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Texte in eigener Sache

Es sind in letzter Zeit ein paar Texte in anderen Sprachen erschienen, in denen auch meine Arbeit besprochen wird:

Florian Cramers Essay “Crapularity Aesthetics” nimmt Bezug auf die Auseinandersetzung zwischen meiner konzeptuellen Ästhetik und Helmut Lachenmann

In Neue Musik, an institutional critique has manifested only recently with such younger composers as Johannes Kreidler who, among others, outsourced a commissioned piece to a Chinese and to an Indian composer.20 In a recent, angry op-ed piece against Kreidler’s “conceptualism” (here we see the generational difference of Neue Musik at work), composer Helmut Lachenmann insists that “autonomous music” answers “in timeless innocence and intensity to a reality that is foreign to this music, thus reminding it of the utopia of our humanity”.

Haize Lizarazu González befasst sich in “EXTENDED PERFORMER: EVOLUTION AND CHANGE OF THE MUSICAL PERFORMER’S ROLE: TOWARDS AN EXPANDED MUSIC” (original auf spanisch) mit meinem Minusbolero.

Kreidler se ha dado a conocer en el mundo de la música contemporánea a través de ciertas obras polémicas, muchas veces criticadas por los “grandes” del sector, como Helmut Lachenmann, quien señaló que la obra minusBolero, de Kreidler, no podía considerarse música y que no era más que una burla al oficio. Esta obra de Kreidler explora el concepto de memoria auditiva del público. Es una copia literal del Bolero de Ravel, pero sin la línea melódica.
Según el autor, es una obra que tardó cinco años en pensar, y solo una hora en realizar (“minusBolero” 2015). La realización de la idea es muy simple, y plantea muchos debates posibles sobre el concepto de autoría y originalidad. Pero lo cierto es que, cuando uno escucha el minusBolero, la melodía del Bolero de Ravel aparece instantáneamente en la mente de cada persona del público, y es imposible de sacar hasta que no termina.

Ebenfalls auf spanisch: In Alberto Bernals Essay “TUTTI! Sobre el paradigma del archivo en las nuevas músicas y prácticas de lo sonoro (y II)” geht es u.a. auch um meine “Einleitung in die Musiksoziologie

La letanía final de El Aleph que reproducíamos al principio es un buen ejemplo de ello, así como las rápidas sucesiones de versiones (Beil, Bernal, Carlson…). Pero como ejemplo paradigmático valga la obra (en un terreno indefinido entre la música y la conferencia performativa) Introducción a la sociología de la música, de Johannes Kreidler, en la que el autor procede a una mecánica enumeración de diferentes subgéneros de música metal, seguidos por una brevísima audición de un fragmento correspondiente.

Andy Ingamells spricht in “Grandchildren of Experimental Music – performing the compositional act by creating intriguing situations in which musical sound may occur” auch über mein Musiktheater Audioguide.

A contemporary proponent of Fluxus-like methods is German composer Johannes Kreidler, whose large-scale piece Audioguide (2014a) displays traits that I observe as being an embodiment of the
composer-performer identity. This 7-hour piece features Kreidler performing Fluxus-like actions on video (1:27:00), in addition to appearing onstage for discussions about the process of composition
itself, which is framed as music (5:55:00). Rather than performing music on an instrument he films himself in his work-space performing seemingly non-musical actions such as falling or twirling his
arms in order to generate sounds. In an earlier manifestation of the work (Feeds. Hören TV, 2010), Kreidler states onstage: “Ich bin kein Schauspieler, sondern Hörarbeiter” (I am not an actor but a sound-worker) (0:30).

Jörn Peter Hiekel hat über “New philosophic interpretations of the music from today” gesprochen und darin auch mein Shutter Piece betrachtet.

