Excerpt from the Music Theater „Audioguide“ – Johannes Kreidler 2013/14
Kristine Tjøgersen
Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik 2014
#Audioguide – Clarinet Piece
Dan Tramtes Granulation Concept anhand von Material aus „Audioguide“
Aufmerksamkeit, Lob, Kritik, alles schön und gut, aber die höchste Ehre, die einem Künstler wiederfährt, ist, dass andere inspiriert werden und mit den Dingen weiterarbeiten.
Dan Tramte verfolgt das Konzept, die Videoaufnahme einer repetitiven Kreisbewegung neu zusammenzusetzen – die Kreisbewegung bleibt die gleiche, aber die Segmente werden aus unterschiedlichen Repetitionen genommen, sodass alles drumherum diskontinuierlich wird.
In meinem Musiktheater Audioguide gibt es eine Stelle, in der Geigen wie Windmühlen geschwungen werden – eine ideale Vorlage für Tramtes Konzept, der sogleich zur Kamera griff. Im Lauf der Kurse haben wir dann noch weiteres Material aufgenommen. Danke, Dan!
Spinning violin grains by Johannes Kreidler MIDI piano windmill gliss. #audioguidegrains @_Kreidler https://t.co/0CHulwV0VZ
— Dan Tramte (@datramt) 5. August 2014
Johannes Kreidler MIDI piano windmill gliss grains by spinning violins. #audioguidegrains https://t.co/cUkznshAG8 @_Kreidler
— Dan Tramte (@datramt) 5. August 2014
Johannes @_Kreidler guitar rotation granulation by position of Nico Couck windmill strum #grainsbymotion https://t.co/gQVKDb73XT
— Dan Tramte (@datramt) 12. August 2014
Nico Couck windmill strum granulation by position of Johannes @_Kreidler guitar rotation #grainsbymotion https://t.co/kxt9t31gIu
— Dan Tramte (@datramt) 12. August 2014
Audience granulation by position of Johannes @_Kreidler windmill strum #grainsbymotion https://t.co/rj8gtZu4QL
— Dan Tramte (@datramt) 12. August 2014
Granulation of audience by Johannes @_Kreidler guitar rotation position #grainsbymotion https://t.co/z4rHeMYrpN
— Dan Tramte (@datramt) 12. August 2014
Audioguide, erste Bilder
Die große Sause in Darmstadt ist vorbei, in nächster Zeit werden hier Ausschnitte aus meinem 7stündigen Musiktheater „Audioguide“ erscheinen. Noch ist nicht alles Videomaterial bei mir eingetroffen, aber es gibt jetzt zumindest schon mal Uploads aus dem Publikum, und ein paar vorproduzierte Clips. Für den geneigten Leser.
Smashing violins in Johannes Kreidler's 7hr Talkshow #darmstadt http://t.co/257kl0BGPW
— peter (@petermeanwell) 5. August 2014
Three hours in to the Kriedler #4togo #darmstadt http://t.co/0bB24HwqcF
— peter (@petermeanwell) 4. August 2014
Audioguide Programmtext / Kulturtechno Sommerpause
Am 4.8. ist es so weit, mein neues Musiktheater „Audioguide“ hat Premiere bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. 19h, Centralstation Darmstadt.
Das ist der Programmtext:
Johannes Kreidler (1980)
Audioguide (2013/14)
Musiktheater
(Fortsetzung von „Feeds. Hören TV“)
für 4 Schauspieler, 6 Musiker, Video und Gäste
Tammo Messow, Tom Pilath, Andrea Seitz, Peer Blank
Ensemble neoN: Heloisa Amaral, Inga Byrkjeland, Karin Hellqvist, Ane Holen, Yumi Murakami, Kristine Tjøgersen
Felix Dreher
Philipp Blume, Wieland Hoban
Eric Moreira, Ruben Mattia Santorsa
Stefan Fricke, Johannes Kreidler
Audioguide ist eine inszenierte Talkshow über ästhetische Effekte des Terrorismus, turbokapitalistische Kunstproduktion, hypermoderne Zahlen, Musikpsychologie, Feminismus, die Kreisbewegung, Hass auf Altes, Sozialnetzwerkdiskussionen politischer Kunstaktionen, Schönheitsideale, Waldgang, Geld, virtuelle Fremdarbeit, Macbeth, Stockhausen, Derrida, und über die funktionale Differenzierung der Gesellschaft.
Zeitgleich ist es eine Konzeptualismus-Oper, Sonatas and Interludes für präpariertes Hören, Formatexposition und Praxis des erweiterten Musikbegriffs.
Triggerwarnungen:
Eine große Menge Geigen wird zerstört
FSK 18
Das Stück dauert 7 Stunden, es gibt keine Pause (Ein- und Ausgehen ist möglich).
Eine Co-Produktion der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, des Ultima Festival Oslo und des Fonds Experimentelles Musiktheater NRW
Hier gibt es einen Zeitungsartikel, der die Kurse und auch mein Stück ankündigt.
Damit verabschiedet sich Kulturtechno in die Sommerpause bis Mitte August!
Talk über „Audioguide“ online
Der Talk auf Voice Republic mit Patrick Frank über mein kommendes Musiktheater „Audioguide“ (4.8. Darmstadt, 15.9. Oslo) steht jetzt online:
Früher auf Kulturtechno:
Audioguide – Parental Advisory
Audioguide Trailer
Audioguide WTC
Audioguide Weiwei
Online-Talk über mein neues Musiktheater „Audioguide“ heute abend
Auf Voice Republic werde ich heute abend um 20h live mit Patrick Frank über mein neues Musiktheater „Audioguide“ sprechen, ihr könnt zuhören und wenn ihr wollt auch mitdiskutieren!
