{"id":6674,"date":"2011-12-28T05:48:29","date_gmt":"2011-12-28T03:48:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=6674"},"modified":"2011-12-28T12:00:07","modified_gmt":"2011-12-28T10:00:07","slug":"prapariertes-horen-richard-wagner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=6674","title":{"rendered":"Pr\u00e4pariertes H\u00f6ren: Richard Wagner"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.andreas-praefcke.de\/carthalia\/germany\/images\/bayreuth_stagesets_05.jpg\" rel=\"lightbox[6674]\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/www.andreas-praefcke.de\/carthalia\/germany\/images\/bayreuth_stagesets_05.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"319\/&gt;&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt; &lt;p&gt;Das &lt;a href=\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.kreidler-net.de\/theorie\/praepariertes-hoeren.htm\">pr\u00e4parierte H\u00f6ren<\/a> interessiert mich schon l\u00e4nger &#8211; wenn der H\u00f6rer bewusst vor dem eigentlichen H\u00f6ren informiert (oder auch desinformiert) wird. Auch in den Kommentaren ist es j\u00fcngst angesprochen worden &#8211; allgemeinhin gilt es ja als Defizit der Musik, wenn es erforderlich ist, dass noch etwas dazu gewusst werden soll. In dem Zusammenhang sind die Ausf\u00fchrungen zur Theaterbeleuchtung in Friedrich Kittlers Berliner Vorlesungen &#8222;Optische Medien&#8220; interessant:<\/p>\n<blockquote><p>Die Einf\u00fchrung des Gaslichts in Theater hatte im 19. Jahrhundert nicht nur den Effekt, da\u00df die Zahl der Theaterbr\u00e4nde und Theatertoten vor Einf\u00fchrung des Eisernen Vorhangs, der genau davor sch\u00fctzen sollte, in historisch unerh\u00f6rte H\u00f6hen schob, sondern das Gaslicht warf auch ein theoretisches Problem auf: Man brauchte mit dem Licht nicht mehr zu geizen, konnte die B\u00fchne also so hell machen, wie man wollte, und stand folglich vor der Frage, ob es im Zuschauerraum, wie seit Jahrhunderten \u00fcblich, weiterhin Lichtquellen vom Typ der ber\u00fchmten Theaterkronleuchter geben solle &#8211; um das Drama oder die Oper sehen zu k\u00f6nnen, waren sie ja nicht mehr n\u00f6tig. Die Antwort, die der bekannte Architekt Garnier beim Bau der neuen Pariser Gro\u00dfen Oper gab, ist bezeichnend: Laut Garnier w\u00e4re eine Verdunklung des Zuschauerraums, wie es sie schon in einigen italienischen Opernh\u00e4usern gab, zwar m\u00f6glich, aber nicht tunlich. Erstens m\u00fc\u00dften die Opernbesucher ja weiterhin imstande sein, w\u00e4hrend des strahlend unverst\u00e4ndlichen Gesangs im Libretto der jeweiligen Oper mitzulesen, um die Handlung einigerma\u00dfen zu verstehen.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nIn Bayreuth wurde der verdunkelte Raum erstrebt. Auch das war ein damals ganz \u00fcberraschendes Stilmittel. [&#8230;] F\u00fcr die Zuschauer mu\u00dfte Wagner vor der Urauff\u00fchrung Zettel mit der Warnung ausgeben, sie sollten den Text schon vorher durchlesen, bei der Auff\u00fchrung sei es zu sp\u00e4t und finster.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aktuell <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/audioguides-in-museen-weltenerklaerer-im-taschenformat-1.1244273\">schreibt<\/a> auch die SZ \u00fcber Audioguides in Museen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Das pr\u00e4parierte H\u00f6ren interessiert mich schon l\u00e4nger &#8211; wenn der H\u00f6rer bewusst vor dem eigentlichen H\u00f6ren informiert (oder auch desinformiert) wird. Auch in den Kommentaren ist es j\u00fcngst angesprochen worden &#8211; allgemeinhin gilt es ja als Defizit der Musik, wenn es erforderlich ist, dass noch etwas dazu gewusst werden soll. 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