The situation is very simple […] there’s an ensemble, a really well known, Ensemble Recherche from Freiburg. In the concerto there’s a video with elements in some section of a football match during the, not the recent championship but the last or so, and of course it will concentrate on the question of intensity of music in conflict to the other elements so reflection of the possibility to concentrate on music and something more […] for Johannes Kreidler is very normal and he feels the need to give to all his new pieces […] the possibility to be heard all over the world (youtube). For Johannes Kriedler is unbeilable and unthinkable to present a string quartet without video, without media elements. It’s old-fashioned […] for a part of the younger generations. They said, as we could hear in Darmstadt last spring, one month ago : “Ok, we don’t only have string quartets, we have the opportunity of the internet why shouldn’t we use it”.

Facebook Keyboard Piece

Radiosendung über Neue Musik und Social Media

Bis nächsten Freitag in der Mediathek:

Neue Musik und Neue Medien
(A)sozial?
Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke, haben neue digitale Entwicklungen auf die zeitgenössische Musik? Ist die Neue Musik in dieser Hinsicht manchmal gar nicht so neu wie gedacht?
Von Anna Schürmer

Avancierte Musik und die sozialen Netzwerke tragen dasselbe Attribut: Neue Medien – Neue Musik. Nimmt man die Initialen dieser beiden sich also originell verstehenden Formate, verbindet sie sogar exakt der gleiche Nenner: NM. Diese Synchronizität eröffnet einen Spielraum, um nach Verwandtschaft, nach Koppelungs- und Nutzungsmöglichkeiten, Affinitäten und Widersprüchen zu fragen.
In ihrer Sendung lässt Autorin Anna Schürmer einige ambitionierte User zu Wort und Klang kommen: (Bad-)Blog-Pionier Moritz Eggert und Kultur-Raver Johannes Kreidler, Podcast-Schöpferin Irene Kurka und Martin Tchiba, der die Schöpfung einer neuen Neuen Musik aus den Neuen Medien heraus forciert.

https://www.deutschlandfunk.de/neue-musik-und-neue-medien-a-sozial.1990.de.html?dram%3Aarticle_id=435724&fbclid=IwAR3hHqXCBsaMbAaienPBdABl13UO5ykU5jHTm-VfqYiB_gYd9dafL-XrKUc

Häschen auf der Wiese

Kleines >Abfallprodukt< aus meiner aktuellen Arbeit an einem neuen >Film<.

Radiosendung über Utopien in der Musik

Noch bis Sonntag in der Mediathek. Mit Bobby Barry, DJ WWWW, Holly Herndon, Johannes Kreidler u.a.

SWR2 JetztMusik
Zukunft gesucht: Utopien in der Musik
Von Raphael Smarzoch

In den 1950er-Jahren wurden musikalische Gegenentwürfe entwickelt, Traditionsbrüche, neue Form- und Materialexperimente gewagt und an die gesellschaftsverändernde Kraft der Musik geglaubt. Heutzutage scheint bereits alles gehört und ausprobiert worden zu sein; die Musik hat allem Anschein nach ihr zukunftsweisendes Potenzial verloren. Ist das wirklich so – oder schlummern womöglich in den digitalen Hallräumen des Internets Bausteine für neue musikalische Versuchsanordnungen? Raphael Smarzoch geht für die SWR2 JetztMusik auf die Suche nach der Zukunft der Musik.

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/jetztmusik/swr2-jetztmusik-zukunft-gesucht-utopien-in-der-musik/-/id=659442/did=23309982/nid=659442/1s1zc7l/index.html?fbclid=IwAR26gmZAGj7-ywjyc0y6Z9UBzFpsLvBSGrzwtho7rRuKT7GdYEBX38GnXVQ#utm_source=Facebook&utm_medium=referral&utm_campaign=SWR%2Ede%20like

Martin Tchibas Einspielung meines Klavierwerks

Martin Tchiba hat mein Klavierwerk eingespielt!
Es wird demnächst auf CD erscheinen, der SWR als Produzent sendet in zwei Teilen die Einspielung, erster Teil kam letzten Mittwoch (Mediathek), der zweite Teil geht heute um 23:00 durch den Äther. Einschaltpflicht!

