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Kategorie Kopierrecht

Die Neue Musikzeitung zum Kreidler-Simon – Streit

… Kreidler beantwortete Simons Vorwürfe in einem „Offenen Kommentar einer Polemik“. Die nmz ist an diesem Streit interessiert und verweist ihrer Leser gerne an beide Seiten zurück. Streiten Sie mit Kreidler und Simon.

Seien Sie aber auch streibar mit uns. Gerne geben wir auch ihre Meinung zum Thema wieder. Entweder gleich unten im Kommentarbereich oder, sofern es sich anbietet, in Form eines eigenen nmz-Internet-Dossiers.

http://www.nmz.de/online/simon-vs-kreidler-komponisten-im-aesthetischen-bloggerkampf-unterwegs

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Offener Kommentar einer Polemik

Dass die Remix-Kultur nicht nur Freunde, sondern auch entschiedene Feinde hat, gab überhaupt meiner GEMA-Aktion erst jene Brisanz, die das mediale Interesse wohl zu Recht auf sich gezogen hat.

Die meines Wissens schärfste Polemik hat nun der Komponistenkollege Art-Oliver Simon verfasst.

Grundsätzlich freue ich mich ja über Auseinandersetzungen mit meiner Arbeit, nur kann ich hier ein paar Sachen einfach nicht unkommentiert lassen:

Wenn Komponisten wie Johannes Kreidler in einer medienwirksam inszenierten Aktion ein 30-Sekunden-Musikstück mit 72.000 Fremdanteilen schriftlich bei der GEMA anmelden,

Obwohl ich den Verfasser noch auf den Fehler aufmerksam gemacht hatte, hat er es nicht für nötig gehalten zu korrigieren, dass es sich um ein 33sekündiges Stück mit 70.200 Fremdanteilen handelt. Kleinigkeiten, aber wer polemisiert darf nun mal mit den Fakten nicht schlampen.

um sich dann vor laufenden Kameras und vor den Augen der hochrangigen GEMA-Verantwortlichen für “Reformen” und Änderungen dieses – in seinen Augen zu bürokratischen Verfahrens – einsetzen (Reformen wohin? – Änderungen wofür und wogegen?),

Hier wird das Ganze so dargestellt, als ob ich keinerlei Alternativen im Zuge der Aktion genannt hätte. Kann man alles hier nachlesen.

Weiter:

Dieser von mir beschriebene Ist-Zustand führt dann Komponisten wie Johannes Kreidler zum nächsten, in seinen Augen konsequenten Schritt, nämlich der Meinung zu sein, geistiges Eigentum würde per se der Enteignungsmaschinerie der Medienindustrie unterliegen.

Habe ich nie behauptet. Im Gegenteil, in einem Interview zur GEMA-Aktion sagte ich:

„T: Aber wenn Neonazis Ihre Musik für einen Werbefilm einfach verwenden?
K: Dann habe ich einfach Scheiße komponiert.“ [link]

Was sich „enteignen“ lässt ist eine ästhetisch-ökonomische Frage. In der Neuen Musik wird z.B. auch geklaut, aber von „Medienindustrie“ kann dabei kaum die Rede sein. In meinem Product-Placements-Essay habe ich auch geschrieben:

„Es hat auch sein Gutes, dass die Neue Musik gesellschaftlich und ökonomisch so gut wie irrelevant ist: Ihre Narrenfreiheiten reichen bis zur praktischen Rechtsfreiheit. Niemandem kommt es hier in den Sinn, Ideenklau oder getreue Übernahmen einzuklagen, denn es gibt monetär (und moralisch) nichts zu holen. Jörg Widmann kann vor einer Gruppe Jugendlicher in Hitzacker ungeniert behaupten, gewisse Klavierspieltechniken selbst erfunden zu haben, die tatsächlich seit spätestens den 1960ern kursieren. Dafür gibt es nur einen kunstwissenschaftlichen Ausdruck: Eklektizismus.“

Im Weiteren steht aber vielmehr zur Diskussion, was überhaupt geistiges Eigentum sein soll. Dazu sind in den letzten Monaten etlichste Artikel verfasst worden, die Creative-Commons-Bewegung etwa zeigt an, welche Differenzierungsgrade heute denkbar sind, und gerne verweise ich aufs jüngst gebloggte Zitat von Goethe.

