{"id":15499,"date":"2015-07-07T05:18:02","date_gmt":"2015-07-07T03:18:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=15499"},"modified":"2015-07-07T09:17:26","modified_gmt":"2015-07-07T07:17:26","slug":"immaterial-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=15499","title":{"rendered":"Immaterial"},"content":{"rendered":"<p>Das Werk, das zwischen 7 und 25 Minuten lang ist, das im Konzertsaal aufgef\u00fchrt wird, von Applaus eingerahmt, dessen Dramaturgie nachher beurteilt wird \u2013 war die Zeit erf\u00fcllt? Wurde gut komponiert? Hat es gut geklungen?<br \/>\nWarum sollte gerade diese Form der Weisheit letzter Schluss sein? Wenn das Konzept eine unzul\u00e4ssige Reduktion ist, wird ein 15-Minutenst\u00fcck der Wirklichkeit \/ der Erfahrung gerechter? Es ist doch eher eine Konvention denn eine faktische Saturation, die erst eine bestimme Menge an T\u00f6nen und Dauern zeitigt.<\/p>\n<p>Die Versorgung. Ein Musikst\u00fcck von 20 Minuten Dauer versorgen den Normalh\u00f6rer ausreichend, das ist eine vollst\u00e4ndige Mahlzeit mit Vorspeise, Hauptgang mit Fleisch und Gem\u00fcse sowie abschlie\u00dfendem Dessert, dazu Wein und Wasser. Sch\u00f6n und gut, wir sprechen dagegen. Nouvelle cuisine.<\/p>\n<p>Warum die Reduktion.<\/p>\n<p>Konzentration. K\u00fcnstlichkeit. Stilisierung. Verfremdung. Pr\u00e4paration. Konzeptualismus ist ein Pr\u00e4parationismus. Cage \u2013 der K\u00e4fig, darin das Pr\u00e4parat. Die Erfindung des Pr\u00e4parats. pr\u00e4pariertes \/ repariertes \/ pariertes H\u00f6ren. Labohr. Punktualismus.<br \/>\nHerausbildung von Begriffen \/ Strategien \/ Identit\u00e4ten<\/p>\n<p>Das Konzept \/ die Filterung als irreduzible Idee ist die ultimative, also die selbstreflexive Filterung. Autoreflexion ist die Unendlichkeit par excellence. Das Ich kann nicht unmittelbarer Gegenstand seiner selbst sein, \u00bbweil, sofern unsere Seele erkennbar w\u00e4re, eine zweite Seele zum Erkennen der ersten erforderlich w\u00e4re, und eine dritte zum Erkennen der zweiten\u00ab (Paul Deussen). Man steigt nicht zwei mal in denselben Fluss, da man selbst ein Fluss ist. Die unz\u00e4hligen Subjekte, die sich da aneinander abarbeiten, sind nach Schopenhauer nicht im Raum, aber in der Zeit verteilt. Die Zeitkunst Musik, wie sie Schopenhauer folgerichtig favorisierte, gibt Zeugnis. Und doch, nach Leibniz, ist es einfach: \u00bbWenn der Geist sein Denken wiederdenken m\u00fcsste, so brauchte er nur ein Gef\u00fchl zu empfinden, um daran zu denken und sodann an sein Darandenken zu denken, sowie fernerhin an sein Denken des Darandenkens des Darandenkens und so ins Unendliche\u00ab.<\/p>\n<p>Reduktion, Konzentration: \u00c4sthetik der Nicht-Ablenkung.<br \/>\nKonzeptration<\/p>\n<p>Miniaturen, wie bei Magritte. Das kleine Ganze gegen das gro\u00dfe Fragment.<br \/>\nGegen das Fragment, f\u00fcr den Aphorismus.<\/p>\n<p>Gegen das Fragment, f\u00fcr den Aphorismus.<\/p>\n<p>Der Konzeptualismus ist aphorismatisch.<br \/>\nkonzeptuelles Neuismus<br \/>\nDas Konzeptual<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Werk, das zwischen 7 und 25 Minuten lang ist, das im Konzertsaal aufgef\u00fchrt wird, von Applaus eingerahmt, dessen Dramaturgie nachher beurteilt wird \u2013 war die Zeit erf\u00fcllt? Wurde gut komponiert? Hat es gut geklungen? Warum sollte gerade diese Form der Weisheit letzter Schluss sein? Wenn das Konzept eine unzul\u00e4ssige Reduktion ist, wird ein 15-Minutenst\u00fcck [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-15499","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-theorie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15499"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15499"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15573,"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15499\/revisions\/15573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturtechno.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}