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Das DigiEnsemble musiziert auf iPod, iPad & iPhone

Das DigiEnsemble Berlin ist ein Experimental-Ensemble, gegründet und geleitet von Matthias Krebs.

Die Variation “St. Anna” ist eine Eigenkomposition von Uwe für das DigiEnsemble. Er selbst spielt die erste Violine und hat die musikalische Leitung. Es handelt sich um eine klassische Stilkopie, die mit Streicherbesetzung und Querflöte (App: jeweils ThumbJam) auf traditionelle Art und Weise musiziert wird. Interessant war die musikalische Probenarbeit, bei der Dynamik, gemeinsame Einsätze sowie die Phrasierungen — sehr ähnlich wie bei einem traditionellen Streichensemble — gearbeitet wurden.

Die Mitglieder des DigiEnsemble Berlin sind experimentierfreudige Musikerinnen und Musiker, die an der Universität der Künste Berlin mit iPhone, iPod-Touch und iPad gemeinsam Musik machen. Ziel ist es im Zusammenspiel auszuprobieren, ob und wie mit den kleinen Geräten musiziert werden kann.

Dabei entstehen Musikstücke aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen zwischen „klassischem” Streichensemble bis hin zum tanzbaren R’n’B-Act. Wichtig ist, dass die Musik auf den Hosentaschen-Instrumenten interessant klingt und musikalisch ist.

(via Synthopia)

Und hier das Video eines japanischen Theremin-Ensembles:

So bizarr das heute aussieht – irgendwie so wird die Musikperformance der Zukunft aussehen.

(via it’s publique)

Thomas Wenk: Taurus Kassettenrekorder-Duo

Zufällig auf YouTube entdeckt: Thomas Wenk hat einen Zusammenschnitt seines Kassettenrekorder-Duos von 2002 online gestellt. Ich erinnere mich noch gut, das Stück geht knapp 15 Minuten, und war bei der Uraufführung ein großer Erfolg.

Alte Medien heute (oder demnächst)

Andy Warhol und David Hasselhoff verzehren zeitgleich Hamburger

Es liegt doch nichts näher, als die beiden berühmtesten Hamburger-Verspeisungs-Performances zu synchronisieren. Von Christoph Steinweber.

Kulturtechno relaunch

Endlich ist der lang geplante Kulturtechno-Relaunch getan – vielen Dank an Dorothée Hahne, die das Kunststück geschafft hat, Kulturtechno in das ‚Corporate Design‘ meiner Website (design by Leowee Dear <3!!) einzufügen! Die Textspalte ist nun also gleich wie auf kreidler-net.de, unter den Posts steht der neumodische Twitter- und Facebook-Schnickschnack, der heute dazugehört, die Email-Angabe für Kommentare ist, ich glaube damit bin ich das einzige Blog weltweit, freiwillig, und das steht jetzt auch dran!, und weitere Details sind optimiert. Außerdem kann nun auf der Facebook- und Twitterwall alles Kurzgeschriebene gelesen werden.
Die Linkliste „Andere Blogs“ werde ich demnächst auf Vordermann bringen. Außerdem wird es ab jetzt nie wieder Google-Werbungs-Verschandelung geben, versprochen!

Die nächsten Tage kann es noch zu Funktionsstörungen und Nachjustierungen kommen, ich bitte ggf. um Nachsicht. Zum Beispiel ist die Facebook-Wall momentan noch nicht so ganz wunschgemäß. Ansonsten geht das Blog seinen gewohnten Gang.

