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Vogel flattert genau in Framerate der Videokamera

Dutzende Schnappschüsse pro Minute

(via Swissmiss)

Zug fährt eine Stunde durch die Wüste

„In der Wüste wird euch die Reinheit des Denkens nähren.“ (Schönberg, Moses und Aron)

(via BB)

Mein Text „Der aufgelöste Musikbegriff“ online

Mein Text „Der aufgelöste Musikbegriff“, erschienen im Herbst 2016 in Musik & Ästhetik, steht jetzt online.
Der Text ist komplementär zu meinem Text „Der erweiterte Musikbegriff„. Er wurde bereits Gegenstand der Diskussion mit Hannes Seidl in den MusikTexten (Kulturtechno früher), und mehrere weitere Kommentator*innen werden sich demnächst dazu äußern, Kulturtechno wird berichten.

abstract:

Musik sieht sich heute umfassend vor der Ausweitung ihrer medialen Möglichkeiten, ähnlich wie es schon seit einiger Zeit in den Bildenden Künsten der Fall ist und von Peter Osborne als »transmedial« charakterisiert wird. Andererseits fixieren institutionelle Strukturen die traditionelle, mediengebundene Definition der Kunstsparten. Doch mittlerweile zeichnet sich ab, wie diese Fixierung überwunden wird, und dann treten auch die Musik und alle Künste in den transmedialen Zustand. Es gibt aber weiterhin Kriterien, nach denen sich verschiedene Praktiken abgrenzen.

http://www.kreidler-net.de/theorie/kreidler__der_aufgeloeste_musikbegriff.pdf

Ballet Rotoscope

Will ich auch können. Also das programmieren.

(via Swissmiss)

Bernd Künzigs Text zur Debattenkultur

In den aktuellen MusikTexten steht ein Text von Bernd Künzig zur Debattenkultur, der bitter nötig war nach den jüngsten Streitereien, die nicht zuletzt eben die Editorials der MusikTexte ausgelöst haben und die auch mich zum Gegenstand hatten. (Kulturtechno früher)

Snip:

Ein Gespenst geht um in der Neue-Musik-Szene – das Gespenst heißt Streitkultur. Oder sollten wir von einer Unkultur sprechen? Vereinfacht gesagt, ist der Gegenstand des Streits der sogenannte Neue Konzeptualismus. Andere sprechen von Diesseitigkeit oder einem Neuen Realismus. Am Ausgangspunkt der Debatte steht wohl die Bedeutung, die der sogenannten Digitalen Revolution für das gegenwärtige Komponieren beigemessen wird. Die Propagandisten sprechen gerne von einem Paradigmenwechsel, der sich hier ereignen würde, angesichts der vielfältigen Möglichkeiten, die die gespeicherten Musikdaten, jederzeit und an jedem Ort abrufbar, bieten würden. Der überlieferte Materialbegriff der Neuen Musik sei obsolet und hinfällig geworden – was er spätestens schon seit den Siebzigerjahren ist –, vor allem im Hinblick auf seine fortschrittliche Dynamik. Oder wie es Johannes Kreidler, einer der Protagonisten dieser Richtung, salopp formuliert hat: „Wer für Geige schreibt, schreibt ab.“ Solcher Tonfall mag provokativ wirken, man kann das so empfinden, muss es aber nicht. Dies kann einige der heftigen Gegenreaktionen erklären, die solche Standpunkte hervorrufen.

Der Text steht online.

(Mit Dank an JZ)

Geburt (Symbolbild)

(via Tumblr)

Horror Movie Sisters

(via Tumblr)

Wie Facebook das Internet verändert

Ein Video der New York Times, das erklärt, wie Facebook auch dein Internet verändert und wie das Unternehmen hinter den Kulissen in diplomatische Kämpfe um die Zukunft des Internets verstrickt ist. Auch schön in der Machart.

Mein Text „Die Fotokraft“ in der ÖMZ erschienen

Eine schöne Ausgabe der Österreichischen Musikzeitschrift rund ums Thema >Musik und Video<, mit Texten von Ciciliani, Erbe, Ermen, Günther, Knessl, Kreidler, Künzig, Müller, Reininghaus u.a.-

Snip aus meinem Beitrag „Die Fotokraft“:

Die Erfindung der Fotografie wurde nicht nur für die Bildende Kunst zum Problem, sondern auch für die Musik. 1829 begann vielleicht schon ein Vorsprung des Bildlichen vor dem Klanglichen, der erst heute, durch die Digitalisierung und Konzeptualisierung aller Kunstpraktiken, wieder eingeholt wird. Als Konzept steht jede Kunstidee hinter der materiellen Manifestation; und im Code werden alle Sparten in dasselbe Medium transformiert, dadurch mindestens technisch angeglichen zur ›Medienkunst‹. Sicherlich kann man die Geschichte auch anders sehen und erzählen, doch mir erscheint der Bogen plausibel: Vom Foto zur Synthese.

Außerdem befasst sich Bernd Künzig mit meinen >22 Music Pieces for Video<:

Da wird ein Ball auf eine Platte fallen gelassen und hüpft, sich verlangsamend, auf und ab. Der dabei zu hörende Ton ist perfekt im Bewegungsrhythmus des Tischtennisballs synchronisiert. Der Klang selbst allerdings kaum, denn zu hören ist ein federnder Klavierklang, der nichts mit dem Geräusch eines auf und ab hüpfenden Tennisballs zu tun hat. Ganz im Sinne der semiotischen Lehre werden Bezeichnendes und Bezeichnetes als arbiträres Verhältnis akzentuiert, also als eines der willkürlichen Vereinbarung. Bei dieser Serie handelt es sich nicht um 22 Videostücke für Musik, sondern – so der korrekte Titel – um 22 Musikstücke für Video. Das heißt, die Videotechnik mit ihren Schnittfunktionen, ihren Möglichkeiten der Synchronisation von Ton und Bild und die Multiplikation des Bildes in zahllose Bildfelder sind die neuen Kompositionstechniken, die in der Tat nichts mehr mit dem traditionellen, arbiträren Zusammenhang von Schrift und Klang einer Komposition mit Partitur und deren akustischer Umsetzung zu tun haben.

http://www.oemz.at/?page_id=2978

Opera singers dubbed with modem

(via Seth auf FB)