All das ist auf meiner Website und meinem Blog gut einsehbar nachzulesen, die Mühe hätte sich Herr Simon schon machen dürfen, statt leichtfertiger Unterstellungen. Eben diese Leichtfertigkeit gipfelt im folgenden Passus:

Lassen wir ihn also selbst zu Wort kommen: “Kennzeichnend für meine Ästhetik einer “Musik mit Musik” ist die Enteignung und Zweckentfremdung. Mir wurde einmal unterstellt, dass ich die Musik ja eigentlich hassen müsste, wenn ich so mit ihr verführe. Nun, in der Tat fühle ich mich nicht der sogenannten “Tradition” verbunden, oder wenn es überhaupt eine Tradition gibt, in der ich mich verwurzelt fühle, dann sind das ein paar wenige Stücke aus der Neuen Musik der letzten 30 Jahre, nicht aber Kunst aus der Zeit der Postkutsche.” (Johannes Kreidler – Musik mit Musik/Positionen 2007).

Stellungnahmen wie diese kommen für mich einer geistigen Notenverbrennung gleich, bedeuten sie doch nichts anderes, als Kunstprodukte, die älter als 30 Jahre sind und somit noch nicht der medialen Verwurstung der Jetztzeit unterlagen (einer Verwurstung, die durchaus auch auf Freiwilligkeit beruht, denn ein Ideenproduzent ist als potentiell frei handelndes Subjekt nicht gezwungen, sich dem Diktat dieser Verwurstung zu beugen und auf diesen Zug aufzuspringen), als “Postkutschen”kunst dem heutigen Kommunikationstempo deshalb auch nicht mehr gewachsen zu sein scheinen und somit dem Feuer des Hegelschen Weltgeistes (dessen Enzym in Kreidlers Konzept die mediale Beschleunigung ist) übergeben werden können, für bedeutungslos zu erklären.

Notenverbrennung! Da spart jemand ja nicht gerade an Vergleichsmasse, es müssen schon die Nazis sein, die meiner Haltung gleichkommen. (N.B.: Gestern stand da noch „Bücherverbrennung“, was ich mir verbeten habe, aber zu mehr als der kleinen Kosmetik war der Verfasser dann doch nicht gewillt.)
Zugegebenermaßen ist die zitierte Stelle von mir eine gewisse Provokation, obwohl es eigentlich nicht so verwunderlich sein dürfte, wenn ein zum Zeitpunkt des Verfassens 28jähriger Komponist erklärt, dass er sich in der Musik der letzten 30 Jahre zu Hause fühlt. Herr Simon spart, bewusst oder ebenso leichtfertig-ignorant, ja einfach die Sätze danach aus, in denen ich wiederum schreibe:

„Das soll keine Ignoranz bedeuten, ich spiele seit meiner Kindheit leidenschaftlich gern Klavier, unterrichte an der Hochschule Kontrapunkt und Harmonielehre und betätige mich in der musiktheoretischen Forschung. Ansonsten ist Popmusik die Musik, die ich freiwillig und unfreiwillig am meisten höre. Jedoch offenbart sich meinem Klanggefühl heute ein durchweg künstlich aufrecht erhaltenes und pornografisch ausgebeutetes „Triebleben der Klänge“; und fast nur noch von der distanzierten Position des Schneidetisches aus wird mir dieser Klang wieder zur Musik.“

Hier wird auch klar, dass ich mich gegen einen musealen Konzertbetrieb sträube; dass ich die traditionelle Musik ALS traditionelle höchst schätze, kann eigentlich nicht übersehen werden, wenn man in meiner Bio liest, dass ich klassische Musiktheorie studiert habe und seit Jahren an der Hochschule unterrichte, und dazu auch schon einige wissenschaftliche Aufsätze publiziert habe. Nur als Komponist habe ich den Anspruch, etwas NEUES zu schaffen, alles andere wäre die Mühe und Subventionen nicht wert, und hierbei möchte ich mich, nicht zuletzt aufgrund von Verehrung, gar nicht großspurig in die Beethoven-Tradition einreihen, wie es andere – ungebührend – gern von sich verkünden. Ich empfehle am Rande die Lektüre von Adornos Text „Bach gegen seine Liebhaber verteidigt“.