Musikentwertung – Diskussion (aus „Feeds. Hören TV“)

Diskussion über Musikentwertung, Mp3 als Atombombe, Claus-Steffen Mahnkopf, die totale Musikbibliothek und Besitzverhältnisse von Komponisten sowie ein Schlingensief-Zitat. Aus „Feeds. Hören TV“

Walter Zimmermann: „Dit“ ~ Cello meets Audioarchiv

Der/die (?) unermüdliche Stanchinsky, Meisteruploader von Neuer Musik auf YouTube (bislang über 800 Werke online gestellt), hat ein kleines Stück von Walter Zimmermann hochgeladen, das ich sehr mag und worüber ich in meinem Aufsatz „Zum Materialstand der Gegenwartsmusik“ geschrieben habe:

Auf die an zahlreiche Komponisten ergangene Anfrage für ein Stück, das zur barocken in-nomine-Tradition Bezug nehmen soll, hat Walter Zimmermann „Dit“ für Cello und Zuspielung eingereicht, bei dem der Instrumentalist die uralte Gesangsaufnahme eines West-Guinesen synchron imitiert.[24] Was bei dieser rätselhaften Wahl das fremde Lied und das Violoncello aus dem Kontext der Neuen Musik miteinander und dann noch mit der altenglischen Cantus-firmus-Überlieferung zu tun haben, letzten Endes gar mit dem gesamten Kommissions-Projekt, erschließt erst die verbale Interpretation.

Der Interpret dieser Aufnahme ist vermutlich Lukas Fels.

Monade/Nomade 1
Dit
Für Violoncello und Tonband (1999)
Für Werner Heider zum 70sten

Dit wurde geschrieben für das In Nomine-Projekt des ensemble recherche. Hier sieht sich der Interpret mit der Aufgabe konfrontiert, zu der Tonbandaufzeichnung (von Artur Simon) eines Liedes aus Mailal (West-Neuguinea) so exakt wie möglich im Unisono eine tongetreue Transkription dieses Gesangs zu spielen und zu singen, der wie die Antiphon des John Taverner den Tonumfang einer None besitzt. Obwohl die Eipo Papuas missioniert wurden und am Weihnachtsfest 1980 unter dem Einfluss der Unevangelized Fields Mission ihre Heiligtümer verbrannten, ist dieser Gesang nur zufällig in seinem Tonumfang identisch mit dem In Nomine cantus firmus.

(via New Music reBlog)

Arbeit und Freizeit (3) – Die Glückliche Hand

Eine schöne Neu-Interpretation von Arnold Schönbergs expressionistischer Oper „Die glückliche Hand“ von Daniel Kötter.

Daniel Kötter
Arbeit und Freizeit (3) – Die Glückliche Hand

Uraufführung, 12-Kanal-Video, 45′

mit Nadine Bors (Festivalleiterin und Kuratorin), Peter Conradi (Architekt und Kulturpolitiker), Xavier Güell (Musik- und Opernveranstalter), Jean-Baptiste Joly (Leiter Künstlerhaus),
Peter Laudenbach (Theaterkritiker), Harry Lehmann (Philosoph und Kunsttheoretiker), Heike Catherina Mertens (Leiterin Kunststiftung), Helga de la Motte (Musikwissenschaftlerin),
Anna Ptak (Kuratorin), Jan Ritsema (Leiter Künstlerhaus und Regisseur), Berthold Schneider (Operndirektor und Regisseur), Tom Stromberg (Festivalleiter und Impressario).

Arnold Schönberg
Die glückliche Hand

Drama mit Musik op. 18 für Bariton, Chor und Orchester RSO Stuttgart unter der Leitung von Peter Rundel
SWR Vokalensemble, Bariton: Dietrich Henschel

Eclat Festival 2011, Theaterhaus Stuttgart

Release Ai Weiwei

„1001 Stühle für Ai Weiwei“
Unter dem Motto «1001 Stühle für Ai Weiwei» sollten unter anderem in Berlin, New York, Stockholm, London, Paris, Wien, Moskau, Madrid oder Hongkong jeweils um 13.00 Uhr Ortszeit Stühle vor chinesischen Botschaften und Konsulaten aufgestellt werden.
Die Aktion spielte an Ai Weiweis documenta-Beitrag «Fairytale» im Jahr 2007 in Kassel an. Damals hatte der Künstler 1001 Chinesen nach Kassel kommen lassen und damit für Aufsehen gesorgt.

