{"id":947,"date":"2009-03-06T09:31:18","date_gmt":"2009-03-06T07:31:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=947"},"modified":"2009-03-06T09:32:46","modified_gmt":"2009-03-06T07:32:46","slug":"asthetik-der-grosen-zahl-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=947","title":{"rendered":"\u00c4sthetik der gro\u00dfen Zahl 2"},"content":{"rendered":"<p>Der Futurismus der Digitalen Revolution ist das Gef\u00fchl, dass sich auf technologische Weise noch fulminant viel \u00e4ndern wird (viel mehr als es die Ideologien des 20. Jahrhunderts vermochten), und dass wir im Verh\u00e4ltnis zu dem, was da noch kommen wird, jetzt ungef\u00e4hr in der Steinzeit leben. Gestern habe ich gezeigt, dass nicht nur die Prozessoren exponentiell schneller werden, sondern \u00e4hnlich auch in der Kunst die gro\u00dfen Zahlen hervorkommen. Vom Sampling wei\u00df ich, dass <a href=\"http:\/\/www.plunderphonics.com\/\">John Oswald<\/a> Anfang der 90er ein St\u00fcck mit 600 Samples komponiert hat; <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Clarence_Barlow\">Clarence Barlow<\/a> hat mir mal Experimente vorgef\u00fchrt, bei denen er ein Sample mehrere hundert Male pro Sekunde abspielte. F\u00fcr mich waren anfangs die Werke <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iannis_Xenakis\">Iannis Xenakis&#8216;<\/a> ausschlaggebend, Massenprozesse im Orchester einzusetzen, wozu ich aber Fremdmaterial (tonale Akkorde) verwenden wollte, was ich dann (2006) r\u00fcckgef\u00fchrt habe auf die elektronische Musik mit meiner <a href=\"http:\/\/www.kreidler-net.de\/werke\/untitled-performance1.htm\">untitled performance #1<\/a>, die immerhin schon 9000 Samples verwendet, und das Ensemble-St\u00fcck <a href=\"http:\/\/www.kreidler-net.de\/werke\/3300klaenge.htm\">3300 Kl\u00e4nge<\/a> von 2007 schreibt gewisserma\u00dfen die 12-Tontechnik in anderen Dimensionen fort. Die GEMA-Problematik war von Anfang an klar, aber es hat zwei Jahre gebraucht bis zu dem Entschluss, das als Aktion durchzuf\u00fchren, wozu das <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/1116164?pg=embed&#038;sec=\">Gespr\u00e4ch<\/a> beim &#8222;jour fixe&#8220; der Berliner Gesellschaft f\u00fcr Neue Musik beigetragen hat.<\/p>\n<p>Sammlung:<\/p>\n<p>Gustav Mahlers Riesensymphonien und das sp\u00e4tromantische Riesenorchester<\/p>\n<p>Olivier Messiaen: 64 Dauern (aus <a href=\"http:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Livre_d%27orgue\">Livre d&#8217;Orgue<\/a>)<\/p>\n<p>Andy Warhol: <a href=\"http:\/\/www.michaelluethy.de\/andy-warhol-thirty-are-better-than-one.pdf\">Thirty are better than one<\/a><\/p>\n<p>Cornelia Sollfrank: <a href=\"http:\/\/nag.iap.de\/\">NetArt-Generator<\/a> (mit unendlich vielen m\u00f6glichen Bildern, wie ich schon <a href=\"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=344\">bloggte<\/a>)<\/p>\n<p>Noch zur Unterteilungsarbeit: 7 \u00c4pfel teilt man in 3+4 \u00c4pfel, und bei 7 solcher Gruppen wird auch da wieder unterschieden in 4+3 Gruppen \u00e0 3-4 \u00c4pfel usw., und dank unseres Zahlensystems fassen wir wiederum Tausend (Kilo) etc. zusammen, wobei nat\u00fcrlich die Abstraktion \u00fcberhand nimmt. Darum kann gerade hier die Kunst damit ansetzen, etwas wieder in urspr\u00fcnglicher Gestalt wahrnehmbar zu machen, was sich hinter ein paar Ziffern verbirgt. <a href=\"http:\/\/sites.google.com\/site\/artmarcovici\/\">Michael Marcovici<\/a> hat in die Richtung einiges gemacht, zum Beispiel 1 Millarde Dollar <a href=\"http:\/\/sites.google.com\/site\/artmarcovici\/Home\">skulptiert<\/a>:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.visp-sports.com\/web-obd-4.jpg\" rel=\"lightbox[947]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.visp-sports.com\/web-obd-4.jpg\" class=\"alignnone\" width=\"500\" height=\"283\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Futurismus der Digitalen Revolution ist das Gef\u00fchl, dass sich auf technologische Weise noch fulminant viel \u00e4ndern wird (viel mehr als es die Ideologien des 20. Jahrhunderts vermochten), und dass wir im Verh\u00e4ltnis zu dem, was da noch kommen wird, jetzt ungef\u00e4hr in der Steinzeit leben. 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