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Call Wolfgang – Radiobeitrag von Stefan Römermann

“Medienkunst gegen den Innenminister”


Stefan Römermann
hat einen schönen Beitrag für MDR Figaro gemacht (lief da am 30.12. um 12.15h), den er sowohl als Text als auch als mp3-Download auf seine Site gestellt hat:

http://www.stefanroemermann.de/index.php?option=com_content&task=view&id=129&Itemid=1&lang=de

Ps. Meine Eltern meinten zu der Aktion, dass sie sehr froh seien, dass ich in Deutschland lebe…
In der Tat, in den USA hätte ich mich die Aktion vielleicht nicht getraut, und bestimmt nicht in Russland & Co. Bleibt zu hoffen bzw. dafür zu kämpfen, dass es hierzulande weiter möglich ist.

Titanic 1/09

…erscheint morgen und gilt es zu kaufen! denn!: Kreidler hat darin geschrieben.

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Zugegebenermaßen aber nur einen 1-Satz-Witz. Doch schließlich sind die kurzen Witze die guten.

ps. Nachdem seit Jahren bei meinen Musikstücken, Aktionsvideos etc. gelacht wird, ohne dass ich es intendierte, werde ich ab dem neuen Jahr dann auch da einfach vorsätzlich witzig sein (wollen). Dann hört das vielleicht mal auf.

product placements @Montréal

Wie ich schon verwies wurde das Stück, und es war tatsächlich die konzertante Welturaufführung, in Montréal gespielt, und bei dieser Aufführung konnte ich leider weder anwesend sein noch dem Live-Stream zuhören, aber, wie es sich für moderne Einrichtungen gehört, ist alles schön mitgeschnitten und ins Netz gestellt.

Das ganze Konzert hatte folgendes Programm:

Stelios Giannoulakis Chaotic Lucidity 2 ch 11’
Hiromi Ishii Ginn-Klang 4 ch 7’
Gintas Kraptavicius Grinny Memories 2 ch 4’
Daniel Blinkhorn Built Environment 5 ch 11’
Adam Basanta Is the Medium is The Message 8 ch 11’
Johannes Kreidler Product Placements 2 ch 1’
Aki Pasoulas Chronos 2 ch 11’
Giuliano Cantini Same and the Similar 2 ch 7’

und kann hier als mp3 samt Moderationen in 1 Stunde und 40 Minuten gehört werden…
Natürlich, wie es sich für Kanadier gehört, sind die Stücke akusmatisch interpretiert, was meinem Stück (bei 1 Stunde 13 Minuten) zu schöner Plastik verhilft. Das Konzert war so gut besucht wie das Elektroakustik-Konzerte mit Neuer Musik normalerweise sind.

Das BKA zu “Call Wolfgang”:

… gibt keine Auskünfte, außer dass sie Kunst angeblich nicht interessieren würde, erzählte mir ein Reporter von RadioFritz, der heute Nachmittag einen Bericht über die Aktion bringt. Dann erkläre ich hiermit sämtliche Mails die in Deutschland verschickt werden zu Kunst und verlange die Einstellung der Vorratsdatenspeicherung.

Hier der Link zur Aktion.

Offener Brief an den Bundeswolfgang

In der Zeitschrift “politik und kultur” 1/09 des Deutschen Kulturrats schreibt Theo Geissler von der Neuen Musikzeitung an Wolfgang Schäuble direkt und auf dem Duz-Fuß, was gesagt werden muss:

Was mir noch Sorgen macht, sind so ein paar kleine, besserwisserische Widerstandsnester, die unter dem Fähnlein angeblicher Kreativität unablässig Nadelstiche in die Substanz unserer konzentriert-konzertierten „Aktion Sicherheit“ anzubringen versuchen. Zum Beispiel dieser sogenannte selbsternannte Komponist Johannes Kreidler: Unter dem etwas ekelhaften Titel „Call Wolfgang (2008) – terrorist generated content“ hat dieser Rabauke eine Internet-Aktion installiert, in der Computer ständig miteinander via Voice-over-IP telefonieren und dauernd unsere 92.617 Key-Wörter zur Entdeckung terroristischen Umfeldes verwenden (siehe: http://www.kreidler-net.de/call.html… ). Das ist doch eine echte Sauerei. Wieviel analytische Kompetenz und angesichts all der zu kontrollierenden Datenmassen dringlichst benötigte Rechenleistung unserer Behörde wird so absorbiert und vergeudet.

