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Der alte Sauerteig

Ich habe schon mal von der großen Bibliothek geschrieben, dem „alten Sauerteig“ (Faust), den man sein Leben lang nicht ganz verdaut bekommt: Das Wissen, das die Menschheit angehäuft hat. Entscheidend ist der Haufen – das Wissen ist nicht mehr verstreut, sondern gesammelt, katalogisiert, verfügbar. Daher wird die Selektion als konstitutives Prinzip immer vorherrschender.

So kam ich, abgesehen von den postmodernen Einflüssen aus Holland, zum Sampeln: Ich programmierte mühsam Schallwellen am Computer, bis ich gewahr wurde, dass auf meinem Rechner ja schon über 100 Gb Schallwellen gespeichert sind. Warum nicht daraus filtern?

Dazu ein Zitat von Mark Twain:

Ist es nicht idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann?

Vor nicht so langem bat mich eine Regisseurin um 20 Sekunden tragische Musik. Ich habe es abgelehnt – es gibt schon Tausende tragische Musiken, dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen, sie soll einfach daraus etwas auswählen.

Kunst aus Statistik

Statistische Daten sind abstrakt. Einzelfälle werden eingesammelt, verziffert und verrechnet. Die Ergebnisse wieder direkt wahrnehmbar machen finde ich ein interessantes Feld für die Kunst. Dazu ein Beispiel von Timm Ulrichs, über den ich bald mal ausführlicher bloggen möchte:

http://www.osnabrueck.eu/25625.asp?bigpic=1

Klavierstück 5 @Musikhochschule Hannover

Taru Kastari spielt mein Klavierstück 5 heute abend um 20h in Raum 202 der Musikhochschule Hannover.
Das ganze Programm:

Hosokawa: Nacht Klänge
Kaipainen: Conte
Feldman: Intermissions 1-5
Lindberg: Etydit 1&2
Maierhof: Splitting 16
Kreidler: Klavierstück 5

Hingehen und mir berichten, wie es war! Wobei ich sicher bin, dass die isländische finnische Pianistin ausgezeichnet spielt.

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David Helbich: Sorry, I almost inhaled you

by David Helbich, alter Freiburger Studienkollege.

(via)

Praxis der Provokation 1

Keine Ahnung, warum ich ihn so liebe wenn er sich so aufregt.

Schlingensief provoziert die Schweiz.

Feeds. Hören TV @ Gelsenkirchen 2010

Soeben kam die Nachricht, dass mein Projekt „Feeds. Hören TV“ beim Fonds experimentelles Musiktheater den Zuschlag bekommen hat.

Das heißt, im Herbst 2010 gibt’s wahrlich Neues Musiktheater, in der Oper Gelsenkirchen und als TV-Show im Netz, mit 1000-Mikrofone-Skulptur, Chor der Lügendetektoren, einem Interview mit Mp3-Erfinder Karlheinz Brandenburg (in mp3-Quali komprimiert), einer Arie vor dem Nacktscanner undundund. So far, Kulturtechno wird wieder informieren…

Charts Music @TV UPDATE

Zu guter letzt alle TV-Berichte von „Charts Music“ zusammengepappt, bis auf den von „Attack of the Show“, der ist nicht mehr aufzutreiben. Außerdem waren noch Teams von CNN und dem ZDF heute journal da, die Beiträge wurden dann aber doch nicht ausgestrahlt.

UPDATE: Komisch, das Video war auf „privat“ eingestellt, jetzt ist es öffentlich.

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Titanic kaufen!

Denn in der aktuellen Ausgabe steht, wie ich selber erst jetzt mitbekomme, ein kleiner „Fachmann“-Text von mir.

Goethe, der Filesharer (5)

Kulturtechno deckt auf: Goethe hat Eckermann ja dermaßen vollgesülzt mit seinen Filesharing-Fantasien..

“Und was ist denn überhaupt Gutes an uns, wenn es nicht die Kraft und Neigung ist, die Mittel der äußeren Welt an uns heranzuziehen und unseren höheren Zwecken dienstbar zu machen.”

Die Neue Musikzeitung zum Kreidler-Simon – Streit

… Kreidler beantwortete Simons Vorwürfe in einem „Offenen Kommentar einer Polemik“. Die nmz ist an diesem Streit interessiert und verweist ihrer Leser gerne an beide Seiten zurück. Streiten Sie mit Kreidler und Simon.

Seien Sie aber auch streibar mit uns. Gerne geben wir auch ihre Meinung zum Thema wieder. Entweder gleich unten im Kommentarbereich oder, sofern es sich anbietet, in Form eines eigenen nmz-Internet-Dossiers.

http://www.nmz.de/online/simon-vs-kreidler-komponisten-im-aesthetischen-bloggerkampf-unterwegs

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