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Tageslink

Andreas Kolb bespricht das Musiktheater 20 Vertrauensgüter in der Neuen Musikzeitung:

http://www.nmz.de/artikel/kunst-ist-ein-vertrauensgut

Zum „Materialstand“ der Gegenwartsmusik

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Musik & Ästhetik ist just mein größerer Essay „Zum ‚Materialstand‘ der Gegenwartsmusik“ erschienen. Darin versuche ich zuerst, die Begriffe „Material“ und „Materialstand“ für die Musik präzise herauszuarbeiten, was m.E. seit Jahrzehnten verpennt wurde, um dann konkrete Aussagen zur Gegenwartsmusik zu machen. Dabei geht vor allem die Perspektive der Digitalen Revolution auf, die auch die Neue Musik umkrempeln wird. Insbesondere nehme ich Bezug zu Harry Lehmanns Theorie der „gehaltsästhetischen Wende“ und der „Digitalisierung der Neuen Musik“. Read!

Hier noch das offizielle Abstract:

Der musikalische Materialbegriff weitet sich nach Niklas Luhmanns Kunsttheorie zur Verknüpfung von Medien-für-Formen aus, und darin tritt das Material als Leitdifferenz innerhalb des Mediengefüges auf. Einen „Materialstand“ im Sinne Adornos gibt es dabei nach dem postmodernen Verständnis wenn überhaupt nur noch als gültig für ein einzelnes Werk. Jedoch wird gezeigt, dass anhand der Kategorie des Klangs doch eine übergreifende geschichtliche Situation zumindest des Systems der Neuen Musik bestimmt werden kann, nämlich die ihrer institutionellen Konsolidierung. (Diese Situation wird allerdings als reformbedürftig bezeichnet, da Institutionen die klangliche Identität der Neuen Musik konservieren.) Zur wichtigen Rolle des Klangs als Medium tritt der von Harry Lehmann postulierte „Gehalt“; er entsteht durch klanglich Objektivierbares und sprachliche Erschließung von Musik. Die technologische Neuerung der Digitalen Revolution schließlich konkretisiert sowohl die Frage nach dem Medium wie nach dem Gehalt und eröffnet neue ästhetische und publikatorische Möglichkeiten.

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Rumms! Happy Birthday, Kulturtechno

Das ist der 510. Beitrag, und er ist anlässlich des 365. Tages des Bestehens von Kulturtechno. An der Stelle bedanke ich mich herzlich bei mittlerweile durchschnittlich 180 Lesern am Tag, eine Zahl die ich vor einem Jahr kaum für möglich gehalten hätte angesichts der nerdigen Themen Avantgardemusik, Musiktheorie, Kulturkritik, Selbstdarstellung etc. Allerdings versuche ich ja auch, nette Design-Sachen und sonstige witzige Dinge aus der Web-Welt drunterzumischen, nicht allzu musiktheoretisches Fachvokabular einzusetzen und so. Am schwersten erträglich wird ja eh mein schnell hingetipptes Deutsch überhaupt sein. Und, damit das auch  beim Namen genannt ist, die Werbung; ich betreibe dieses Blog nicht nur aus Spaß an der Freud‘, sondern auch zum Geldverdienen. Also immer draufklicken, ist für einen guten Zweck!

Ihr Leser dürft euch aber gerne noch mehr in den Kommentaren zu Wort melden. Immer wieder bekomme ich E-Mails zu Blogeinträgen, die eigentlich auch als Kommentare dastehen könnten. Kann ja auch anonym sein, das ist mir egal. Bedanken möchte ich mich auch bei den vielen Mails die ich bekomme mit Linktipps. Darüber freue ich mich immer, gehe jedem Tipp nach; wenn ich’s dann doch nicht im Blog bringe, nicht persönlich nehmen, dann hat’s eben aus irgend einem Grund doch nicht so recht gepasst.

