Vor vierzig Jahren, im August 1969 drehte Rainer Werner Fassbinder seinen zweiten, radikalsten und besten Film, Katzelmacher.
Tageslink
Ich bin ja schon lange der Überzeugung, dass die Krise der Musikindustrie nicht nur eine der Medien, sondern auch der Inhalte ist. Kurz: Pop-Musik ist auch ästhetisch an ein Ende gekommen, nicht nur monetär, und beides hat sich gegenseitig verstärkt.
Ein Indiz dafür ist die Meldung, dass auch Pop-Zeitschriften in der Krise sind – was eigentlich nicht, zumindest nicht direkt, am Musikdownload liegen kann.
http://www.sueddeutsche.de/35k38n/2999433/Mittlere-Wunder.html
[ad#ad2]
the restless machine
Mit Freude sehe ich, dass es immer mehr Blogs gibt im Bereich Neue Musik / Elektronische Musik / Experimentelle Musik / Musiktheorie / Musikwissenschaft / Gegenwartskunst / Digitale Kunst und so, und dass immer mehr Komponisten und Musiktheoretiker / Musikwissenschaftler über ihre Arbeit bloggen.
Heute möchte ich hier den Blog von Arne Bense vorstellen mit dem Namen
Der Blog trägt den schönen Button hard bloggin‘ scientist, was dem Manifest folgt, seine wissenschaftliche Arbeit in statu nescendi der Öffentlichkeit zu präsentieren, und genau das macht Arne im Bereich Medientheorie / Elektronische Musik, worüber er derzeit promoviert. Danke, Arne!
Übrigens hat Arne diesen Samstag ein Konzert, seht selbst.
[ad#ad2]
Family-Mashup
Grandiose Mashup-Idee! Jamie Diamond stellt Familienfotos mit wildfremden Leuten von der Straße. Funktioniert immer. Gibt ja den bekannten Effekt, dass Außenstehende bei Adoptivkindern irgendwelche Ähnlichkeiten mit den Eltern erkennen.
Schönberg played by cats mashup’d
Musikstücke, ob bereits bekannte oder neue, aus vielen kleinen Einzelteilen zusammenzusetzen, die alle selbst Framgente aus anderen Werken oder YouTube-Filmen sind, wird sicher noch weiter für schöne Mash-Up-Arbeiten eine spannende Technik sein. (Ich selbst hab’s im zweiten Teil von Compression Sound Art gemacht, und im nächsten Ensemblestück wird auch sowas vorkommen.)
Vergleichbares wird in mit Bildern mittlerweile ständig gemacht, z.B.:
Bekanntestes Musik-Beispiel ist Kutiman, den ich allerdings ziemlich lau finde.
Ein bemerkenswertes Beispiel dieser Technik kursiert seit einiger Zeit im Netz, nämlich Schönbergs Klavierstücke Op.11, zusammengesetzt aus lauter Katzen-spielen-Klavier – Videos von unserer beliebten Videoplattform. Von Cory Arcangel.
Zum Vergleich hier das originale Op.11,1.
Danke fürs Hinweisen, Marko!
[ad#ad2]
Computernotation
Eigentlich weiß man schon lange, dass die traditionellen 5 Notenlinien mit Violin-, Bass- und anderen Schlüsseln nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Und natürlich bietet sich gerade die digitale Display-Technik dafür an, zumindest für Musik die nicht von menschlichen Musikern (die sind eben noch die 5 Linien gewohnt) gespielt wird, also die elektronische. Ich verwende zum Komponieren fast nur noch mein Notations-, Abspiel- und algorithmisches Komponierprogramm COIT.
Hier ein nettes Beispiel wie sowas auch im Web zu machen ist, nur leider mal wieder so harmlos tonal, für Selbstkomponieren dank einfacher Notation:
http://www.agence-anonyme.com/lab/nouse/barrell.html
Und ganz ähnlich:
http://lab.andre-michelle.com/tonematrix
(via)
Werde mir irgendwann mal einen Programmierer besorgen und auch sowas machen.
[ad#ad2]
Die Grünen: K-Flatrate
Noch ’n Link:
Die Grünen verteidigen die Kulturflatrate. Hört sich alles schon ganz vernünftig an, wenn auch noch die Qualitätsfrage gerne auf den Tisch darf.
http://www.heise.de/newsticker/Gruene-verteidigen-Kulturflatrate–/meldung/143054
Pro Thesen
Nur so viel: Prothesen werden in meinem nächsten Ensemblestück eine Rolle spielen.
Hier (retouchierte!) Fotos von Asger Carlsen:
(via)