Audioguide – Parental Advisory
Früher auf Kulturtechno:
Audioguide Trailer
Audioguide WTC
Audioguide Weiwei
Jetzt kann man persönliche Komposition von mir bekommen – Crowdfunding für The Ear is Brain – Festival in Australien
Wenn alles gut geht, werde ich diesen Herbst nach Australien zum „The Ear is Brain“ Festival reisen. Vorgesehen ist dazu eine LP, der ich ein neues elektronisches Stück beisteuern werde – und: Es gibt für die LP eine Crowdfunding-Kampagne, bei der ich für jeden der 5 ersten, die mehr als 50$ spenden, eine kleine Komposition mit der Sonifikation ihres Spendenbeitrags erstellen werde. Auf geht’s!
Do you like records? With contributors from across this world, The Ear is a Brain: Compendium LP is a collectable 12″ release in parallel with, and celebration of, Liquid Architecture’s 2014 festival, comprising Sounds that cannot be described at this time. To be clear, ‘The Ear is a Brain’ is an artist’s record. It is not the documentation of a work of art or sound. The record itself is the work of art.
Here’s a new off the book reward. For any pledge over $50 the German conceptual artist Johannes Kreidler will make a piece of music especially for you. The work will be a sonification of the amount you pledge. That, in addition to a copy of our LP. Just pledge freely and write to us to let us know.
Diskursticker
In der neuen Ausgabe der MusikTexte steht nun meine Erwiderung auf Frank Hilberg (Kulturtechno früher / früher).
Snip:
Man muss aber einmal feststellen, dass hier auf der einen Seite ernste, aufwändige Texte stehen, die – aus Gründen, die es zu klären gilt – eine andere Seite von sich angegriffen Fühlenden hervorrufen, die aber einzig billige Polemik aufzubieten imstande ist. Statt sich auch nur ansatzweise seriös mit den Ideen und Analysen auseinanderzusetzen, werden aus langen Theoriearbeiten Winzigkeiten herausgepickt, an denen die Gegenseite genüsslich etwas zu beanstanden meint zu finden, da genug Böswilligkeitsdioptrien in den Brillengläsern stecken. Ich möchte wirklich gerne wissen, was jemanden wie Hilberg zu diesem unsäglichen Stil treibt. Dabei hindert ihn seine Spitzfindigkeit einerseits nicht daran, andererseits mir eine Fantasiezahl von „knapp drei Dutzend“ – also über 30 – Lachenmann-Kritiken anzudichten! Er vermisst, dass in dem Diskurs „keine dummen Fragen“ gestellt werden. Dafür haben wir jetzt also ihn, zusammen mit Stefan Drees. Der latente Nazi-Vergleich am Ende („Schlächtervokabeln“) ist dann der Gipfel der Unangemessenheit und in der ganzen Debatte ein Tiefpunkt, von dem ich den Musiktexten gute Erholung wünsche.
Ansonsten findet in der Ausgabe, entgegen der großmäuligen Ankündigung von Hilberg, keine Auseinandersetzung mit der Musik, um die es in der Debatte geht, statt, auch werden keinerlei weitere theoretischen Ideen eingebracht. Schade.
Nun ja, es gibt einen Text von Helga de la Motte mit dem Titel „Konzeptmusik – ein neues Genre?“, der aber überhaupt kein Interesse an der Gegenwart erkennen lässt. Immer wieder sieht man an ihrem Text, dass sie bspw. von Musik im Internet gar keine Ahnung hat, was ihr wohl auch so halb bewusst ist, darum flüchtet sie durchgehend zu den historischen Bezügen, die in den Texten der NZfM erwähnt werden, und die sie nun partout anders gesehen haben will – teilweise mit abstrusen Behauptungen wie die, Fluxus wäre fast nur eine Bewegung aus der Bildenden Kunst gewesen, als Musiker nennt sie Philip Corner und Giuseppe Chiari; der Blick in den Wikipedia-Artikel über Fluxus würde sie eines besseren belehren: „The origins of Fluxus lie in many of the concepts explored by composer John Cage in his experimental music of the 1950s“; es ist auch kein Geheimnis, dass Nam June Paik bei Wolfgang Fortner in Freiburg Komposition studiert hat.
De la Motte kommt zum Schluss, bei der „Konzeptmusik“ handelte es sich um „keinen neuen Musikbegriff“; auf meinen Text in der NZfM, der den Titel „Das Neue an der Konzeptmusik“ hat resp. seine Argumente geht sie mit keiner Silbe ein. Auf Basis solcher Ignoranz kann man sich natürlich nach Belieben was zusammenzimmern, die Stoßrichtung ist durch die konservative MusikTexte-Redaktion ohnehin vorgegeben.
Der Text versucht zwar, sachlich zu sein, bzw. mit diesem Eindruck den Leser zu gewinnen, ist aber in seinem Fokus derart enggefasst und geht letztlich an den wesentlichen Aussagen der Texte in der NZfM so vorbei, dass ich darin keinen ernstzunehmenden Debattenbeitrag sehen kann. Es ist doch keine interessante Auseinandersetzung, sich nur an historischen Hin-und Herdeutungen entlangzumanövrieren, ohne es im Geringsten auf die aktuellen Fragen zu beziehen, um die es eigentlich geht.
Audioguide – Trailer
Hab einen kleinen Trailer gemacht zu meinem kommenden Musiktheater „Audioguide“, Premiere am 4.8.2014 bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. Hinweis: Es besteht Anwesenheitspflicht für alle Kulturtechno-Leser.




















