Skip to content
 

Robotik und Neue Musik 17/17

Ein Ausstellungsraum oder ein Konzertsaal wird zu einer Art künstlichem Habitat, in ihm bestehen verschiedene zeitliche Organismen nebeneinander, kreuzen ihre Rhythmen, beeinflussen sich, bilden Schwärme, Zonen, Verdichtungen. Auch das Publikum gerät in diese Ökologie hinein. Man wartet auf eine Maschine, geht einer anderen aus dem Weg, bleibt vor einer dritten stehen, wird von einem Geräusch herübergerufen. Aufmerksamkeit wird zur Form der Koexistenz.
Die Autonomie wird hier zur Herausforderung – wie viel Kontrolle sind wir bereit, abzugeben? Wem gestehen wir menschenähnlichen Status und sogar Würde zu? Was ist Lebendigkeit, gar Leben, ja Bewusstsein? Das geht an Grenzen, und hier steht die Kunst, die Praxis der Grenzüberschreitung, die Domäne der Herausforderungen, mit den Argumenten des Schönen.

Antworten