Simon weiter:

Ebenso wie Internetbeziehungsportale suggerieren, dass man Liebe und eine neue Beziehung mit einem Mausclick und einer einfachen Kreditkarten-transaktion in Sekundenschnelle realisieren kann, ebenso wie akademische Studienabschlüsse heute mit Hilfe eines supermodernen Labtops und dem schnellen Durchpausen und Zusammenkleben geistigen Eigentums aus dem Internet beschleunigend vorangetrieben werden können, ohne ein einziges Milligramm an eigenständiger geistiger Urheberschaft von einem selbst abzuverlangen, so fordert uns die schöne neue und zutiefst sexuell aufgeladene Medienwelt zum ständigen und Lustgewinn versprechenden Ehebruch (du sollst fremdgehen) und zu permanent kriminellen Verhaltensweisen heraus (du sollst stehlen – du sollst deinen Nächsten töten). Und suggeriert den neuen kategorischen Imperativ: Wer sich dieser Rutschbahn der geistigen Werte nach unten verweigert, der bleibt zurück und macht sich des Vergehens schuldig, sich gegen die Beschleunigung der Wertschöpfungskette zu stellen und damit Sand im Getriebe dieses Systems zu sein, ein Vergehen, was mit ökonomischem Untergang oder mindestens mit dem endgültigen Entzug sexueller Energie bestraft wird.

Genau, Filesharen ist wie Morden und komischerweise auch noch Teil der Wertschöpfungskette (schon mal was vom Darben der Wertschöpfungsketten der Musikindustrie gehört und dem Sand, der da im Getriebe knackt?). Remix ist in keinster Weise selbst kreativ, und irgendwas krud-sexuelles mischen wir da auch noch argumentativ ins Sammelbecken dieser zwei Riesensätze ein. Diese Undifferenziertheit habe ich bislang noch nicht mal bei den radikalsten Remix-Gegnern angetroffen. Ich denke es genügt, auf etliche Einträge in diesem Blog zum Thema „Kopierrecht“ zu verweisen.

Zum guten Schluss heißt es:

denn für mich ist eine “konservative” Haltung im Felde der Kunst lediglich die Bewahrung einer Möglichkeit, nämlich Kunst oder ein gutes Musikstück zu produzieren und der Kampf gegen diejenigen (sich zweifelhaft “progressiv” nennenden) Akteure, die diese Möglichkeit bekämpfen, einschränken und schließlich ganz abschneiden wollen.

Kreidler, der erklärte Totengräber der Kunst! I am sorry, ich kann an der Stelle nicht mehr, außer sagen: Bullshit.

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Goethe, der Filesharer (4)

Hufi hat es im Glinka-Post schon als Kommentar gebracht, aber es gehört direkt in die Reihe der Raubkopierer-Goethe – Posts:

Aus den Gesprächen mit Eckermann:

Ich verdanke meine Werke keineswegs meiner eigenen Weisheit allein, sondern Tausenden von Dingen und Personen außer mir, die mir dazu das Material boten. Es kamen Narren und Weise, helle Köpfe und bornirte, Kindheit und Jugend wie das reife Alter: alle sagten mir, wie es ihnen zu Sinne sei, was sie dachten, wie sie lebten und wirkten und welche Erfahrungen sie sich gesammelt, und ich hatte weiter nichts zu thun, als zuzugreifen und das zu ernten, was andere für mich gesäet hatten.

