber dann vereinbare ich mit dem*r Kommunikationspartner*in eine Telefon(oder Skype)zeit. Neben Email ist auch der FB-Messenger eine Option, da hat man eben viele Kontakte schon gespeichert und zur Hand.

An Zeitschriften habe ich neben ein paar musikalischen Fachzeitschriften noch Kunstforum International abonniert; die Zeitschriften teilweise digital, teilweise noch im Holzmedium. Generell bemühe ich mich aber, mein Büro so papierfrei wie möglich zu halten, d.h. alle wichtigen Dokumente werden eingescannt und das Papier hernach entsorgt. Bücher lese ich entweder digital oder ich leihe sie von der Bibliothek. Besuchern gegenüber mag es peinlich aussehen, dass sich in meiner Wohnung kein einziges Bücherregal findet (die Bücher, die ich noch besitze, sind in der Abstellkammer verstaut), aber in Wahrheit lese ich bestimmt eine annähernd dreistellige Bücherzahl im Jahr. Nur besitzen will ich sie nicht, jedenfalls nicht als physisches Ding. Was mir von Büchereibüchern wichtig erscheint, notiere ich mir raus.

Einen Fernseher habe ich nie besessen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen fand ich TV immer ordinär, selbst ARTE halte ich noch eher für ein Kultur-Pro7, aber da bin ich eben superelitär, genauso kann ich praktisch keinen Kinofilm schauen, weil das im Verhältnis zum Theater so dermaßen mainstreamig-kommerziell ist, selbst noch sogenanntes Autorenkino. Ästhetische Errungenschaften wie >postdramatisches Theater< sind im Kino praktisch inexistent, also dass mal keine >Geschichte< erzählt wird, es keine >Charaktere< gibt. Außerdem, was TV betrifft, kann ich mich nicht auf feste Sendezeiten ausrichten. Dafür gibt’s zum Glück heute die Mediatheken – wenn die nur mal ihr Angebot länger als 7 Tage bereit hätten...
Radio hör ich im Netz, da aber fast nur Sendungen zur Neuen Musik, und leider gibt es davon noch fast keine in der Mediathek, ein großes Ärgernis für den*die Gebührenzahler*in... Wünschenswert wäre: 1. alle Neue-Musik Sendungen in der Mediathek, und zwar für immer, 2. eine Website, die senderübergreifend die Neue-Musik-Sendungen der Woche verlinkt.

Dann ist da noch Twitter- das geht bei mir in Phasen, mal lese ich exzessiv dort, dann wieder wochenlang fast nicht. Twitter ist mein Harald-Schmidt-Show (eine der wenigen Fernsehsendungen, denen ich früher treu war) – Ersatz geworden, launige Bemerkungen zum Tagesgeschehen, und selber lege ich meinen Senf dort auch immer wieder aufs Band.

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Soweit derzeit, in 12 Monaten kann es anders aussehen. Gerne würde ich so einen Report auch von den geschätzten Bloggerkolleg*innen meines Umfeldes lesen…

Links in eigener Sache

Die Zeitschrift “Classic Voice” hat in einer großen internationalen Umfrage die >wichtigsten Komponist*innen< seit dem neuen Jahrtausend zu ermitteln gesucht. Es wurden 100 Kritiker*innen, Musiker*innen und Veranstalter*innen gefragt.
Auch wenn ich in dem Ranking gut dastehe, ist mir derlei Wettbewerberei und Rangelei ein Gräuel, sie ist ungerecht und stiftet Unfrieden, und wenn man mich gefragt hätte, hätte ich wohl größerenteils andere Stücke genannt.

Jakob Bauer hat für RBB Inforadio einen Werkstattbesuch bei mir gemacht.

Seth Kim-Cohen hat einen Essay über mein Musiktheater Audioguide geschrieben, der nun in der Zeitschrift Polygraph erschienen ist.

Die Galerie La Plaque Tournante hat für ihre Jahrespublikation ein Notationswerk bei mir bestellt. Sie hing in dem Zuge im Museum Hamburger Bahnhof Berlin in der Ausstellung “Friends with Books”.

Gisela Nauck hat für DeutschlandRadio Kultur ein Feature über den “Wirklichkeiten”-Kongress Stuttgart produziert – “Von der Eroberung der Wirklichkeit. Ein Kongress auf den Spuren eines neuen Realismus“, darin auch O-Töne und Musik von mir.

Vom Musiktheater “Démesure” des Zafraan Ensemble, in dem auch Musik von mir eingewoben wurde, gibt es einen Trailer.

Eine Präsentation meiner Arbeit an der King’s University London im Dezember 2015 wurde mitgeschnitten.

Zubin Kanga hat meine Study for Piano, Audio and Video Playback eingespielt:

In der Neuen Musikzeitung ist ein Interview mit Harry Lehmann über die “Gehaltsästhetische Wende” erschienen.

Einige ältere Texte von mir stehen nun online: digital naives oder digital natives, Mathias Spahlingers Zumutungen, COIT, Die Stilmelodie, Das totale Archiv, Komponieren heute, Der will nicht nur spielen, Hypermoderne Kunst.

Habe meine Website inhaltlich erweitert, die Werke gibt es jetzt auch in medialer Anordnung, die Doku-Seite besteht jetzt aus Links, und die auf YouTube gesperrten Videos sind jetzt auf einem Vimeo-Kanal.

Alternde Banknoten

So schnell wird man historisch. Meine mit Noten versehenen Banknoten altern rapide.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am 4. Mai das Ende des 500-Euro-Scheins beschlossen. [...]
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beschlossen, dass die Ausgabe der größten der sieben Euro-Banknoten “gegen Ende 2018″ eingestellt wird. Zu diesem Zeitpunkt sollen die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Scheine der neuen Europa-Serie mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen eingeführt sein.

http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/500-euro-schein-abschaffen-kosten-in-milliardenhoehe/150/3093/326993

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/ezb-stellt-50-euro-schein-vor-14325437.html

Charts Music, instrumental version Video (Kammerakademie Potsdam)

Charts Music (instrumental version)
Kammerakademie Potsdam
KAPmodern 3.11.2016

Arrangement: Mark Knoop / Kammerakademie Potsdam / Johannes Kreidler
(Original: https://youtu.be/2-BZfFakpzc)

Zwei konzeptuelle Stücke

Wie zu jedem Jahresende fasse ich auch an dieser Stelle wieder kleinere Arbeiten zusammen. 2010 waren es vier, 2011 zwei, 2012 fünf, 2013 dreizehn, 2014 wieder fünf, 2015 elf, heuer sind es wieder mal zwei – zwei Bilder.

Form

 

Iconography

Damit geht Kulturtechno in einen kurzen Winterurlaub, nächster Beitrag am 7.1.!