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Kategorie Museum für moderne Kunst

Pixelbilder: Seurat, Mondrian, Klee, Kelly, Morellet, Richter, Asendorf

Georges Seurat: La Tour Eiffel (1889)

Piet Mondrian: Compositie dambord, lichte kleuren (1919)

Paul Klee: Farbtafel (1930)

Ellsworth Kelly: Spectrum Colors Arranged by Chance VI (1951)

François Morellet: Répartition aléatoire de 40 000 carrés. 50 % noir, 50 % blanc (1961)

Salvador Dali: Gala Contemplating the Mediterranean Sea, which at 30 meters becomes the portrait of Abraham Lincoln (Homage to Rothko) (1976)

Gerhard Richter: Fenster im Südquerhaus des Kölner Doms (2007)

Kim Asendorf: 100 000 000 stolen pixels (2010)

„Narayana’s Cows“ von Tom Johnson

Ein schönes Beispiel für die gehaltsästhetische Wende ist Tom Johnson’s „Narayana’s Cows“. Johnson hat ein mathematisches Problem in Musik umgesetzt. Ultraalgorithmisch, zugleich ganz aus der Lebenswelt!

Six or eight years ago one of us (T.J.) found a German edition of a little book on the history of mathematics by a Ukranian scholar named Andrej Grigorewitsch Konforowitsch. The book was full of curious information, but I was particularly struck by the following, which Konforowitsch attributed to Narayana, an Indian mathematician in the 14th century:

A cow produces one calf every year. Beginning in its fourth year, each calf produces one calf at the beginning of each year. How many cows and calves are there altogether after 20 years?

In working this out, T.J. came to know a unique numerical sequence, and a year or so later I found a way to translate this into a composition called Narayana’s Cows. It begins with the original cow and her first calf: long-short. The second year she has another calf: long-short-short. The third year: long-short-short-short. Then in the fourth year, the first calf also becomes a mother and the herd grows from four to six: long-short-short-short-long-short. The music continues like this, though it doesn’t go all the way to the 20th year, because by the 17th year there are already 872 cows and calves and 15 minutes of music.

Noch mehr dazu hier.

Johnson hat das in ein zweistimmiges Musikstück gesetzt. Ein Moderator erklärt jeden Zwischenschritt. Mit der Zeit erzeugt diese Melodik, oktavierend gespielt, einen ziemlichen Sog, ja, man mag fast mitpfeifen! Und dennoch, so man diese Unterscheidung machen will: Das kann nur Neue Musik sein, kein Popmusiker würde so etwas ersinnen.

Witzig ist auch, dass Johnson, in alter Kunst-der-Fuge-Tradition, keine Instrumentation vorgegeben hat. Hier verschiedene Interpretationen:

Oder in griechisch, mit Kuhanimation:

Und ein kurzer Ausschnitt aus der E-Gitarren / Keyboard / Blockflöten – Version:

Ich habe das Stück letztes Jahr bei der „Night of the Unexpected“ im Rahmen der Gaueamus Music Week gesehen, mit ziemlich großem Ensemble, war eine prima Sache; (in Deutschland ist so ein Stück wohl kaum vorstellbar). Die Schlusspointe, so es denn eine ist, verstehe ich allerdings nicht.

Hunderte Touristenfotos übereinandergeschichtet

Die Schweizer Künstlerin Corinne Vionnet hat Touristenfotos bekannter Motive aus dem Netz gefischt und übereinandergeschichtet. Resultat sind geisterhafte Bilder.

(via Dangerous Minds)

4’33“, Autotune version

Durch die heutige Digitaltechnologie kommt es gehäuft zu Neuinterpretationen der Klassiker der Moderne (siehe dazu meinen Vortrag Kunst im Netz: große Quantitäten).

Hier eine schöne Idee für den Stille-Klassiker 4’33“ von John Cage: Matthew Reid hat eine Stille-Aufnahme mit Autotune bearbeitet, denn freilich gibt es Stille gar nicht, selbst in einem absolut schallgedämmten Raum erzeugen Luftbewegungen noch rund 20 dB (ich hab’s jetzt nicht nachgeschlagen, vielleicht bissel mehr oder weniger). So steht 4’33“, das aus drei Sätzen besteht, in der folgenden Version in c-moll, Es-Dur und C-Dur.

(via sequenza21)

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Clapping Music – Karaoke Version

Nachtrag zu dem Clapping Music – Post: Hier die visualisierte Karaoke-Version:

Danke für den Hinweis, Tzu Fang!

Handwerkermusik

Die Performance Music for 100 carpenters (2009) von Douglas Henderson.

(via VWORK)

„Falsche Freizeit“ von Hannes Seidl / Daniel Kötter.

Autoalarmanlagendisko

Ja, Kunst ist funktional, nämlich dafür, die Mühsal des Lebens zu ertragen! Beispielsweise den Autoalarmanlagenterror.

‘Alarm Dance 3′ (2007) von Daniel Eatock.

Zu fast schon unschöner Perfektion haben das Konzept diese zwei Herren gebracht:

(via pietmondriaan)

Steve Reich: Clapping Music, by found footage

Die Idee von „Clapping Music“ ist die allmähliche Phasenverschiebung eines gleichbleibenden Rhythmus‘ durch Überlagerung in geringfügig anderem Tempo. Tatsächlich hat Reich dieses Verfahren in den 60ern zuerst mit Tonbändern realisiert, ehe er zur Instrumentalmusik überging. Diese YouTube-Version mittels gefundenem Material ist somit ‚back to the roots‘.

(Via Stefan)

Google Museum View

Google digitalisiert nun auch Museen. Ähnlich wie bei der Bücherdigitalisierung wär’s natürlich schöner, wenn das nicht in den Händen eines kommerziell orientierten Unternehmens läge (was aber in dem Fall auch existiert – viele Museen haben ihre eingen virtuellen Rundgänge). Aber das heutige Mäzenatentum sieht eben so aus.

Leider scheint’s so zu sein, dass (mal wieder) nur Bilder von Malern die schon >70 Jahre tot sind gescannt wurden.

Darauf eine Google Ad:

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zig gesetze angewendet auf rei nakamura

Schöne Performance von Christoph Ogiermann, gespielt von Rei Nakamura und ihm selbst im ZKM Karlsruhe:

zig gesetze angewendet auf rei nakamura- Christoph Ogiermann (2009) from Rei Nakamura on Vimeo.

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