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Glinka, der Filesharer

Dank an Martin Hufner von der
Enzyklopädie der kritischen Masse

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Im Netz umsonst, als Buch erwerbbar – ein Erfolgsmodell

Cory Doctorow spricht bei Golem über sein gut laufendes Modell, dass er seine Bücher unter CC-Lizenz ins Netz stellt und dennoch deshalb auch mehr in print verkauft.
Ich kann das ja nur bestätigen, mein jüngst erschienenes Buch Loadbang kann man online oder auf toten Bäumen lesen, und der Verleger ist sehr zufrieden mit dem angelaufenen Verkauf von letzterem.

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Goethe, der Filesharer (3)

Aus den Gesprächen mit Eckermann:

Ich war heute mit Goethe in seiner Arbeitsstube allein zu Tische; wir sprachen über verschiedene literarische Dinge.

»Die Deutschen,« sagte er, »können die Philisterei nicht los werden. Da quengeln und streiten sie jetzt über verschiedene Distichen, die sich bei Schiller gedruckt finden und auch bei mir, und sie meinen, es wäre von Wichtigkeit, entschieden herauszubringen, welche denn wirklich Schillern gehören und welche mir. Als ob etwas darauf ankäme, als ob etwas damit gewonnen würde, und als ob es nicht genug wäre, daß die Sachen da sind!

Freunde wie Schiller und ich, jahrelang verbunden, mit gleichen Interessen, in täglicher Berührung und gegenseitigem Austausch, lebten sich ineinander so sehr hinein, daß überhaupt bei einzelnen Gedanken gar nicht die Rede und Frage sein konnte, ob sie dem einen gehörten oder dem andern. Wir haben viele Distichen gemeinschaftlich gemacht, oft hatte ich den Gedanken und Schiller machte die Verse, oft war das Umgekehrte der Fall, und oft machte Schiller den einen Vers und ich den andern. Wie kann nun da von Mein und Dein die Rede sein! Man müßte wirklich selbst noch tief in der Philisterei stecken, wenn man auf die Entscheidung solcher Zweifel nur die mindeste Wichtigkeit legen wollte.«

»Etwas Ähnliches,« sagte ich, »kommt in der literarischen Welt häufig vor, indem man z.B. an dieses oder jenes berühmten Mannes Originalität zweifelt und die Quellen auszuspüren sucht, woher er eine Cultur hat.«

»Das ist sehr lächerlich,« sagte Goethe; »man könnte ebenso gut einen wohlgenährten Mann nach den Ochsen, Schafen und Schweinen fragen, die er gegessen und die ihm Kräfte gegeben. Wir bringen wohl Fähigkeiten mit, aber unsere Entwickelung verdanken wir tausend Einwirkungen einer großen Welt, aus der wir uns aneignen was wir können und was uns gemäß ist. Ich verdanke den Griechen und Franzosen viel, ich bin Shakespeare, Sterne und Goldsmith Unendliches schuldig geworden. Allein damit sind die Quellen meiner Cultur nicht nachgewiesen; es würde ins Grenzenlose gehen und wäre auch nicht nöthig. Die Hauptsache ist, daß man eine Seele habe, die das Wahre liebt und die es aufnimmt wo sie es findet.

Überhaupt,« fuhr Goethe fort, »ist die Welt jetzt so alt, und es haben seit Jahrtausenden so viele bedeutende Menschen gelebt und gedacht, daß wenig Neues mehr zu finden und zu sagen ist. Meine Farbenlehre ist auch nicht durchaus neu. Plato, Leonardo da Vinci und viele andere Treffliche haben im einzelnen vor mir dasselbige gefunden und gesagt; aber daß ich es auch fand, daß ich es wieder sagte, und daß ich dafür strebte, in einer confusen Welt dem Wahren wieder Eingang zu verschaffen, das ist mein Verdienst.

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YouTube vs. GEMA bei DeutschlandRadio Kultur

Heute nachmittag habe ich im Radiofeuilleton von DeutschlandRadio Kultur live zum aktuellen Streit zwischen der GEMA und YouTube gesprochen. Hier der Beitrag.

YouTube sperrt GEMA-Titel?

Laut SpOn kommt es aufgrund von Uneinigkeiten nun zu Sperrungen von GEMA-Titeln auf YouTube.