http://www.nmz.de/online/wie-ich-fuer-meinen-inoffiziellen-chef-wolfgang-schaeuble-gern-offen-reportiere

product placements @ZDFinfokanal: Elektrischer Reporter

In der neuesten Ausgabe des Elektrischen Reporters geht es um Urheberrecht in digitalen Zeiten. Unter anderem mit meiner Aktion product placements, 70200 GEMA-Formulare für ein 33sekündiges Musikstück.

Call Wolfgang – terrorist generated content

Die neue Aktion ist online:

Call Wolfgang
terrorist generated content

Installation / Netzaktion
Zwei Computer telefonieren via VoIP miteinander und generieren automatisch Terrorabsprachen zur Herausforderung des BKA.

http://www.kreidler-net.de/call.html

Venusboy in Furs

Die Verbaleskapaden einer alternden Diva bruchlanden auf dem hypnotisierenden Klang-Tablet ihres Venusboy in Furs…

text/dramaturgie/wort-performance: leowee polyester | elektronik/tablet: johannes kreidler | sopran: franziska rummel | fotos: danny kurz, berlin 2007-08

Jetzt online zum Lesen & Hören:

http://www.himbeergeist.net/hoeren/audiodrama/venusboy.htm

London @Kiel #2

Gerade schreibt mit der Festivalleiter Andy, dass der Ton nicht zu laut war, wie ich in vorigem Post befüchtete. Gut!
Außerdem weist er mich noch auf folgende Notiz (bei ca. 2/3 der Seite) hin, aus der ich zitiere:

Zehn Minuten dauert LONDON und die repräsentierten Fetische entstammen der “smoking fetish”-Subkultur (en passant auch Bein/Nylon-Erotik) wo Damen eben lasziv Zigaretten rauchen, den Qualm ggf. einem sub entgegenhauchen (hier nicht) mit all der phallischen Symbolik und der ‘Sünde’ die durch die Nichtraucherschutzgesetzgebung aktuell verstärkt wird. Wenn die drei Ladies im Portrait ganz groß von der Leinwand auf den Zuschauer herabblicken mag man Arroganz annehmen. Die Sounds dazu sind “gewöhnungsbedürftig”. Eine Frau meinte, er will die Bilder konterkarieren, einer meinte, er will den Zuschauer eben leiden lassen. Es gab auch die Assoziation, dass der Tonrhythmus einem Atmen (des implizit anwesenden subs unter einer Gasmaske) entsprechen könnte (was zu Rauchen/Atmen doch passen würde).

In der Tat liegt die letzte Meinung richtig, das Rauschen soll ein beschwertes und “süchtiges” Atmen darstellen. Aber der hektische Rhythmus der Tonspur konterkariert natürlich auch die ruhige, sinnliche Stimmung der Bilder. Mir geht es um die Spannung zwischen Beidem.

London @FetischFilmFestival Kiel – Besprechung

Eine schöne Kritik der Vorführung von London findet sich auf dem Weblog von Domenique von Sternenberg, verfasst von ihrem >Sklaven<:

http://blog.domenique.ch/2008/11/23/london/

Ich zitiere:

“Und trotzdem, der Soundtrack ist kaum auszuhalten. Meine Gebieterin ist kurz davor sich die Ohren zuzuhalten und meint zur ganzen Übungsanlage nur ganz trocken: «Da geht es offensichtlich darum herauszufinden, wie lange man sich von der Tonspur quälen lässt um den «Smoking Ladies» noch etwas zuzusehen». Als Fachfrau für quälend erotische Arrangements muss Sie es wissen. Dem hat der Sklave nichts mehr hinzuzufügen.”

Nun ja, der Ton hätte nicht übermäßig laut sein müssen, das ist keine Intention des Stückes. Ansonsten: sind mir die Reaktionen auf den Film gründlich wurscht, außer dass ich sie gerne in den Raum stelle.