Der Mitschnitt der Uraufführung von Living in a Box für Ensemble und Sampler. In der Konzertfassung gab es noch ein paar Videosequenzen, die ich für die vorliegende Radiofassung gekürzt habe; das Stück ist in dieser reinen Audio-Version ca. 7 Minuten kürzer als im Original.
Ensemble Modern
Hartmut Keil, Dirigent
Norbert Ommer, Klangregie
Felix Dreher, Technik
Philipp Knop, Aufnahme
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Die Variation “St. Anna” ist eine Eigenkomposition von Uwe für das DigiEnsemble. Er selbst spielt die erste Violine und hat die musikalische Leitung. Es handelt sich um eine klassische Stilkopie, die mit Streicherbesetzung und Querflöte (App: jeweils ThumbJam) auf traditionelle Art und Weise musiziert wird. Interessant war die musikalische Probenarbeit, bei der Dynamik, gemeinsame Einsätze sowie die Phrasierungen — sehr ähnlich wie bei einem traditionellen Streichensemble — gearbeitet wurden.
Die Mitglieder des DigiEnsemble Berlin sind experimentierfreudige Musikerinnen und Musiker, die an der Universität der Künste Berlin mit iPhone, iPod-Touch und iPad gemeinsam Musik machen. Ziel ist es im Zusammenspiel auszuprobieren, ob und wie mit den kleinen Geräten musiziert werden kann.
Dabei entstehen Musikstücke aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen zwischen „klassischem” Streichensemble bis hin zum tanzbaren R’n’B-Act. Wichtig ist, dass die Musik auf den Hosentaschen-Instrumenten interessant klingt und musikalisch ist.
Zufällig auf YouTube entdeckt: Thomas Wenk hat einen Zusammenschnitt seines Kassettenrekorder-Duos von 2002 online gestellt. Ich erinnere mich noch gut, das Stück geht knapp 15 Minuten, und war bei der Uraufführung ein großer Erfolg.
Kommentare deaktiviert für Thomas Wenk: Taurus Kassettenrekorder-Duo| Kategorie: ID, Museum für moderne Kunst
Endlich ist der lang geplante Kulturtechno-Relaunch getan – vielen Dank an Dorothée Hahne, die das Kunststück geschafft hat, Kulturtechno in das ‚Corporate Design‘ meiner Website (design by Leowee Dear <3!!) einzufügen!
Die Textspalte ist nun also gleich wie auf kreidler-net.de, unter den Posts steht der neumodische Twitter- und Facebook-Schnickschnack, der heute dazugehört, die Email-Angabe für Kommentare ist, ich glaube damit bin ich das einzige Blog weltweit, freiwillig, und das steht jetzt auch dran!, und weitere Details sind optimiert. Außerdem kann nun auf der Facebook- und Twitterwall alles Kurzgeschriebene gelesen werden.
Die Linkliste „Andere Blogs“ werde ich demnächst auf Vordermann bringen. Außerdem wird es ab jetzt nie wieder Google-Werbungs-Verschandelung geben, versprochen!
Die nächsten Tage kann es noch zu Funktionsstörungen und Nachjustierungen kommen, ich bitte ggf. um Nachsicht. Zum Beispiel ist die Facebook-Wall momentan noch nicht so ganz wunschgemäß. Ansonsten geht das Blog seinen gewohnten Gang.
Diskussion über Musikentwertung, Mp3 als Atombombe, Claus-Steffen Mahnkopf, die totale Musikbibliothek und Besitzverhältnisse von Komponisten sowie ein Schlingensief-Zitat. Aus „Feeds. Hören TV“
Der/die (?) unermüdliche Stanchinsky, Meisteruploader von Neuer Musik auf YouTube (bislang über 800 Werke online gestellt), hat ein kleines Stück von Walter Zimmermann hochgeladen, das ich sehr mag und worüber ich in meinem Aufsatz „Zum Materialstand der Gegenwartsmusik“ geschrieben habe:
Auf die an zahlreiche Komponisten ergangene Anfrage für ein Stück, das zur barocken in-nomine-Tradition Bezug nehmen soll, hat Walter Zimmermann „Dit“ für Cello und Zuspielung eingereicht, bei dem der Instrumentalist die uralte Gesangsaufnahme eines West-Guinesen synchron imitiert.[24] Was bei dieser rätselhaften Wahl das fremde Lied und das Violoncello aus dem Kontext der Neuen Musik miteinander und dann noch mit der altenglischen Cantus-firmus-Überlieferung zu tun haben, letzten Endes gar mit dem gesamten Kommissions-Projekt, erschließt erst die verbale Interpretation.
