{"id":1793,"date":"2009-07-11T16:42:11","date_gmt":"2009-07-11T14:42:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=1793"},"modified":"2009-07-11T20:38:47","modified_gmt":"2009-07-11T18:38:47","slug":"es-lebe-die-aura-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=1793","title":{"rendered":"Es lebe die Aura! #2"},"content":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich zeigte ich den <a href=\"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=1734\">volldigitalen Geigenbogen<\/a>, mit dem man f\u00fcrs Auge Geige spielt, f\u00fcrs Ohr digitale Kl\u00e4nge steuert. Warum das aber, wenn es doch letztlich um die Musik geht, also ums H\u00f6ren? Die Aura der Performance ist bei Musik offenbar, gerade bei schwer verst\u00e4ndlicher Avantgarde, eine gro\u00dfe Hilfe, oder wenn man so will ein Eigenwert, essentieller Bestandteil, wie auch immer. (Ich muss dar\u00fcber noch weiter nachdenken; \u00e4hnlich bleibt ja die Malerei faszinierend. Allerdings kann man sich auch vorstellen, dass es irgendwann <a href=\"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=1751\">\u00d6l-Drucker<\/a> geben wird, die quasi in 3D \u00d6lbilder wie von Hand gemalt herstellen k\u00f6nnen, und zwar mit der n\u00f6tigen ununterscheidbaren Simulation der Unsch\u00e4rfe, welche der menschlichen Hand zu eigen ist).<br \/>\nWas wir gegenw\u00e4rtig erleben ist einerseits, dass alles digital wird, und das auf einem Niveau, das E-Gitarren, Geigen etc. eigentlich ad acta legen sollte, andererseits die alten Auff\u00fchrungsmodi von Musik hin\u00fcbergerettet werden: Statt Oboe wird man dann eben einen Blas-Sensor spielen. Soweit sind wir noch nicht, aber mir flattern gerade fast t\u00e4glich neue Beispiele ins Haus. Heute: Der digitale Plattenspieler.<\/p>\n<p>Peter Glaser <a href=\"http:\/\/blog.stuttgarter-zeitung.de\/?p=11161\">beschreibt<\/a>:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Vorliebe von DJs f\u00fcr Schallplatten (\u201dVinyl\u201d) hat zur Entwicklung von Systemen gef\u00fchrt, mit denen <span>MP3<\/span> und andere digitale Aufzeichnungen mit gew\u00f6hnlichen Plattenspielern gemischt werden k\u00f6nnen. Dazu werden spezielle Schallplatten benutzt, auf denen statt des Tonsignals ein <span>\u2192<\/span> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Timecode\"><span>Timecode<\/span><\/a> aufgezeichnet wurde. Geeignete Hardware rechnet diesen Timecode in Signale um, mit denen dann eine Software die Abspielgeschwindigkeit und -richtung eines digitalen Musikst\u00fccks steuert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr sein Projekt \u201c<strong>disko<\/strong>\u201d benutzt <span>\u2192<\/span> <a href=\"http:\/\/jonasbohatsch.net\/\">Jonas Bohatsch<\/a> ein solches Timecode-Vinyl, um Sounds und Animationen zu steuern, die ein Projektor direkt auf die schneeweisse Schallplatte projiziert. Die Projektionen l\u00f6sen wiederum Samples aus und ver\u00e4ndern sich, wenn sie von der Nadel des Tonabnehmers \u201cgetroffen\u201d werden. Ein Computer liest die Position der Nadel aus und kann genau bestimmen, wann ein virtuelles Objekt von ihr touchiert wird. [&#8230;]<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><object width=\"400\" height=\"300\"><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/vimeo.com\/moogaloop.swf?clip_id=4901339&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1\" \/><embed src=\"http:\/\/vimeo.com\/moogaloop.swf?clip_id=4901339&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowfullscreen=\"true\" allowscriptaccess=\"always\" width=\"400\" height=\"300\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich zeigte ich den volldigitalen Geigenbogen, mit dem man f\u00fcrs Auge Geige spielt, f\u00fcrs Ohr digitale Kl\u00e4nge steuert. Warum das aber, wenn es doch letztlich um die Musik geht, also ums H\u00f6ren? 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