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Kategorie Technologik

Der stillste Ort der Welt

Ein wahrhaft „stilles Örtchen“: Der echolose Raum in den Orfield Laboratories, South Minneapolis.


Photo: Steven Orfield/Orfield Labs

If you think that loud noises drive you mad, try this quiet room for a change.

The anechoic chamber at Orfield Laboratories in South Minneapolis, certified as the quietest place on Earth by the Guinness World Records, is so quiet that the longest anyone has survived being in there is just 45 minutes:

‘When it’s quiet, ears will adapt. The quieter the room, the more things you hear. You’ll hear your heart beating, sometimes you can hear your lungs, hear your stomach gurgling loudly.

‘In the anechoic chamber, you become the sound.’

And this is a very disorientating experience. Mr Orfield explained that it’s so disconcerting that sitting down is a must.

He said: ‘How you orient yourself is through sounds you hear when you walk. In the anechnoic chamber, you don’t have any cues. You take away the perceptual cues that allow you to balance and manoeuvre. If you’re in there for half an hour, you have to be in a chair.’

Erst Recht Horror wäre dieser Raum für Tinnitusgeplagte (wie mich). Da sag noch einer „Musik als existenzielle Erfahrung“!

(via Neatorama)

Grammophonkonzert im Beethovensaal (1889)

Unbekannter Maler: „Grammophonkonzert im Beethovensaal“ (1889) (Ausschnitt).
Das Original liegt nicht vor, eine Reproduktion stammt aus dem Bildarchiv Marburg. Abgedruckt in: Musik-Konzepte XI/2008, S. 182.

Das Bild war ironisch gemeint, es sollte die Anti-Utopie von Lautsprechermusik im Konzertsaal darstellen.

Nietzsche tippt Schreibmaschine

Noch bevor die Schreibmaschine ihren Durchbruch hatte, benutzte Friedrich Nietzsche bereits eine Zeitlang eine.

„Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken.“
(vgl. ICH SCHREIB NICHT MIT DER HAND ALLEIN, / DER FUSS WILL STETS MIT SCHREIBER SEIN – / FEST FREI UND TAPFER LAEUFT ER MIR / BALD DURCH DAS FELD BALD DURCHS PAPIER.“)

Und der berühmte „Freud’sche Vertipper“:

http://www.stephan-guenzel.de/Texte/Guenzel_Nietzsche-SM.pdf

Update: Frühe Ascii-Art (1948) – Dank an Anton!

Fakemotorensounds für E-Autos

Neue Technologien schaffen ganz neue Kompositionsfelder. In Zeiten des Schnurtelefons wäre man im Leben nicht darauf gekommen, sich Klingeltöne zu kaufen. Wenn des Elektroauto kommt, wird man sich Motorenimitate runterladen.

Ach, der Willie wieder mal, mit seiner aufgetunten Kiste. Ich denke, ich werde ihm zu Ostern ein besseres Sound-Update schenken. Sein Opel wird sich dann wie ein Porsche anhören. Obwohl die mittlerweile ganz schön hinterher sind bei Porsche, nachgemachte Klänge abzumahnen.

(via buzzriders)

Schalltrichter, 19. Jahrhundert

(via mediatelepolis)

(via opinionator)

Früher auf Kulturtechno: Militärische Riesenohren

Google Maps Nintendo Version

Durch die Digitalisierung fühlt sich die Welt immer mehr wie eine Simulation oder ein Computerspiel an. Jeder wird sich schon mal beim Online-Banking gedacht haben, dass die Zahlen da doch nur Spielgeld sind. Jetzt gibt es Google Maps in der 8-Bit-Version. Putzig.

http://goo.gl/i4onu

Ich fände es gut, wenn Online-Banking auch im 90er-Arcade-Stil gehalten würde.

(via Spreeblick)

Das singende Keyboard

Rumms! Schon wieder geht das Abendland mit Karacho unter, denn nun gibt es das singende Keyboard aus Japan. Mit etwas Übung kann man zweihändig sein tiefstes Inneres zum Ausdruck bringen.

(via publique)

Die Sixtinische Kapelle online

Wieder ein prominenter Beitrag zum totalen Archiv:

www.vatican.va/various/cappelle/sistina_vr/index.html

Ebenfalls jetzt online: Keith Haring Journals 1978-82

Früher auf Kulturtechno: Cranach Digital Archive

(via it’s nice that)

Bohrmaschinenkamera

So einfach wie verblüffend: Jemand hat eine Kamera auf eine Bohrmaschine aufgepflanzt.

Frage mich, wie das wäre mit einem Mikrofon. Müsste theoretisch ein Doppler-Effekt-Vibrato ergeben, wenn man längs zur Rotationsachse eine Schallquelle hat.

(via Das Kraftfuttermischwerk)

Toaster, komplett selbsthergestellt

Thomas Thwaites hat einen 5$-Toaster komplett selber gebastelt, bzw. es versucht. 9 Monate dauerte die Arbeit an den nötigen 400 Einzelteilen.

Eine ganze Zivilisation wird benötigt um einen Toaster zu bauen. Designer Thomas Thwaites hat das auf die harte Tour gelernt, als er versuchte, einen von Grund auf zu bauen: Eisenerz für Stahl fördern, Plastik aus Öl herstellen… es ist offen gesagt unglaublich, dass er so weit kam wie er kam. Eine Parabel unserer ineinandergreifenden Gesellschaft, für Designer ebenso wie für Konsumenten.

Den Glimmer für die Heizdrähte schürfte er mit dem Taschenmesser in Nordschottland. Nickel gewann er durch Einschmelzen von Münzen, Kupfer für die Kabel aus einem kupferhaltigen Gewässer in Wales. Gummi für die Kabelisolierung wollte er aus einem alten Gummibaum in den Botanischen Gärten von Kew extrahieren, was ihm jedoch untersagt wurde.