Aus dem Zusammenhang reisen
vs.
Sich zusammenreisen
Am Flughafen Reykjavík dasselbe Bild wie in Oslo: Die Leute plündern den Duty Free Shop. Körbeweise deckt man sich mit Alkoholika ein, weil ‚im Land‘ die Steuern darauf exorbitant hoch sind.

Aus dem Zusammenhang reisen
vs.
Sich zusammenreisen
Am Flughafen Reykjavík dasselbe Bild wie in Oslo: Die Leute plündern den Duty Free Shop. Körbeweise deckt man sich mit Alkoholika ein, weil ‚im Land‘ die Steuern darauf exorbitant hoch sind.
Ab heute beginne ich etwas, was ich nur alle Jubeljahre mal eine Zeitlang mache, und öffentlich habe ich es noch gar nie probiert: Tagebuch führen. Aber da ich mir nun mal vorgenommen habe, dieses Blog konsequent zu führen, ich mehrere Wochen unterwegs bin und nicht genug Material habe, um für die Zeit was vorzuprogrammieren, schreibe ich live hier rein, von unterwegs, vielleicht lohnt es sich ja: Ich mache eine kleine Weltreise. Berlin – Norwegen – Island – Australien – Argentinien – Berlin. Wobei Norwegen (Oslo) nicht zählt, in Oslo war ich schon oft und bin’s immer wieder, daran hab ich mich gewöhnt. Die eigentliche Weltreise geht mit dem Flug nach Island los, vom Flughafen Oslo, also jetzt.
Fotos mache ich nicht. Die öffentlichen Orte der Welt, zumal die Sehenswürdigkeiten, sind zur Genüge fotografiert. (Meine Radiosendung über Matthew Shlomowitz begann mit der Frage: Wären Sie in Pisa, würden Sie den Turm fotografieren, wo er doch schon tausendfach im Netz zu sehen ist?) Statt eigener bringe ich darum gegoogelte Fotos. Das Archiv ist ja wahrscheinlich auch ein Grund, warum man heute so viele Selfies macht: Alles andere ist schon fotografiert. Fehlt nur noch das sichtbar personalisierte Foto. The revolution will be selfie’d.
Flughafen Oslo (Google’d)
Gordon Kampe hat die Zwölftontechnik behutsam in den Konzeptualismus überführt, dank Melodyne.
Florian Käune hat sich in seiner Bachelorarbeit sehr eingehend mit dem Teil meiner Arbeit befasst, der sich dem „Neuen Konzeptualismus“ zuordnen lässt.
In meiner Bachelorarbeit beschäftigte ich mich ausführlich mit dem „Neuen Konzeptualismus“, einem Genre, dessen Grundlagen Johannes Kreidler sowohl mit seinen künstlerischen als auch mit seinen theoretischen Arbeiten legte. Die Arbeit soll eine Beschreibung und musikgeschichtliche Einordnung seines Ansatzes darlegen und geht dabei auf drei Werke Kreidlers genauer ein.
Eine gekürzte/geänderte Fassung wird später in der Zeitschrift Seiltanz erscheinen.
Kürzlich gab’s hier Wolken, die Klavier spielen – und hier hat jemand das Auftreffen von Regentropfen auf verschiedenen Untergründen collagiert; zum Glück ohne alles nach 20 Sekunden in 4/4-Takt zu pressen, wie man das sonst meist bei diesen Netzfilmen erlebt.
(via Kraftfuttermischwerk)
Der Text „Mein tägliches Festival“ ist in der aktuellen Ausgabe der „Positionen“ erschienen.
Snips:
Der Tag beginnt natürlich mit dem Einschalten des Computers, entweder das Smartphone im Bett, das Tablet oder der eReader auf der Couch, der große Rechner am Schreibtisch mit vier Monitoren oder für lange Videos das Heimkino – ein Laptop, angeschlossen an Beamer und Lautsprecheranlage. Jeden Morgen lese ich zur Information und Inspiration das halbe Internet durch.
[…]
Es scheint ohnehin so zu sein, dass die Blogkultur in Ländern wie den USA und Russland weiter gediehen ist; das liegt vielleicht daran, dass die Entfernungen dort viel größer sind, also die Fernkommunikation notwendiger ist. In Deutschland gibt es nur sehr wenige Blogs zur Neuen Musik, die regelmäßig Inhalte veröffentlichen: das Bad Blog of Music, das Blog Weltsicht aus der Nische von Stefan Hetzel, Ausgewuchtet von Erich Hermann und mein Blog – ja, das war’s auch schon, kaum zu glauben. Sonst wäre noch Lukas Hellermann von der Musikfabrik zu nennen, der auf Twitter fleißig zur Neuen Musik verlinkt. International hingegen gibt es neben vielen anderen atonality.net, renewable music, new music box, I care if you listen, the rambler, the rest is noise, sequenza21, sound morphology, networked new music review. Die Facebook-Diskussionen des Pianisten Ian Pace erfreuen sich bei der englischsprachigen Community regelmäßig einer immensen Beteiligung. Immerhin, das Portal der Neuen Musikzeitung ist eine Art Spiegel Online für Musik, und mittlerweile sind die Positionen und die Neue Zeitschrift für Musik online als ePaper zu erstehen. Bei mir haben sie dadurch einen neuen Käufer gewonnen, denn ich will schon lange nicht noch mehr Papier zu Hause haben.
[…]
Das tägliche Festival des Internets wird immer mehr zu einer Größe in der Neue-Musik-Landschaft, und man darf gespannt sein, wie es sich weiterentwickelt, inwieweit sich auch hier Strukturen ausbilden werden und welche Relevanz ihm der Diskurs gibt. Für mich jedenfalls ist es eine beglückende Realität.
Die nächste Musikgenre-Großmappe steht an: 1245 verschiedene Stile sind hier anklickbar. Dabei hab ich gerade erst in „Audioguide“ meine einstige Metal-Szene auf 270 Beispiele erhöht.
http://www.furia.com/misc/genremaps/engenremap.html
(via Kraftfuttermischwerk)