Die Idee ist von Marcel Duchamp, die Skulpturen von Peter Jansen:
(via)

Das Regiekollektiv Rimini Protokoll hat, wie ich gerade sehe, seit einiger Zeit einen YouTubeChannel. Great! Sie machen (auch technisch ambitioniertes) Dokumentartheater, was auch in „Feeds. Hören TV“ nächstes Jahr in Gelsenkirchen eine zentrale Rolle spielen wird.
Sie schreiben zu „Mnemopark“:
Wie viel Kunst ertragen Täler?
Welcher Tunnel führt zum Schattenbahnhof?
Wie weit reicht die Saison?
«Mnemopark» stösst mit Hilfe von Minikameras in eine Modellschweiz vor wie Stalker in die Zonen seines geheimnisvollen Landes. Das Stück ist ein Film, der vor den Augen des Publikums entsteht. In Zusammenarbeit mit den Modulbau-Freunden Basel wächst eine Landschaftssimulation im Massstab 1:87 als Filmstudio. Die H0-Schienen dienen als Dolly Grip Spur, Trockeneis und Flaschenputzerbäume als simulierte Natur. Hier sind die Wiesen, Wälder und Ställe tatsächlich gefälscht, doch steigert das nur ihre fiktive Wirklichkeit. Zwischen Bollywood und Subventionsstatisterie, zwischen Aussichtsterrasse und Schattenbahnhof wuchert eine filmische Vogelperspektive als theatrale Landschaftsmalerei: Im Modell ist jeder Boden doppelt.
Hier der Channel.
Vor vierzig Jahren, im August 1969 drehte Rainer Werner Fassbinder seinen zweiten, radikalsten und besten Film, Katzelmacher.
Grandiose Mashup-Idee! Jamie Diamond stellt Familienfotos mit wildfremden Leuten von der Straße. Funktioniert immer. Gibt ja den bekannten Effekt, dass Außenstehende bei Adoptivkindern irgendwelche Ähnlichkeiten mit den Eltern erkennen.
Nur so viel: Prothesen werden in meinem nächsten Ensemblestück eine Rolle spielen.
Hier (retouchierte!) Fotos von Asger Carlsen:
(via)
Hier eine wunderbare 3D-Animations-Inszenierung von Strawinskys „Petrouchka“. Vielleicht finden andere das langweilig oder sogar dilettantisch, ich sehe es als gelungenen Minimalismus im Kontrast zu Strawinskys fantastisch überbordender Musik. Jedenfalls viel besser als das Gehüpfe.
Vgl.: Habe früher schon mal getextet zu digitalen Inszenierungen hier und hier.
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Vor 20 Jahren war so etwas ein normales Computerspiel, heute ist es Kunst. Oder zumindest eine nett minimalistisch dargestellte Geschichte.
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…stammt von Wojciech Kosma. Aber eine(r) musste es halt tun: den Mikrofonblowjob.
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Kartenspiel “Kriege”
2. Weltkrieg stichtAfghanistan. Irak. Vietnam. Kriegst Du.
Antipreneur salutiert stolz vor seiner neuesten Produktion: Dem Kartenspiel “Kriege”. Jetzt wird aufgemischt für die letzte Schlacht am Wohnzimmertisch. Napalm ist Trumpf, wenn die 32 spannendsten Kriege der Menschheitsgeschichte ins Spiel kommen: von den Perserkriegen bis zum Kaukasuskonflikt.
Beginn. Parteien. Todesquotient: Wer hat die besseren Werte?
Gefallen finden an Gefallenen: Das Kartenspiel “Kriege”. Vom ABC-Schützen bis zum Wehrmachts-Opa – eine Mordsgaudi für die militäraffine Familie. Enthält 33 Karten in der kugelsicheren Plastikbox.