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Robotik und Neue Musik 5/17

Gleichwohl ich mit der Bühnensituation seit jeher und weiterhin arbeite, schätze ich die zeitliche Autonomie des Publikums in der Ausstellung sehr – dem Lauf der Maschinen entspricht die Bewegungsmöglichkeit der Betrachtenden –; zugleich schätze ich die Herausforderung, das Publikum zum längeren Verweilen zu bekommen, man könnte fast sagen: es zur Entschleunigung erziehen.
Gewisse Umbauten im Ausstellungsraum mögen hinzukommen, etwa eigene Sitzgelegenheiten. Wir stehen, residieren vor oder sogar in einer Hybridform, einer performenden Installation, einem offenen Amphitheater. Das ist selbst Medium der Formung, kleine Sesselgruppen hie oder da, mobile Stühleangebote, aber auch Platz für den selbstbestimmten Gang, das ist in der Partitur sozusagen als Tempoindikation vermerkt.
Zwei Choreographien begegnen einander, die komponierte und die flanierende, und aus ihrerm Aufeinandertreffen entsteht eine eigene Aufführungsform. Das Werk läuft seinen Weg, der Betrachter läuft seinen, und ihre Bahnen kreuzen sich.

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