Der Interpret dieser Aufnahme ist vermutlich Lukas Fels.
Monade/Nomade 1
Dit
Für Violoncello und Tonband (1999)
Für Werner Heider zum 70sten
Dit wurde geschrieben für das In Nomine-Projekt des ensemble recherche. Hier sieht sich der Interpret mit der Aufgabe konfrontiert, zu der Tonbandaufzeichnung (von Artur Simon) eines Liedes aus Mailal (West-Neuguinea) so exakt wie möglich im Unisono eine tongetreue Transkription dieses Gesangs zu spielen und zu singen, der wie die Antiphon des John Taverner den Tonumfang einer None besitzt. Obwohl die Eipo Papuas missioniert wurden und am Weihnachtsfest 1980 unter dem Einfluss der Unevangelized Fields Mission ihre Heiligtümer verbrannten, ist dieser Gesang nur zufällig in seinem Tonumfang identisch mit dem In Nomine cantus firmus.
Eine schöne Neu-Interpretation von Arnold Schönbergs expressionistischer Oper „Die glückliche Hand“ von Daniel Kötter.
Daniel Kötter
Arbeit und Freizeit (3) – Die Glückliche Hand
Uraufführung, 12-Kanal-Video, 45′
mit Nadine Bors (Festivalleiterin und Kuratorin), Peter Conradi (Architekt und Kulturpolitiker), Xavier Güell (Musik- und Opernveranstalter), Jean-Baptiste Joly (Leiter Künstlerhaus),
Peter Laudenbach (Theaterkritiker), Harry Lehmann (Philosoph und Kunsttheoretiker), Heike Catherina Mertens (Leiterin Kunststiftung), Helga de la Motte (Musikwissenschaftlerin),
Anna Ptak (Kuratorin), Jan Ritsema (Leiter Künstlerhaus und Regisseur), Berthold Schneider (Operndirektor und Regisseur), Tom Stromberg (Festivalleiter und Impressario).
Arnold Schönberg
Die glückliche Hand
Drama mit Musik op. 18 für Bariton, Chor und Orchester RSO Stuttgart unter der Leitung von Peter Rundel
SWR Vokalensemble, Bariton: Dietrich Henschel
Eclat Festival 2011, Theaterhaus Stuttgart
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„1001 Stühle für Ai Weiwei“
Unter dem Motto «1001 Stühle für Ai Weiwei» sollten unter anderem in Berlin, New York, Stockholm, London, Paris, Wien, Moskau, Madrid oder Hongkong jeweils um 13.00 Uhr Ortszeit Stühle vor chinesischen Botschaften und Konsulaten aufgestellt werden.
Die Aktion spielte an Ai Weiweis documenta-Beitrag «Fairytale» im Jahr 2007 in Kassel an. Damals hatte der Künstler 1001 Chinesen nach Kassel kommen lassen und damit für Aufsehen gesorgt.
A brass-balled individual known only as “Cpak Ming” recently projected a “flash stencil” of disappeared Chinese artist Ai Weiwei onto the side of the People’s Liberation Army barracks in Admiralty, Hong Kong.
Am 3. April 2011 wurde Ai Weiwei auf dem Pekinger Flughafen verhaftet. Seitdem wird er an unbekanntem Ort festgehalten, ohne Kontakt zu seiner Familie oder Anwälten. Dieses Vorgehen verstößt nicht nur gegen elementare Menschenrechte sondern auch gegen chinesisches Recht. Ais Familie, Freunde und Mitarbeiter werden durch Hausdurchsuchungen, Festnahmen, die Verhängung von Hausarrest und ähnliche polizeiliche Maßnahmen schikaniert. Die Behörden verweigern jede Auskunft über den Verbleib Ai Weiweis und dreier seiner Mitarbeiter. Sie verbreiten Gerüchte über angebliche Wirtschaftsvergehen. In den chinesischen Medien wird er in einer Sprache, die an die Kulturrevolution erinnert, diskriminiert und diffamiert. Es wird versucht, ihn außerhalb der Gesellschaft zu stellen. Die Handlungen der chinesischen Behörden und ihrer Medien haben auf der ganzen Welt Empörung und Proteste hervorgerufen, weil sie als politisch motivierte Willkür gegen einen kritischen, sich für Menschenrechte einsetzenden Künstler angesehen werden.