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Kategorie Museum für moderne Kunst

Ästhetisierungen von Roman Pfeffer

Ich mag ja Kunst, die Zahlen, Mengen, Statistiken ästhetisiert, also ästhetisch wahrnehmbar macht. Herrlich das begehbare deutsche Durchschnittsgrundstück von Timm Ulrichs.

Roman Pfeffer hat da auch ein paar schöne Arbeiten gemacht:

„Wissenswertes über das Wissen der Welt
Gesamtausgabe des 30-bändigen Brockhauslexikons, geteilt in Farbe und Papier“ (2006)

„One Million Euro
2000 Stück 500 Euro Banknoten geteilt in Papier und Druckerfarbe“ (2008)

„Grillparzer komprimiert
Die Menge der Tinte eines Achtzeilers komprimiert auf ein Quadrat“ (2006)

Und diese Arbeit verfolgt eine ähnliche Idee wie mein John Cage: 4’33“ divided by 16:

„Portait of a man with a size of 181cm“ (2009)

(Und das hier geht in die Richtung meines Requiems.)

Ulysses – digitales Re-enactment

Auch Belletristik kann im Digitalen neu inszeniert werden: Das letzte Kapitel des Romans Ulysses von James Joyce, dem Jahrhundertavantegardewerk von 1918-1920, ist ein Stream of Consciousness, ein innerer Monolog jenseits der traditionellen Grammatik und Erzählform.

Diesen Stream setzt jemand nach und nach in einen Facebook-Stream (da Joyce nun über 70 Jahre tot ist und seine Werke somit urheberrechtlich frei sind):

https://www.facebook.com/marion.bloom

Wikipedia über Molly Bloom.

(via Sascha Lobo)

Remake von Carl Andres „Lever“

Schon öfters war hier in letzter Zeit das „Re-enactment“ historischer Avantgarde-Werke Thema (etwa hier und hier und hier, hier das Re-enactment der Avantgarde als Vortragsthema). Jetzt bin ich darauf gestoßen, dass in Düsseldorf 2008 eine ganze Ausstellung diesem Thema gewidmet war: „Die Wahrnehmung von Ideen führt zu neuen Ideen –
Re-Makes aus dem Fundus der Konzeptkunst“ (Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 2.8.-28.9.2008).
Daraus ein – in der Ausstellung (von der Filmterminologie übernommen) „Re-Make“ genannt – schönes Werk: Die Künstlergruppe Claire Fontain hat Carls Andres „Lever“ von 1966 neuinterpretiert. Andres Werk sah die linienförmige Anordnung von 137 Ziegelsteinen vor – gänzlich abstrakt gedacht.

Im Re-Make von Claire Fontain 2007 sind diese Ziegelsteine mit dem Umschlag des Buches „Differenz/Wiederholung“ von Gilles Deleuze versehen.

Duchamp was here

Irgendwoher muss ein Readymade ja kommen!

(via Anne Ko)

RIP Max Mathews

Der Co-Komponist des wohl bedeutendsten Requiems des 20. Jahrhunderts ist tot.

http://www.youtube.com/watch?v=px0c4Tgg6gg#t=3m35s

Wikipedia über den Pionier der Computermusik.

Patriotisches Wandbild

Von Sebastian Hempel. Wäre als Computeranimation lasch, funktioniert wohl nur mit der Aura echter Wimpel.

(via today and tomorrow)

Sehr große Kunst

Romulo Celdran vergrößert Alltagsgegenstände. Ich finde besonders witzig, dass auf den Fotos als Dokumentation immer ein Mensch, in dem Fall der Künstler, mit drauf sein muss als Maßstab. Hätte man vielleicht noch mehr mit spielen können.

(via iGNANT)

Gemälde extended

(via Glaserei)

Siehe dazu auch die Initiative: Nur nackt ins Museum?

(früher schon auf Kulturtechno)

Film über die Geschichte der Elektronischen Musik in Deutschland

Michael Beil schreibt:

Liebe Freunde der Neuen und Elektronischen Musik,

in den letzten beiden Semestern entstand in Zusammenarbeit mit der KHM ein Film über die Geschichte der Elektronischen Musik in Deutschland mit Interviews, Aufnahmen aus vier Produktions-Studios und mit viel Musik natürlich.

Premiere von TonBandMaschine ist am 20. April 2011, 19 Uhr 30 im Filmforum NRW im Museum Ludwig in Köln. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskuss statt.

Weitere Infos unter: http://ton-band-maschine.de/

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John Cage, 4’33“, gespielt von Harald Schmidt und Helge Schneider

Letzten Dezember war Helge Schneider bei Harald Schmidt zu Gast, und sie führten, zusammen mit Katrin Bauerfeind (Violine) und Helmut Zerlett (Band), John Cages 4’33“ auf. Freunden der Reihe Höhepunkte der Vermittlung Neuer Musik lege ich die Kommentarspalte auf YouTube ans Herz.