This is a Mongolian lute tablature. From the .@MorganLibrary! pic.twitter.com/rpJsJJFGKi
— Musical Notation is Beautiful (@NotationIsGreat) 12. April 2019
Mongolische Lautentabulaturnotation
Noten ohne Taktstriche, 1801
Anton Reicha, dieser verrückteste Komponist des 19. Jahrhundert, überrascht mich immer wieder.
In about 1801 Antonín Rejcha suggested composing music without using bars. As a proof he gives an example with numbers to help.
(via Twitter)
The history of the most popular memes (2004-2019)
Gewissermaßen eine Geschichte des Webs überhaupt, wenn nicht eine Universalgeschichte.
(via KFM)
Hörscham
(Eine Geschichte aus den Jahren 2009-2014)
Bei den ersten iPhones war es noch so, wenn man das Kopfhörerkabel abzog, dass dann automatisch auf den handyeigenen Lautsprecher umgestellt wurde. Was zur Folge hatte, dass, wenn man beispielsweise im Zug Musik hörte und durch eine unbedachte Körperbewegung den Stecker herausriss, dann alle um einen herum der Musik gewahr wurden, die man gerade noch in der Kopfhörerkabine ganz für sich alleine hörte. So ein Moment, der mir Vielreisendem im langen fünfjährigen Leben meines ersten Smartphones doch manches Mal passierte, war ein Moment der >Hörscham<. Natürlich wegen der jähen akustischen Belästigung, aber eben auch, weil ich immer so abseitige Musik höre. (Nein, ich verrate jetzt natürlich kein Beispiel!) Nun gab es seinerzeit gewiss unsensible Naturen, denen so ein Versehen ihrerseits herzlich egal war, und die sich überhaupt nicht beeilten, ihr herausgelöstes Verbindungsstück wieder in die Buchse einzuführen, wie einen manche Telefonierer im Zug ja auch schonungslos mithören lassen, was ihnen ihr Untenrum-Doktor gestern diagnostiziert hat. Aber vielleicht noch schlimmer müssen diese Gesellen gewesen sein, die es ebenfalls gegeben haben muss (denn seit dem Internet wissen wir, es gibt alles irgendwo), die jenen technischen Umstand ganz gezielt ausnutzten, um sich im öffentlichen Raum kurzzeitig vor allen anderen musikgeschmacklich zu entblößen. Scheinbar versehentlich (in Wahrheit aber mit voller Absicht!) befreiten sie den Stecker aus seinem Refugium, damit ein paar Sekunden lang schamlos ihr intimstes Musikalisches der Umgebung preisgegeben ward, weil sie es sonst nie mit jemandem teilen konnten. Selbst in der Anwesenheit von Kindern oder sogar mit Vorliebe dort trieben die Hörexhibitionisten ihr Unwesen, das schließlich durch technischen Fortschritt beseitigt werden konnte. Firmen wie Apple, die ja jeden möglicherweise weiblichen Nippel inexistent zu machen gedenken, griffen durch und bereiteten durch die Funktion, die bei Kabelentfernung den Musikplayer automatisch auf Pause stellt, dem Phänomen der Hörscham wie auch dem Hörexhibitionismus ein Ende.
Bildbuch
Was für ein atemberaubender, herausfordernder, radikaler neuer Film von Godard. Möge er 100 werden und nie aufhören, Filme zu machen.
Achtung, der Film enthält einige Gewaltdarstellungen. Bei Arte bis 22.6. (leider mit sehr störendem Arte-Logo)
https://www.arte.tv/de/videos/082224-000-A/bildbuch/?fbclid=IwAR33OtVo7-B-eZn-Z7h64Ks8Vb6MRd-b8Pwq-s6kC3rkhvyVqhwcm7RcfYg
KI-generiertes Husten
Ich wünsche dem Algorithmus gute Besserung
(via Genoel auf FB)
Früher auf Kulturtechno:
KI-generierter DeathMetal nonstop
Hip-Hop macht den besten Käse
Für eine Studie haben sie Emmentaler Käse ein halbes Jahr mit Musik beschallt. Der Hip Hop-Käse schmeckt angeblich am besten im Vergleich mit der unbeschallten Käse-Kontrollgruppe.
Für das Experiment benutzte man neben Nieder-, Mittel- und Hochfrequenztönen (25Hz, 200Hz und 1000Hz) die Racks Monolith von Yello (Ambient), Stairway to Heaven von Led Zeppelin (Rock), den Technotrack UV von Vril, We Got (the Jazz) von A Tribe Called Quest (Hip Hop) und Mozarts Die Zauberflöte; der Käse wurde ein acht Monate rund um die Uhr der Musik ausgesetzt.
According to research on the musical tastes of Emmental, the holey cheese changes flavour depending on the melodies played as it ripens.
The experiment — “Sonic cheese: experience between sound and gastronomy” — by Bern University of the Arts and a cheesemaker in western Switzerland probed whether the sounds and vibrations of music could impact the chemical reactions in the bacteria within cheese.
Over six months, Emmental made in Beat Wampfler’s 19th Century cellar in the town of Bergdorf were exposed to A Tribe Called Quest, Led Zeppelin or Mozart. Other circles of the holey Swiss classic were kept away from music, serving as a control group.
“We did two surveys, a scientific one, and another with a jury of culinary experts,” said Peter Kraut, deputy director of the music department at the Bern arts university. “Both came to the conclusion that there are differences, there are differences in taste and in the smell, according to the music with which the cheese has been refined,” he added.
Chef and jury member Benjamin Luzuy said hip-hop triggered a “softer, more floral” taste, but that his favourite was Mozart-exposed Emmental.
(via Nerdcore)
Die Große Magellansche Wolke, fotografiert mit einer Belichtungszeit von 1060 Stunden
Fünf Amateur-Astronomen haben ihre Teleskope insgesamt 1060 Stunden lang auf die Große Magellansche Wolke gerichtet, eine Zwerg-Galaxie in 170000 Lichtjahren Entfernung mit rund 15 Millarden Sternen, um dieses großartige Foto zu schießen, zusammengestückelt aus insgesamt 16 Bildern und 204 Millionen Pixeln. Das Foto ist die Arbeit der französischen Astronomen Jean Claude Canonne, Philippe Bernhard, Didier Chaplain, Nicolas Outters und Laurent Bourgon des „Teams Ciel Austral“.
Siehe dazu auch das Olberssche Paradoxon – warum der Sternenhimmel nicht komplett hell ist.
(via Nercore)




