Drüben bei Aula Contemporana gibt es eine schöne Ausstellung von visuellen Arbeiten von John Cage. Hier eine kleine Auswahl:
(via Lukas Hellermann)

Drüben bei Aula Contemporana gibt es eine schöne Ausstellung von visuellen Arbeiten von John Cage. Hier eine kleine Auswahl:
(via Lukas Hellermann)
David Helbich, deutsch-belgischer Performance-Künstler (man könnte auch sagen: Komponist, Choreograph und Street Artist), hat mal wieder einen schönen Walk veranstaltet, zusammen mit der Tänzerin Shila Anaraki.
This performative walk was created for the symposium ‚Marche / Performance et Design Urbain‘ of the Académie Royale des Beaux-Arts de Bruxelles and the Université Libre de Bruxelles (ABRA + ULB). It took place 6 March 2011.
Concept, composition+guiding: David Helbich
Second guide: Shila Anaraki.
Camera: Jean-François Fontaine
Montage: David HelbichThe walk took 60 minutes, starting and ending at the Academy. The audience was asked to not talk during the walk and when indicated wear ear-plugs.
Hier gibt es noch eine Sammlung seiner Shout Pieces, einerseits Interventionen im öffentlichen Raum, andererseits auch Musikstücke, die sich nur um ein Geringes aus dem Grundrauschen herausheben, was sie um so poetischer macht.
Von Graham Caldwell.
(via Triangulation)
Man sollte die an dieses Auto montieren.
Früher auf Kulturtechno: Ein Haufen Straßenlaternen
Ein Stück, das ich sehr mag, „Hoketus“ von Louis Andriessen, wurde von jungen Musikern an der Wall Street gegeben. Für mich eines der besten Musikstücke, das mit dem Raum arbeitet, wenn nicht fast das einzige neben Stockhausens Gruppen und den alten Venezianern, trotz niederländisch-poppiger Unbekümmertheit. Um so hübscher, dass es auch noch an einem ungewöhnlichen Ort stattfindet. Ein Zusammenschnitt:
Yarn/Wire led the performers: Ian Antonio, Russell Greenberg (congas); Laura Barger, Ning Yu (pianos); Michael Gallope, Jacob Rhodebeck (keyboards); Erin Lesser, Christa Van Alstine (pan flutes); Tony Gedrich, Joe Higgins (electric bass).
(via starkland)
The Avant Garde Project is a series of recordings of 20th-century classical, experimental, and electroacoustic music digitized from LPs whose music has in most cases never been released on CD, and so is effectively inaccessible to the vast majority of music listeners today.
http://avantgardeproject.conus.info/mirror/index.htm
Es lebe die digitale Archivierung. Hoffentlich wird es aber nicht zu fragmentarisch, Archiv hier und Archiv da. Ladet doch alles auf YouTube hoch!
Noten, also eine visuelle Repräsentation von oder Instruktion für Musik, sind selbst hochgradig ästhetisch. Viele Partituren der musikalischen Avantgarde gelten ihrerseits als Kunstwerke und werden exponiert.
Hier hat jemand ein nettes Filmchen mit animierten Zeichen der musikalischen Notation erstellt. Was das Cello daneben damit zu tun hat, erschließt sich mir allerdings nicht.
(via notations21)
Früher auf Kulturtechno:
Partiturkunst von Ruth Proctor
Partiturkompression
Partiturexplosion
Lukas Hellermann von der Musikfabrik, dessen Twitteraccount so etwas wie der deutsche „Neue-Musik-Ticker“ ist (Danke!), verweist auf Interpretationen des Minimal-Klassikers „In C“ von Laptoporchester. Leider findet sich im Netz keine wirklich gute Aufnahme, aber da es perfekt zum hier immer wieder angeschlagenen und allseits beliebten Thema „Digitale Neu-Interpretationen von Klassikern der musikalischen Avantgarde“ passt, muss das erwähnt werden. Eine wacklige Impression vom Laptoporchester Berlin folgt:
Wieder mal ein großer Haufen an historischem Material, serialisiert.
(Danke für den Tipp, Caspar!)
Immer wieder bringe ich hier Splitscreen-Werke; Kutiman ist der bekannteste Splitscreenmusiker des Netzes. Die Technik ist aber praktisch so alt wie das Medium selbst. Hier eine Sequenz vom Pionier Georges Méliès, Anno 1900.
(via smissmiss)
Eine schöne Sendung, noch bis Sonntag in der SWR-Mediathek:
SWR2 JetztMusik Widerstand zwecklos
Von Patrick Hahn
Widerstand. Viele Kompositionen eines Luigi Nono, eines Nicolaus A. Huber, eines Helmut Lachenmann oder eines Mathias Spahlinger schwangen sich seit den 1960er-Jahren als „pièces de résistance“ auf die Barrikaden: gegen gesellschaftliche Normierungstendenzen, utilitaristischen Systemzwang und bequemes „Weiter-so“. Manche ihrer Werke sind inzwischen unter die Klassiker eingereiht, herausragende Sinfonieorchester spielen ihre Musik mit der Geläufigkeit von Beethovensinfonien. Feuerköpfe wie Pierre Boulez, die einst die Institutionen aufmischten, sind inzwischen selbst zur Institution geworden. Eine junge Generation von Komponisten richtet dagegen den Blick stärker auf das Private, die Immanenz, gelegentlich auch das Anekdotische. Fehlt der Wille zum Widerstand? Oder ist der Widerstand abhanden gekommen? Ist der Konzertsaal noch ein Ort, an dem gesellschaftliche Konflikte ausgetragen werden können – oder war er das nie? Eine Spurensuche zwischen den ausgebrannten Vehikeln der musikalischen Banlieus.