{"id":15519,"date":"2015-07-14T05:29:05","date_gmt":"2015-07-14T03:29:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=15519"},"modified":"2015-07-05T11:30:21","modified_gmt":"2015-07-05T09:30:21","slug":"immaterial-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=15519","title":{"rendered":"Immaterial"},"content":{"rendered":"<p>Wenn es an der Komponistin ist, zu entscheiden, ob der n\u00e4chste Ton f oder fis sein soll, dann ist es kein Konzeptualismus, denn das Konzept m\u00fcsste diese Entscheidung treffen. Darum ist Improv kein Konzeptualismus.<\/p>\n<p>Die Maschine, die Automation, der Algorithmus.<br \/>\nMachination.<br \/>\nWarum die Entsubjektivierung \/ Subjektverschiebung. Warum sollte der Komponist \/ die Komponistin ihre Arbeit abgeben.<\/p>\n<p>Ein Aspekt, der eigentlich \/ traditionell der Komponist macht, macht jemand \/ etwas anderes. Die Fremdbestimmung wird transparent, der Rahmen erkennbar \u2013 \u201eden Rahmen ahnen\u201c. Derjenige Konzeptualismus, der sowieso, immer, besteht, wird Methode und Thema.<\/p>\n<p>Das Entsubjekt.<\/p>\n<p>Beobachtung der Maschine. Konzeptualismus = Techno. Die Entsubjektivierung oder Externalisierung oder: die Komponistin will wieder die Oberhand gewinnen.<\/p>\n<p>Differenz zur Tradition \/ Konvention \/ Gewohnheit. Eine Aspekt, den eigentlichen \/ traditionell die Komponistin macht, macht jemand \/ etwas anderes. \u201eDie ungeheure Macht des Negativen\u201c (Hegel)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Komfortrauschen<br \/>\nEntwicklungsrauschen<br \/>\nHohlrauschen<br \/>\nGenierauschen<br \/>\nBegriffsrauschen<br \/>\nSexualrauschen<\/p>\n<p>ph\u00e4nomenologie-des-geistes.mp3<br \/>\ndialektik-der-aufkl\u00e4rung.mp3<br \/>\nkritik-der-reinen-vernunft.mp3<br \/>\njenseits-von-gut-und-b\u00f6se.mp3<br \/>\nsein-und-zeit.mp3<\/p>\n<p>Adorno, \u00c4sthetische Theorie, das Wort \u201eKunst\u201c mit dem Wort \u201eKonzeptmusik\u201c ersetzt<\/p>\n<p>Zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit wurde, da\u00df nichts, was die Konzeptmusik betrifft, mehr selbstverst\u00e4ndlich ist, weder in ihr noch in ihrem Verh\u00e4ltnis zum Ganzen, nicht einmal ihr Existenzrecht. Die Einbu\u00dfe an reflexionslos oder unproblematisch zu Tuendem wird nicht kompensiert durch die offene Unendlichkeit des m\u00f6glich Gewordenen, der die Reflexion sich gegen\u00fcbersieht. Erweiterung zeigt in vielen Dimensionen sich als Schrumpfung. Das Meer des nie Geahnten, auf das die revolution\u00e4ren Konzeptmusikbewegungen um 1910 sich hinauswagten, hat nicht das verhie\u00dfene abenteuerliche Gl\u00fcck beschieden. Statt dessen hat der damals ausgel\u00f6ste Proze\u00df die Kategorien angefressen, in deren Namen er begonnen wurde. Mehr stets wurde in den Strudel des neu Tabuierten hineingerissen; allerorten freuten die K\u00fcnstler weniger sich des neu gewonnenen Reiches der Freiheit, als da\u00df sie sogleich wieder nach vorgeblicher, kaum je tragf\u00e4higer Ordnung trachteten. Denn die absolute Freiheit in der Konzeptmusik, stets noch einem Partikularen, ger\u00e4t in Widerspruch zum perennierenden Stande von Unfreiheit im Ganzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es an der Komponistin ist, zu entscheiden, ob der n\u00e4chste Ton f oder fis sein soll, dann ist es kein Konzeptualismus, denn das Konzept m\u00fcsste diese Entscheidung treffen. Darum ist Improv kein Konzeptualismus. Die Maschine, die Automation, der Algorithmus. Machination. Warum die Entsubjektivierung \/ Subjektverschiebung. 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