YouTube beginnt am Dienstagabend damit, alle Musikvideos zu sperren, die von dieser Auseinandersetzung berührt sein könnten. Walker spricht von „mehreren tausend Musikvideos“. Wie viele Clips es exakt sind, könne man nicht sagen. Zunächst sperrt YouTube alle Clips, welche die Labels selbst eingestellt haben, dann auch alle von Nutzern eingestellten Kopien dieser Clips. Es soll mehrere Tage dauern, alle entsprechenden Inhalte zu blockieren.

[Danke für den Hinweis, Burkard!]

In der Tat ist das große Problem die völlige Intransparenz des YouTube-Deals mit der GEMA. Ob nun wirklich z.B. meine Musik gelöscht wird bleibt abzuwarten bzw. kann ich es mir kaum vorstellen, denn wie die überhaupt identifiziert werden soll ist mir schleierhaft. Würde die GEMA endlich mal auf den Trichter kommen, ihren Mitgliedern selbst freizustellen, ob ihre Musik online konsumiert werden darf oder nicht, sähe das alles anders aus. Es muss doch möglich sein, den Creative-Commons-Gedanken in die System der klassischen Verwertungsgesellschaften einzufügen.

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Open Access

Warum ich mir eine Welt ohne GEMA gut vorstellen kann hat den einfachen Grund: Ich bin zwar Komponist, aber meine Musik ist quasi per def. nicht zu vermarkten, und ich will auch gar nicht beim Komponieren vom Gedanken beeinflusst sein, dass es sich vermarkten lassen muss.
Darum bin ich ja auch unbedingt dafür, dass wissenschaftliche Arbeiten (wenigstens geisteswissenschaftliche) frei verfügbar sind. Open Access ist das Wort, und darum gibt es natürlich Urheberrechtsstreit. Matthias Spielkamp schreibt bei Perlentaucher:

Um in Zeitschriften solcher Verlage zu veröffentlichen, müssen Wissenschaftler in vielen Fällen den Verlagen die exklusiven Nutzungsrechte an ihren Artikeln abtreten. Das bedeutet, dass sie ihre eigenen Beiträge anschließend nicht mehr an anderer Stelle veröffentlichen dürfen, weder auf der eigenen Website noch der ihrer Universität. Ein Honorar erhalten sie dafür nicht; im Gegenteil, die Peer Review, also die Begutachtung der Forschungsergebnisse, übernehmen Wissenschaftler ebenfalls ehrenamtlich, also in den meisten Fällen auf Kosten ihrer Arbeitgeber. Also auf Kosten der Steuerzahler, wenn sie an öffentlich geförderten Institutionen arbeiten, wie etwa Universitäten. Der Steuerzahler zahlt, der Konzern schreibt Gewinne: Wer enteignet hier wen?

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich sollen Künstler und Wissenschaftler, die ökonomisch gesehen brotlose Arbeit verrichten, bezahlt werden (darum brauche ich derzeit aber leider eben auch die GEMA), denn ihre Arbeit hat anderen als monetären Wert. Gut ist beispielsweise, dass sie an Hochschulen und Universitäten auch unterrichten, das ist inhaltlich sehr wichtig, macht Spaß und ist ein handfester Beruf.
Aber wenn schon die Vermarktung nicht lohnt, dann soll alles frei sein, und die wenigen die ihr Geld mit Urhebereien verdienen sollen aufhören offene Briefe zu schreiben, in denen behauptet wird, das alles sei der Untergang der Kultur. Im Gegenteil.

Ausführlich dazu noch Golem.

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Goethe, der Filesharer

Aus den Gesprächen mit Eckermann:

„Man spricht immer von Originalität, allein was will das sagen! So wie wir geboren werden, fängt die Welt an, auf uns zu wirken, und das geht so fort bis ans Ende. Und überhaupt, was können wir denn unser Eigenes nennen als die Energie, die Kraft, das Wollen! – Wenn ich sagen könnte, was ich alles großen Vorgängern und Mitlebenden schuldig geworden bin, so bliebe nicht viel übrig.“