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Das BKA zu „Call Wolfgang“:

… gibt keine Auskünfte, außer dass sie Kunst angeblich nicht interessieren würde, erzählte mir ein Reporter von RadioFritz, der heute Nachmittag einen Bericht über die Aktion bringt. Dann erkläre ich hiermit sämtliche Mails die in Deutschland verschickt werden zu Kunst und verlange die Einstellung der Vorratsdatenspeicherung.

Hier der Link zur Aktion.

Offener Brief an den Bundeswolfgang

In der Zeitschrift „politik und kultur“ 1/09 des Deutschen Kulturrats schreibt Theo Geissler von der Neuen Musikzeitung an Wolfgang Schäuble direkt und auf dem Duz-Fuß, was gesagt werden muss:

Was mir noch Sorgen macht, sind so ein paar kleine, besserwisserische Widerstandsnester, die unter dem Fähnlein angeblicher Kreativität unablässig Nadelstiche in die Substanz unserer konzentriert-konzertierten „Aktion Sicherheit“ anzubringen versuchen. Zum Beispiel dieser sogenannte selbsternannte Komponist Johannes Kreidler: Unter dem etwas ekelhaften Titel „Call Wolfgang (2008) – terrorist generated content“ hat dieser Rabauke eine Internet-Aktion installiert, in der Computer ständig miteinander via Voice-over-IP telefonieren und dauernd unsere 92.617 Key-Wörter zur Entdeckung terroristischen Umfeldes verwenden (siehe: http://www.kreidler-net.de/call.html… ). Das ist doch eine echte Sauerei. Wieviel analytische Kompetenz und angesichts all der zu kontrollierenden Datenmassen dringlichst benötigte Rechenleistung unserer Behörde wird so absorbiert und vergeudet.


http://www.nmz.de/online/wie-ich-fuer-meinen-inoffiziellen-chef-wolfgang-schaeuble-gern-offen-reportiere

product placements @ZDFinfokanal: Elektrischer Reporter

In der neuesten Ausgabe des Elektrischen Reporters geht es um Urheberrecht in digitalen Zeiten. Unter anderem mit meiner Aktion product placements, 70200 GEMA-Formulare für ein 33sekündiges Musikstück.

Call Wolfgang – terrorist generated content

Die neue Aktion ist online:

Call Wolfgang
terrorist generated content

Installation / Netzaktion
Zwei Computer telefonieren via VoIP miteinander und generieren automatisch Terrorabsprachen zur Herausforderung des BKA.

http://www.kreidler-net.de/call.html

Venusboy in Furs

Die Verbaleskapaden einer alternden Diva bruchlanden auf dem hypnotisierenden Klang-Tablet ihres Venusboy in Furs…

text/dramaturgie/wort-performance: leowee polyester | elektronik/tablet: johannes kreidler | sopran: franziska rummel | fotos: danny kurz, berlin 2007-08

Jetzt online zum Lesen & Hören:

http://www.himbeergeist.net/hoeren/audiodrama/venusboy.htm

London @Kiel #2

Gerade schreibt mit der Festivalleiter Andy, dass der Ton nicht zu laut war, wie ich in vorigem Post befüchtete. Gut!
Außerdem weist er mich noch auf folgende Notiz (bei ca. 2/3 der Seite) hin, aus der ich zitiere:

Zehn Minuten dauert LONDON und die repräsentierten Fetische entstammen der „smoking fetish“-Subkultur (en passant auch Bein/Nylon-Erotik) wo Damen eben lasziv Zigaretten rauchen, den Qualm ggf. einem sub entgegenhauchen (hier nicht) mit all der phallischen Symbolik und der ‚Sünde‘ die durch die Nichtraucherschutzgesetzgebung aktuell verstärkt wird. Wenn die drei Ladies im Portrait ganz groß von der Leinwand auf den Zuschauer herabblicken mag man Arroganz annehmen. Die Sounds dazu sind „gewöhnungsbedürftig“. Eine Frau meinte, er will die Bilder konterkarieren, einer meinte, er will den Zuschauer eben leiden lassen. Es gab auch die Assoziation, dass der Tonrhythmus einem Atmen (des implizit anwesenden subs unter einer Gasmaske) entsprechen könnte (was zu Rauchen/Atmen doch passen würde).

In der Tat liegt die letzte Meinung richtig, das Rauschen soll ein beschwertes und „süchtiges“ Atmen darstellen. Aber der hektische Rhythmus der Tonspur konterkariert natürlich auch die ruhige, sinnliche Stimmung der Bilder. Mir geht es um die Spannung zwischen Beidem.

London @FetischFilmFestival Kiel – Besprechung

Eine schöne Kritik der Vorführung von London findet sich auf dem Weblog von Domenique von Sternenberg, verfasst von ihrem >Sklaven<:


http://blog.domenique.ch/2008/11/23/london/

Ich zitiere:

„Und trotzdem, der Soundtrack ist kaum auszuhalten. Meine Gebieterin ist kurz davor sich die Ohren zuzuhalten und meint zur ganzen Übungsanlage nur ganz trocken: «Da geht es offensichtlich darum herauszufinden, wie lange man sich von der Tonspur quälen lässt um den «Smoking Ladies» noch etwas zuzusehen». Als Fachfrau für quälend erotische Arrangements muss Sie es wissen. Dem hat der Sklave nichts mehr hinzuzufügen.“

Nun ja, der Ton hätte nicht übermäßig laut sein müssen, das ist keine Intention des Stückes. Ansonsten: sind mir die Reaktionen auf den Film gründlich wurscht, außer dass ich sie gerne in den Raum stelle.

Fotos von der Ensemble Modern Akademie

London @FetischFilmFestival Kiel

London wird, nicht als Performance aber als fertiger Film beim „Fetisch Film Festival“ des Traumkinos in Kiel morgen um 22.15h gezeigt.

http://www.traumgmbh.de/fetisch_film_festival.html

Ackermanns falsches Lächeln – ein interdisziplinäres Symposium in Leipzig

Arno Lückers Bericht vom Leipziger Symposium in der Neuen Musikzeitung:

http://www.nmz.de/online/ackermanns-falsches-laecheln-ein-interdisziplinaeres-symposium-in-leipzig