(via tagesschau.sf)

A brass-balled individual known only as “Cpak Ming” recently projected a “flash stencil” of disappeared Chinese artist Ai Weiwei onto the side of the People’s Liberation Army barracks in Admiralty, Hong Kong.

(via the daily what)

(Tate Modern Gallery, London)

Am 3. April 2011 wurde Ai Weiwei auf dem Pekinger Flughafen verhaftet. Seitdem wird er an unbekanntem Ort festgehalten, ohne Kontakt zu seiner Familie oder Anwälten. Dieses Vorgehen verstößt nicht nur gegen elementare Menschenrechte sondern auch gegen chinesisches Recht. Ais Familie, Freunde und Mitarbeiter werden durch Hausdurchsuchungen, Festnahmen, die Verhängung von Hausarrest und ähnliche polizeiliche Maßnahmen schikaniert. Die Behörden verweigern jede Auskunft über den Verbleib Ai Weiweis und dreier seiner Mitarbeiter. Sie verbreiten Gerüchte über angebliche Wirtschaftsvergehen. In den chinesischen Medien wird er in einer Sprache, die an die Kulturrevolution erinnert, diskriminiert und diffamiert. Es wird versucht, ihn außerhalb der Gesellschaft zu stellen. Die Handlungen der chinesischen Behörden und ihrer Medien haben auf der ganzen Welt Empörung und Proteste hervorgerufen, weil sie als politisch motivierte Willkür gegen einen kritischen, sich für Menschenrechte einsetzenden Künstler angesehen werden.

(via)

Hier zwei Links zu Petitionen:
http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=402
http://berlinerappell-freeaiweiwei.com/

Living in a Box @ HR2 Kultur

Morgen abend sendet HR2 Kultur den Mitschnitt des Uraufführungskonzerts meines Ensemble-Stücks „Living in a Box“ (Kulturtechno früher).

Livestrom:
http://metafiles.gl-systemhaus.de/hr/hr2_2.m3u

3.5.2011, 20:05 Uhr
Gemeinsam im Niemandsland – Das Ensemble Modern bei den Frankfurter Positionen 2011
Leitung: Kasper de Roo [de Roo erkrankte, es sprang Harmut Keil ein]

John Oswald: b9; 2011 • Michael Iber: soundalike: music collection II; 2010 • Johannes Kreidler: Living in a Box; 2010

(Aufnahme vom 29. Januar 2011 aus dem Frankfurt LAB)
Vor zehn Jahren wurde sie erstmals veranstaltet, die „Frankfurter Positionen“. Sie verstehen sich als Erfahrungs- und Erkenntnisfeld: In einem etwa zweijährigen Turnus versuchen sie, mit den Mitteln verschiedener Sparten der Künste eine Positionsbestimmung zu den Veränderungen in der Lebenswelt zu formulieren. Die „Frankfurter Positionen“ initiieren somit einen kontinuierlichen kreativen Prozess mit dem Ziel, neue Sichtweisen und soziale Fantasie zu entwickeln. In diesem Jahr behandelten die „Frankfurter Positionen“ die alte Frage des Spannungsfelds zwischen Individuum und Gemeinschaft. In den letzten Jahrzehnten scheinen die vorherrschenden Tendenzen zu mehr individueller Freiheit und persönlichem Erfolgsstreben an ihre Grenzen zu stoßen. hr2-kultur sendet heute die Aufnahme des Konzerts vom 29. Januar im Frankfurt LAB. Die Komponisten Johannes Kreidler, John Oswald und Michael Iber modifizieren bestehendes musikalisches Material nach unterschiedlichen Prinzipien. Kreidler bearbeitet in „Living in a Box“ Reproduktionen von Musik mit digitalen Techniken, Oswald kontextualisiert in „b9“ bekannte Themen der Sinfonien Beethovens im Sinne heutiger Rezeptionsbedingungen neu, Ibers Werk knüpft an seine im Rahmen der „Frankfurter Positionen“ gezeigte Installation an.


http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/programm3758.jsp?rubrik=3758&r=4&y=2011&t=20110503