{"id":19516,"date":"2017-11-02T05:30:35","date_gmt":"2017-11-02T03:30:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=19516"},"modified":"2017-11-02T09:40:50","modified_gmt":"2017-11-02T07:40:50","slug":"daniel-feiges-text-uber-entgrenzung-und-rekonstitution-in-der-musik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=19516","title":{"rendered":"Daniel Feiges Text \u00fcber >Entgrenzung und Rekonstitution in der Musik<"},"content":{"rendered":"<p>In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ><a href=\"https:\/\/www.musikundaesthetik.de\/article\/mu_2017_04_0014-0029_0014_01\">Musik &#038; \u00c4sthetik<\/a>< steht ein Aufsatz von Daniel Feige, in dem dieser ausf\u00fchrlich auf meinen Text ><a href=\"http:\/\/www.kreidler-net.de\/theorie\/kreidler__der_aufgeloeste_musikbegriff.pdf\">Der aufgel\u00f6ste Musikbegriff<\/a>< eingeht.\n\n\n\n\n<blockquote>\nSollten wir aus der Tatsache, dass eine inhaltliche Definition der Ausdrucksm\u00f6glichkeiten der K\u00fcnste dadurch unm\u00f6glich ist, dass die Medien und Materialien der jeweiligen K\u00fcnste nichts anderes sind als das, was aus ihnen im Rahmen der jeweiligen Werke vor dem Hintergrund fr\u00fcherer Werke gemacht worden ist, schlie\u00dfen, dass es gar keine K\u00fcnste im Plural gibt sondern nur die Kunst im Singular? Johannes Kreidler scheint j\u00fcngst etwas Entsprechendes in der Musik &#038; \u00c4sthetik behauptet zu haben. Unter Rekurs unter anderem auf Arbeiten von Jeppe Ernst, Kaj Duncan David und Nevin Aladag schl\u00e4gt er vor, den Begriff der Musik insgesamt fallen zu lassen, da er in ihm letztlich eine willk\u00fcrliche Grenzziehung sieht, die die Produktion \u00e4sthetisch relevanter Gegenst\u00e4nde eher verhindert denn beg\u00fcnstigt. Auch wenn der Text in Teilen diagnostisch daherkommt, ist er in Wahrheit Ausdruck einer Regelpoetik. Polemisch k\u00f6nnte man sagen, dass egal wie oft man die durch die Digitalisierung herbeigef\u00fchrten Umbr\u00fcche zitiert auch im Reich des \u00c4sthetischen kein Sollen aus dem Sein folgt. Freundlicher formuliert k\u00f6nnte man sagen, dass der Text sich zu Recht gegen einseitige und verengte Verst\u00e4ndnisse der Praxis von Komponierenden wendet und dabei zugleich gegen den Gedanken, dass die Entwicklung des musikalischen Materials einem prospektivteleologischen Gradienten folgt. Ich m\u00f6chte festhalten: Kreidlers \u00dcberlegungen gehen in eine Richtung, die dem, was ich hier entwickele, durchaus verwandt ist.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.academia.edu\/33689762\/Zwischen_den_K%C3%BCnsten._Entgrenzung_und_Rekonstitution_in_der_Musik\">http:\/\/www.academia.edu\/33689762\/Zwischen_den_K%C3%BCnsten._Entgrenzung_und_Rekonstitution_in_der_Musik<\/a><\/p>\n<p>Der Text macht hilfreiche geschichtliche Einordnungen; er geht teilweise kritisch mit dem meinen ins Gericht, ist aber selber sicherlich auch angreifbar, insbesondere da er die >institutionellen Aprioris< ignoriert.\nDie Frage des >aufgel\u00f6sten Musikbegriffs< wird demn\u00e4chst in den <a href=\"https:\/\/www.positionen.net\/index.php\">Positionen <\/a>Thema des Heftes sein, mit einem Streitgespr\u00e4ch zwischen Gisela Nauck und mir. Auch von Harry Lehmann steht ein Text in der Pipeline, der zu diesen Fragen Stellung bezieht.<br \/>\nSchon Anfang des Jahres erschien in den MusikTexten das <a href=\"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=18576\">Gespr\u00e4ch zwischen Hannes Seidl und mir<\/a> zum Thema &#8222;Aufl\u00f6sen \/ Erweitern&#8220;.<br \/>\nN\u00e4chstes Jahr werde ich einige >Nachbemerkungen zum aufgel\u00f6sten Musikbegriff< ver\u00f6ffentlichen, die wiederum den auf den Text Reagierenden antworten wird.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift >Musik &#038; \u00c4sthetik< steht ein Aufsatz von Daniel Feige, in dem dieser ausf\u00fchrlich auf meinen Text >Der aufgel\u00f6ste Musikbegriff< eingeht. 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