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/jetztmusik/swr2-jetztmusik-johannes-kreidler-klavierstuecke-2-2/-/id=659442/did=23197654/nid=659442/1y1ax05/index.html

Der Komponist Johannes Kreidler gilt als einer der wichtigsten Vertreter des sogenannten „Neuen Konzeptualismus“. Doch nicht alles in seinem Werk ist als Konzeptstück ein Reflektieren über die Möglichkeiten einer Neuen Musik heute. Denn anderes ist komponierte, also schriftlich fixierte Musik, die es zu interpretieren gilt. Als „Musik mit Musik“ sind derartige Stücke im Werk Kreidlers immer auch ein Nachdenken über klingende Geschichte. Der Hauptkorpus seines Klavierwerks ist auf den ersten Blick einfach als „Klavierstücke“ bezeichnet, aber darin schwingen immer auch Assoziationen an gleichlautende werke anderer Komponisten, so zum Beispiel denjenigen Karlheinz Stockhausens, mit. Den Interpreten stellt Johannes Kreidler dabei vor ganz besondere Herausforderungen was Intonation, Dynamik und Tempo betrifft. Der Pianist Martin Tchiba hat das Klavierwerk Kreidlers nun in einer exemplarischen Studioproduktion im Hans-Rosbaud-Studio in Baden-Baden eingespielt.

Dazu gibt es

Cello (2019)

Kreidler: rationalization-irrationalization

Johannes Kreidler
rationalization-irrationalization
für Glissandoflöte, Audio- und Videozuspielung
(2016)

Erik Drescher, Glissandoflöte

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Ein Stück, bei dem ich mit sehr vielen Referenzen gearbeitet habe:
Marcel Prousts Beschreibung der “Kurve des Sturzes” / A la recherche du temps perdu, Linienverläufe des Begehrens, Denkens und der Entwicklung, klassische Liebesfilme, Iannis Xenakis’ algorithmische Kompositionstechnik, Joseph Beuys’ Ja-Ja-Ja-Nee-Nee-Nee, Reisen nach Grönland, Duchamps Akt eine Treppe herabsteigend, Reinigung, … die ästhetische Rationalisierung.

Auftrag von / geschrieben für Erik Drescher.

Trailer

Das ganze Stück

Partitur

“Prolog” zu Patrick Franks Musiktheater

Patrick Frank, der das Konzept des kuratierenden Künstlers konsequent verfolgt, hat mich beauftragt, für sein Musiktheater “Und was erlöst uns heute“, in dem es um 500 Jahre Reformation geht, einen Video-Prolog zu komponieren. Premiere war letzten März in der Gessnerallee Zürich.

Irgendwann möchte ich gerne eine ganze Reihe solcher “Mini-Biopics” machen und damit einen großen Film über die Musikgeschichte komponieren. #GebtMirDenAuftrag

Zwei konzeptuelle Stücke (2018)

Wie zu jedem Jahresende fasse ich auch an dieser Stelle wieder kleinere Arbeiten zusammen. 2010 waren es vier, 2011 zwei, 2012 fünf, 2013 dreizehn, 2014 wieder fünf, 2015 elf, 2016 zwei, 2017 zwei und heuer wieder zwei.

Das eine (“Mittel“) davon ist eine Performance, die erst im September 2019 in Hannover bei “Musik21″ seine Premiere erleben wird, darum an dieser Stelle nur das eine Stück-

Präludium für mikrotonale Kirchenorgel (512tel Ton)

Johannes Kreidler an der komplett umgebauten Silbermann-Orgel des Freiberger Doms.

Auch: Zwei Stücke für 1012tel-Glockenspiel

Damit verabschiedet sich Kulturtechno in einen kurzen Winterurlaub, am 7.1. geht’s hier wieder weiter. Guten Rutsch.