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Musik aus dem Gehirn schneiden

Eine Frau hat’s machen lassen, weil sie bei einem bestimmten Musikstück epileptische Anfälle gekriegt hat. Ich würde das herausgeschnittene Stück Hirn als Musik-Datenträger zum Kunstwerk erklären.

Fed-up Zoe Fennessy, 26, has an epileptic seizure within seconds of hearing the chart-topper’s voice, making her freeze, vomit and unable to react to the world around her. The health care assistant has to wear earphones whenever she goes shopping just in case the ‘Let’s Go’ singer’s tunes are played. […] Surgeons removed part of her left frontal lobe in June in a bid to stop the affliction, but it didn’t work and baffled medics reckon the mum will have the condition forever.

(via Nerdcore)

Sheet Music – Video & Exhibition

Heute eröffnen die Klangkunsttage Wien in Kooperation mit der Vienna Art Week, in der Ausstellung gibt es mehrere meiner Sheet Music Arbeiten (Aura, Sunset und Light) zu sehen.

http://grrrr.org/2014/11/06/they_sound-klangkunsttage-2014/

Außerdem gibt es mittlerweile eine schöne Doku der Ausstellung „Gegenklänge“, die letztes Jahr in der Städtischen Galerie Sindelfingen stattgefunden hat. Ein Ausschnitt.

Die Eigendynamik des Akkordeons

Studien von Neele Hülcker und Matthias Kaul.

Siehe auch: Accordion filled with meth

Musikalische Annäherung an Nichts

Henrique Iwao versucht, winzig kleine Soundfiles zu machen, folgend dem Gedanken Wittgensteins, dass der Tod nicht Teil des Lebens ist, da man ihn nicht mehr lebendig erfährt.

§6.4311, by henrique iwao – october 2014.

a 1ms wav audio to produce silence.
a 1×1 transparent png image.

1. please check the corresponding ludwig wittgenstein’s tractatus logico-philosophicus topic.
2. is saying that death is not part of life an thus in a sense, saying that life is eternal, a confrontation with the nietzschean doctrine of the eternal recurrence?
3. the instant is not part of the present, since, though infinitesimal, it is already gone – already past. (against §6.4311)
4. since the duration tends to zero, it tries to eliminate the sense of experience the piece would have, trying to become a pure concept.
5. ray brassier said in an article called genre is obsolete that „experience is a myth“..
6. the concept can be experienced, just as death as a concept can.
7. the piece is thus the attempt at building it as the experience of the attempt of erasing the experiential part of itself.
8. it does not exemplifies well the tractatus thought evoked, but rather, is accompanied by it.

Iwao liefert einen pd-patch, der nahezu Null-Sekunden-Soundfiles herstellt:
http://henriqueiwao.seminalrecords.org/arquivos/zip/henrique_iwao-%c2%a76.4311.zip

Radiosendung „Vom Musikmachen mit Musik“

Gestern abend kam auf Deutschlandfunk das Feature „‚Pop will eat itself‘ – Vom Musikmachen mit Musik“, auch mit meiner Mitwirkung (Kulturtechno gestern). Hier kann man die Sendung nachhören:

http://www.deutschlandfunk.de/musik-pop-will-eat-itself-vom-musikmachen-mit-musik.866.de.html?dram%3Aarticle_id=299769

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/11/16/dlf_20141116_2005_a948341f.mp3

Latein oder Englisch

Guitar piece (from: Diminuendo by shame)

Excerpt from the piece „Diminuendo by shame“, premiered by Ensemble Asamisimasa 2015.

Radiofeature „Vom Musikmachen mit Musik“

Heute abend um 20.05h sendet Deutschlandfunk das Feature von Martin Butz „Pop will it eatself – Vom Musikmachen mit Musik“. Darin kommt auch meiner einer zu Wort.

Immer schon wurde in der Musik abgekupfert, erinnert, zitiert oder einfach übernommen. Wenn aus vorhandener Musik neue Musik entsteht, wird das oft ein Fall für die Gerichte. Die Motive und Absichten, bereits existierende Musik als Rohmaterial für neue Kompositionen zu nutzen, sind jedoch so vielfältig wie die Ergebnisse.

Da entstehen einerseits Plagiate, bei denen man Arbeit spart und sich mit fremden Federn schmückt. Auf der anderen Seite stehen Musikzitate als Spielart der kreativen Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition. Und als Kind von Digitaltechnik und Internet entstand der Remix. Doch was sich am Ende als neu, innovativ oder originär behaupten kann, bleibt letztlich immer eine ästethische Frage.

http://www.deutschlandfunk.de/musik-pop-will-eat-itself-vom-musikmachen-mit-musik.866.de.html?dram:article_id=299769

Livestrom:
http://www.deutschlandradio.de/streaming/dlf.m3u

Vor ein paar Tagen hat Butz netzpolitik.org ein Interview gegeben:
https://netzpolitik.org/2014/remixer-47-martin-butz-ein-sehr-grundsaetzliches-kulturelles-konzept/

Eintonmusik zwölfton’d

Nachdem Gordon Kampe Zwölftonmusik in Eintonmusik verwandelt hat, hat er jetzt folgerichtig die Umkehrung betrieben: ein Eintonstück von Scelsi mit der Zwölftonreihe von Bergs Violinkonzert transformiert (ein „Zwölfie“). Wenn man die MIDI-Dateien hätte, könnte man ja auch mühelos die Zwölftonstücke von Schönberg mit Berg- oder Webernreihen umschreiben.

(via Da muss Fleisch dran)

Mein Text „Der erweiterte Musikbegriff“ jetzt online Update: nicht mehr online

Mein Text „Der erweiterte Musikbegriff“, den ich für den Katalog der Donaueschinger Musiktage 2014 geschrieben habe, steht jetzt online.

Update: Aufgrund von nicht ausreichend geklärten Verlagsmodalitäten ist der Text vorerst wieder offline, sorry.

Snip:

Absolute und autonome Musik spielen sich in einem Kokon ab, der fraglos eine Fülle inhärenter Wirkungen ermöglicht. Doch widerspricht diese Abtrennung einer heutigen Erfahrung, und es beeinflussen ohnehin diverse Kräfte die vermeintliche Monade. Verlässt man nun diese tradierten Vorstellungen von Rahmung und gestaltet aktiv die Kontexte des Klingenden, sei es durch akkompagnierende Tätigkeiten oder durch Auffächerung des Werks selbst, ergibt sich in der Konsequenz ein erweiterter Musikbegriff, der den ganzen Strauß von Wirkungszusammenhängen ergreift: Medienmusik.

http://www.kreidler-net.de/theorie/kreidler__der_erweiterte_musikbegriff.pdf