Schon öfters war hier in letzter Zeit das „Re-enactment“ historischer Avantgarde-Werke Thema (etwa hier und hier und hier, hier das Re-enactment der Avantgarde als Vortragsthema). Jetzt bin ich darauf gestoßen, dass in Düsseldorf 2008 eine ganze Ausstellung diesem Thema gewidmet war: „Die Wahrnehmung von Ideen führt zu neuen Ideen –
Re-Makes aus dem Fundus der Konzeptkunst“ (Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 2.8.-28.9.2008).
Daraus ein – in der Ausstellung (von der Filmterminologie übernommen) „Re-Make“ genannt – schönes Werk: Die Künstlergruppe Claire Fontain hat Carls Andres „Lever“ von 1966 neuinterpretiert. Andres Werk sah die linienförmige Anordnung von 137 Ziegelsteinen vor – gänzlich abstrakt gedacht.
Im Re-Make von Claire Fontain 2007 sind diese Ziegelsteine mit dem Umschlag des Buches „Differenz/Wiederholung“ von Gilles Deleuze versehen.
Romulo Celdran vergrößert Alltagsgegenstände. Ich finde besonders witzig, dass auf den Fotos als Dokumentation immer ein Mensch, in dem Fall der Künstler, mit drauf sein muss als Maßstab. Hätte man vielleicht noch mehr mit spielen können.
in den letzten beiden Semestern entstand in Zusammenarbeit mit der KHM ein Film über die Geschichte der Elektronischen Musik in Deutschland mit Interviews, Aufnahmen aus vier Produktions-Studios und mit viel Musik natürlich.
Premiere von TonBandMaschine ist am 20. April 2011, 19 Uhr 30 im Filmforum NRW im Museum Ludwig in Köln. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskuss statt.
Letzten Dezember war Helge Schneider bei Harald Schmidt zu Gast, und sie führten, zusammen mit Katrin Bauerfeind (Violine) und Helmut Zerlett (Band), John Cages 4’33“ auf. Freunden der Reihe Höhepunkte der Vermittlung Neuer Musik lege ich die Kommentarspalte auf YouTube ans Herz.
Kommentare deaktiviert für John Cage, 4’33“, gespielt von Harald Schmidt und Helge Schneider| Kategorie: Museum für moderne Kunst
Die freie Medienwahl ist ein Charakteristikum heutiger Kunst, seit der Digitalen Revolution endlich auch in der Musik. Der Komponist Patrick Frank ist ein besonderer Vertreter davon, denn er betreibt dies extrem – zu seiner Musik gibt er auch Bücher heraus, veranstaltet Symposien, gestaltet Websites mit Material drumherum und dreht professionelle Videos.
The Law of Quality wurde im Jahre 2010 von Julia Schiwowa und Mirjam Lüthi in Auftrag gegeben. Kurz darauf las der Komponist den Text des Kulturwissenschaftlers Wolfgang Ullrich mit dem Titel Marktkunst, welcher in der Ausgabe 89 von Lettre International erschien. Inspiriert durch den Artikel, entwickelte Patrick Frank das Konzept The Law of Quality.
The Law of Quality ist ein Musikwerk und ein Kunstobjekt, bestimmt für den Kunstmarkt. Das Musikwerk The Law of Quality ist eine Komposition für Klavier und Gesang (oder Instrumentalisten). Das Kunstobjekt The Law of Quality ist das handgeschriebene Originalmanuskript des Musikwerkes, welches jeder erwerben kann (somit wird der Käufer zum Qualitätsstifter).