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Kategorie Technologik

Musik aus dem Gehirn schneiden

Eine Frau hat’s machen lassen, weil sie bei einem bestimmten Musikstück epileptische Anfälle gekriegt hat. Ich würde das herausgeschnittene Stück Hirn als Musik-Datenträger zum Kunstwerk erklären.

Fed-up Zoe Fennessy, 26, has an epileptic seizure within seconds of hearing the chart-topper’s voice, making her freeze, vomit and unable to react to the world around her. The health care assistant has to wear earphones whenever she goes shopping just in case the ‘Let’s Go’ singer’s tunes are played. […] Surgeons removed part of her left frontal lobe in June in a bid to stop the affliction, but it didn’t work and baffled medics reckon the mum will have the condition forever.

(via Nerdcore)

Außergewöhnliche Hörgeräte

Das Kreiskeyboard

In meinem Klavierstück 5 war die Hauptidee, dass extrem tieftransponierte Klaviersamples gleichfalls geräuschhaft sind wie extrem hochtransponierte – das kann man folglich zu einer Schlaufe ziehen. Jetzt gibt es das Keyboard dazu.

Obertonpolyphoniegesang und Obertontriangel

Wer’s noch nicht gesehen hat, gerade macht dieses faszinierende Video die Runde, in dem Anna-Maria Hefele zweistimmig mit Obertönen singt:

Und hier erklärt Mathias Kaul seine Triangel mit Obertoneffekten, die wie elektronische Musik klingen:

Früher auf Kulturtechno: Die Frau, die Akkorde singt.

MyBell: die individualisierte Fahrradklingel

Man ahnt es: Die Fahrradklingel wird nun auch digitalisiert. Dann mal loskomponiert – Musik zum Leute erschrecken.

(via Neuerdings)

Yamaha pss-390, circuit bent

Schöne Circuit-Bending-Nummer von Kostia Rapoport aka Luigi Mono.

Wolken spielen Klavier

Was man nicht alles binarisieren kann – Wolken als Klaviercode.

(via Neatorama)

Online-Kurs Musiktheorie

Die Universität Edinburgh bietet einen Online-Kurs für Musiktheorie an. Auch die universitäte Musiklehre geht (endlich) in den Livestream. Wann werden die ersten Kompositionsseminare übertragen?

Fundamentals of Music Theory

This course will introduce students to the theory of music, providing them with the skills needed to read and write Western music notation, as well as to understand, analyse, and listen informedly. It will cover material such as pitches and scales, intervals, clefs, rhythm, form, meter, phrases and cadences, and basic harmony.

https://www.coursera.org/course/musictheory

John Cage über Filesharing, 1985

Letzten Endes muss man dahin kommen, daß man nicht nur gedruckte Veröffentlichungen abschafft, sondern auch den Bedarf an Photokopien, und ein Telefonnetz einrichtet, mit dem jeder jederzeit auf alles, was er will, Zugriff hat.

Aus: Richard Kostelanetz, John Cage im Gespräch zu Musik, Kunst und geistigen Fragen unserer Zeit, S.216.

Früher auf Kulturtechno: John Cage über Filesharing, 1972

Nicht-vegane Musikinstrumente

Öfter ist mir in der letzten Zeit das Thema auf den Schirm gekommen – nicht-vegane Musikinstrumente. Es ist eine Tatsache, dass beim Instrumentenbau (früher noch mehr als heute) tierische Materialien zum Einsatz kommen.
Rein aus Interesse habe ich mal bisschen recherchiert und konnte folgendes in Erfahrung bringen:

Klavier: Früher waren die Tasten aus Elfenbein, noch immer gibt es mehrere hundert (Klein)Teile aus Leder und (evtl. Woll-)Filz.
Streicher: Spielen mit Rosshaarbögen, die Instrumente der alten Musik haben Darmsaiten; alte Bögen haben noch Spitzen aus Elfenbein oder anderen Knochen. Einzelne Teile sind mit Knochenleim verbunden (auch bei anderen Instrumenten).
Trommeln und Pauken: Höherwertige sind mit Tierhaut/fell bespannt.
Dudelsack: Sack ist aus Leder.
Viele Blasinstrumente haben Dichtungen aus Leder. Zur Querflöte schreibt Wikipedia: „In den Klappen sind so genannte Polster eingebaut. Diese bestehen aus elastischem Material (aus einem Karton, einer Schicht Filz und so genannter Fischhaut aus hauchdünnem Schafsdarm)“. Auch Bienenwachs kommt in Oboenmundstücken zur Abdichtung vor.
Gitarren: Der Sattel ist bei hochwertigen Instrumenten aus Knochen.

Ich bin kein Veganer, und ich weiß, dass Veganer zu Recht genervt reagieren, wenn man ihnen Inkonsequenz vorhält – man kann in dieser Welt nicht konsequenter 100%-Veganer sein. Die Liste ist nicht dafür da, Veganern das Hören von Musik mit diesen Instrumenten vorzuwerfen.

Vorher:

Nachher:

„Sind animale Bestandteile für den Bau gebraucht worden, so stellt das Instrument die musikalische Substanz des Schlachtopfers dar.“ (Marius Schneider, Die historischen Grundlagen der musikalischen Symbolik, in: Karbusicky, Sinn und Bedeutung in der Musik, S.80)