Julia Mihaly hat ein schönes Feature über Kleidungsgepflogenheiten in der neuen Musik gemacht. Der scheinbar nebensächliche Aspekt verrät eine Menge über das Ganze.
Auch meiner einer kommt in der Sendung zu Wort und Musik von mir gibt’s auch.
Kleidung ist Ausdruck von Identität. Sie changiert zwischen Konformismus und Individualismus, Provokation und Assimilation. In Abhängigkeit von temporären und soziokulturellen Normierungen ist Kleidung eine ästhetische Affirmation bestehender Ideale. Das Soziotop „Neue Musik-Szene“ proklamiert musikalisch gesehen das Gegenwarts- und Zukunftsorientierte, das ästhetisch Neue, das Kontroverse. Künstlerische Inhalte werden diskursiv reflektierend hinterfragt und in kontextuelle Zusammenhänge gestellt. Doch gehen Akteure der Szene gleichermaßen bewusst mit außermusikalischen Ausdrucksformen ihres sozialen Rahmens um? Spielt der Kleidungsstil als Erkennungsmerkmal, Zeichen von Zugehörigkeit oder Abgrenzung eine Rolle? Wovon wird die Wahl von Bühnenkleidung in der Neuen Musik beeinflusst? Gibt es einen Dresscode Neue Musik? In der SWR2 JetztMusik geht Julia Mihály diesen Fragen nach.
Die Zeitschrift „Classic Voice“ hat in einer großen internationalen Umfrage die >wichtigsten Komponist*innen< seit dem neuen Jahrtausend zu ermitteln gesucht. Es wurden 100 Kritiker*innen, Musiker*innen und Veranstalter*innen gefragt.
Auch wenn ich in dem Ranking gut dastehe, ist mir derlei Wettbewerberei und Rangelei ein Gräuel, sie ist ungerecht und stiftet Unfrieden, und wenn man mich gefragt hätte, hätte ich wohl größerenteils andere Stücke genannt.