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Kategorie Kritik der reinen Vernunft

Petition erfolgreich!

Es lebe die Demokratie!
Wobei ich jetzt mal meine Bedenken zu digitalen Unterschriftenaktionen loswerden muss:

Ich kann mich damit einfach nicht anfreunden, weil

1. man natürlich doppelt und x-fach „unterzeichnen“ kann dank mehrfacher Email-Accounts
2. solche Listen dann leicht einfach mal eine andere Überschrift bekommen könnten und dann firmiert man für Weiß-Gott-was.

Beides ist analog auch möglich, aber doch nicht so leicht. Andererseits wünsche ich mir keinesfalls personalisierte Email-Adressen oder sonstige veritable digitale Signaturen. Darum halte ich doch nach wie vor analoge Unterschriftenaktionen für besser.

Wie dem auch sei, im konkreten Fall bin ich selbstverständlich für die Initiative und freue mich über den ersten Erfolg gegen Zensursula und Zenzypries.

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Tageslink

Auf den Bad Blog of Musick habe ich ja schon hingewiesen, trotzdem noch ausdrücklich der Link zum aktuellen schönen Text von Arno Lücker:

http://blogs.nmz.de/badblog/2009/05/07/abschlussbericht-des-patienten-l/

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Oh Mensch! (Update)

Bin mitten in der Probenphase mit dem Ensemble Modern – sechs junge Komponisten haben neue Stücke geschrieben, die am Sonntag und Dienstag dann zu öffentlichem Gehör gebracht werden.
Was mir völlig unerklärlich ist: Warum suhlen sich meine altersgenössischen Komponistenkollegen dermaßen in minutenlangem fortissimo-Pathos? Ich denke nicht dass wir in pathetischen Zeiten leben. Ich mag ja Expressionismus, aber seinerzeit gab’s auch einen Weltkrieg und einen ersten Hochindustrialismus, der verdaut werden musste. Da sind wir heute doch etwas weiter.

Update: Nicht dass man denkt ich lästere hier hinterm Rücken – In der Kneipe wird natürlich auch Tacheles geredet. Speziell zwei Stücke haben bereits von der Gruppe den Spitznamen „Macho Pieces“ erhalten.

Tageslink

Der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer schaut mal genau in / denkt über AGB in Verträgen mit Urhebern nach. Jeder kennt ja den Stress, seitenweise Kleingedrucktes unterschreiben zu müssen. Darum ist auch Kreutzers Text zwangsläufig juristischer Stress, aber sehr informativer:

http://irights.info/index.php?id=761

Sein Fazit:

Davon, dass das seit 2002 geltende Urhebervertragsrecht gemeinsam mit dem AGB-Recht einen „lückenlosen Schutz“ bietet, wie es sich der Gesetzgeber in der Gesetzesbegründung auf die Schulter klopfend selbst attestiert, kann nach alledem keine Rede sein.

Frei nach Kafka:

Urheberrechte abgegeben. Geweint.

Frankfurt 1

Hotel 2.0: In jedem Hotelzimmer gibt’s ein Display, das bei Betreten mit der Aufnahme eines Aquariums startet, und dazu entweicht sanft den Lautsprechern ein Meeresrauschen. Hab den elektrischen Stöpsel gezogen.
Bemerkenswert der saisonale Unterschied: Letztes Jahr gab’s die Aufnahme eines Kaminfeuers.

Frei nach Kafka:

Elektrisches Aquarium betrachtet. Geweint.

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Zum Bad-Boy-Blog 1

Es geht schon hoch her im neuen NMZ-Blog und das soll gar nicht durch voyeuristische Freudenbekundungen beeinträchtigt werden. Ich möchte vielmehr dazu bemerken: Ein neuer Blog hat immer eine Selbstfindungsphase, gerade wenn es mehrere Autoren gibt, das Thema noch nicht abgesteckt ist und sich die Leser / Kommentatoren auch erst einfinden. So weit, so spannend. Im konkreten Fall geht es um die Selbstdefinition bzw. Selbst-Outing. Der Blog will kritisieren, und das führt meines Erachtens kaum daran vorbei, dass die Kritiker ihre eigene Position gründlich reflektieren. Für die eigentliche Kritik mag das gar nicht nötig sein, man kann ja erst mal intuitiv etwas nicht mögen und dann Gründe suchen, aber da es hier auch um mehr oder wenige persönliche Gegenüberstellungen geht, ist Haltung guter Stil und, sofern man das will, konstruktiver.

Größtes Vorbild in der Musikwissenschaft / Musiktheorie ist m.E. immer noch Carl Dahlhaus, der – mit stilistischer Brillianz – immer die eigene Position und Methode zunächst gründlich ausdifferenzierte, um zum Gegenstand vorzudringen.

Anti-Zensursula – Petition

Eine digitale Unterschriftenaktion gegen die Zensursula, wobei ich wieder mal nicht durch den Server der Petition komme, probier’s später wieder.


http://netzpolitik.org/2009/anti-zensursula-petition-unterzeichnen/

Lob für die deutsche Bahn

Das ist jetzt ziemlich unzeitgemäß und geradezu subversiv, aber ich möchte die Deutsche Bahn AG loben. Nicht (aber eigentlich natürlich auch) weil ihr Chefhartmut endlich den Arsch versohlt kriegt Hut zieht, sondern weil sie auf mich hört, ja, mich persönlich, und zwar schon zum zweiten Mal:

1. Ende 2007 strich die DB den letzten Zug abends von Rostock nach Berlin, was für mich Rostock-Pendler ziemlich scheiße war, musste auf eigene Kosten dann dort noch übernachten. Protest-Mail, wenig später gab’s den Zug wieder.

2. Vor zwei Wochen hab ich mich endlich darüber beschwert, dass im RE Berlin-Rostock seit Monaten auf den Displays in den Wagen alle zwei Minuten eine Nicht-Nachricht über das Liebesleben von Paris Hilton ausgestrahlt wurde. Noch am selben Abend auf der Rückfahrt und seither blieb ich von der Dame gänzlich verschont.

Danke, DB AG!

Frei nach Kafka:

Der Deutschen Bahn gedankt. Geweint.

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Die FAZ zur Finanznot des HR

Der Hessische Rundfunk muss sparen, sparen, sparen und das betrifft u.a. das geplante Hörspiel, das ich 2009 für den HR machen sollte. Vielleicht klappt’s ja 2010, falls der FAZ-Artikel beherzigt wird:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EEA9D14964A40428D922B1B86C30E85FD~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Der gläserne Deutsche

Eine TV-Dokumentation zum Thema Überwachung (siehe meine Aktion Call Wolfgang), zu der ich sekundieren kann:
Im Studium habe ich mehrmals Fragebögen bekommen zur „Verbesserung der Hochschulstruktur“, alles anonym natürlich, aber: Hätte ich alle Fragen („männlich/weiblich?“, „welche Studienrichtung?“ usw.) beantwortet, hätte man aus diesen Informationen zweifellos am Ende auf nur einen Studenten an der Hochschule schließen können, mich natürlich. So viel zur Verharmlosung von scheinbar nur allgemein-statistischen Informationen.

(Die Fragebögen konnte ich ablehnen. Bei der Vorratsdatenspecherung meines Email-Verkehrs kann ich das nicht; so weit ist es gekommen, und als nächstes folgt die Internet-Zensur. Wehret den Anfängen, hat man früher gesagt; jetzt ist der Damm aber schon gebrochen. Fuck.)

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