Dann sag ich Prost und auf in’s zweite Jahr! Und hier könnt ihr Kulturtechno noch durch einfachen Klick was Gutes tun:

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Tageslink: Amorphe Jugend

Interessiert hier wahrscheinlich keinen, aber das Blog ist halt auch mein Archiv. Arno weist mich auf eine uralte Kritik hin zu einem meiner ersten Stücke überhaupt, die öffentlich gespielt wurden (bzw. zum Uraufführungskonzert der beiden Preisträger des Hans-Stieber-Preises, Arno et moi). Ich habe etwas gebraucht bis ich den Satz über mein Stück verstanden habe, aber er soll wohl ein Tadel sein. Zu dumm dass ich das erst jetzt zu lesen bekomme und daher noch weitere neun Jahre lang amorphe, von Thomas Müllers trübe strudelnder Ursuppe gedüngte Musik komponiert habe.

http://archiv.mz-web.de/pasmz/articleShow.do?id=HC-11-28-2000-08000013255D

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Fremdarbeit

Das ist die Vorankündigung meines nächsten Stückes:
Am 7.11.09 erklingt bei der Klangwerkstatt Berlin meine neue Aktion / Komposition FREMDARBEIT: Ein Stück in meinem Stil, das ich mir aber von Komponisten aus Billiglohnländern eingekauft habe.

Hierzu gibt es einen Trailer:

Darin sprechen: Stefan Streich (Klangwerkstatt), Ernst Surberg (Ensemble Mosaik), Alice Ströver (DIE GRÜNEN), Harry Lehmann (Philosoph).

cache surrealism @Würzburg

Wer in Würzburg lebt und die Zeit um ein paar Stunden zurückdrehen kann kann heute abend um 19h in der Galerie Spitäle an der alten Mainbrücke, Zeller Str. 1 cache surrealism hören, gespielt von Z-Continuum, für die das Stück geschrieben wurde. Viel Spaß!

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In eigener Sache

20 Vertrauensgüter

Musiktheater von Hannah Groninger, Gerd Knappe und Johannes Kreidler
mit Robin Hayward (Tuba), Almut Lustig (Schlagzeug), Daniel Ploeger (Posaune) und Bernd Fesel (Vortrag)

Mittwoch, 16.9. und Donnerstag, 17.9., 19.30 Uhr Treffpunkt Richard-Wagner Denkmal des Tiergartens (Bushaltestelle Tiergartenstr.)

Bei sehr schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Simon-Bolivar-Saal der Staatsbibliothek (Potsdamer Str. 33) statt. Aktueller Wetterbericht: Die Veranstaltung kann draußen stattfinden!

13€, ermäßigt 9€

Vertrauen ist für dieses Musiktheater notwendig, da dem Publikum Klänge präsentiert werden, die vergangen sind, an anderen Orten auf der Welt stattfinden oder sich schlichtweg der Anthropologie entziehen.


http://www.vertrauensgueter.de

Tageslink

Die TAZ mit einer Liste von Musikstücken zur Finanzkrise.

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/cest-la-panik-economique/

Kreidler @“Freiheit statt Angst“ [Update]

Morgen findet die große Demonstration „Freiheit statt Angst“ in Berlin statt. Das ist der Trailer:

Ich werde natürlich da sein. Wer nicht kommen kann aber sich für Informationsfreiheit im Netz etc. interessiert kann den Live-Stream von Xincast mitverfolgen, da gibt’s dann obendrein mich zwischen 17.30h und 18h im live-Interview und Ausschnitte aus der Aktion gegen die Vorratsdatenspeicherung Call Wolfgang. Keep the music evil!

Update: Ich check’s gerade nicht so ganz und bin in Eile, aber der Stream ist evtl. doch nicht auf Xincast sondern für IPTV. Hab gerade keinen Link dafür, googeln!

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Randgruppens Raststättentour

Wieder die verrückten Akkordeonistinnen, Teil 3: