(von Helmut Smits)
Lecture-Performance über Stimmverfremdung
Eine sehr schöne Performance von Siri Landgren, der einen Bogen schlägt von heutiger digitaler Stimmverfremdung zur „Falsett“-Technik, die ebenso als „falsche“ Stimme verstanden wurde.
Augenmusik – Fazit
Es ist auffallend, dass die meisten Beispiele der „Augenmusik“ aus den immer ‚komplexeren‘ Partiturbildern der Neuen Musik heraus entstanden sind; irgendwann war die Notation der Musik so aufwändig (und nicht mehr spielbar), dass die ‚ach-so-wilde‘ Notation selber schon eine ästhetische Qualität bekam, und bekommt gleichsam etwas von einer Überwältigungsästhetik.
Mein Ansatz ist genau umgekehrt, starke Reduktion (darum ebenfalls nicht spielbar), eine Konzeptualisierung durch einen Titel. Von all meinen Beispielen kommt dem am Nähesten noch Tom Johnson, sonst konnte ich nichts auch nur annähernd vergleichbares zu meinen Sheet Music – Arbeiten finden.
Referenzen:
http://www.see-this-sound.at/drucken/78
http://en.wikipedia.org/wiki/Eye_music
http://de.wikipedia.org/wiki/Augenmusik
http://scoresimprovisationstexts.blogspot.de
http://revista.escaner.cl/node/6666
http://prestonparish.wordpress.com/tag/prelude-and-the-last-hope-in-c-and-c-minor/
http://www.youtube.com/watch?v=dz1ObBApDRU&list=RD0z1YIwH3uiI
Augenmusik #41: Hieronymus Bosch
Zum Abschluss des Augenmusik-‚Festivals‘ (oder der ‚Ausstellung‘) dann noch mal zurück in die Renaissance: Einer der wenigen Bildenden Künstler, die Noten über die reine Abbildung hinaus künstlerisch in besonderer Weise verwendet haben, ist der Surrealist Magritte (Kulturtechno früher). Aber bekanntlich ist der Urvater aller Surrealisten Hieronymus Bosch, und siehe da, auch er hat Noten in, ähm, denkbar obskurer Weise gemalt. Bosch eben.
„Der Garten der Lüste“ (ca. 1500)
Mir geht’s hier ja um imaginäre Musik, aber in dem Fall wäre es dann doch des Kuriosums wegen wert, diese Hinterteilmusik mal tatsächlich zu spielen – die Studentin Amelia aus Oklahoma hat’s getan:
http://chaoscontrolled123.tumblr.com/post/76305632587/luke-and-i-were-looking-at-hieronymus-boschs
Luke and I were looking at Hieronymus Bosch’s painting The Garden of Earthly Delights and discovered, much to our amusement, music written upon the posterior of one of the many tortured denizens of the rightmost panel of the painting which is intended to represent Hell. I decided to transcribe it into modern notation, assuming the second line of the staff is C, as is common for chants of this era.
so yes this is LITERALLY the 600-years-old butt song from hell
(via Dangerous Minds)

















