{"id":17053,"date":"2016-06-09T05:23:56","date_gmt":"2016-06-09T03:23:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=17053"},"modified":"2016-06-09T09:44:26","modified_gmt":"2016-06-09T07:44:26","slug":"mein-text-das-shutter-prinzip-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kulturtechno.de\/?p=17053","title":{"rendered":"Mein Text &#8222;Das Shutter-Prinzip&#8220; erschienen"},"content":{"rendered":"<p>Mein Text &#8222;Das Shutter-Prinzip&#8220;, in dem ich eine Kompositionstechnik beschreibe, die bei mir manchmal Anwendung findet, ist in dem Tagungsband der Darmst\u00e4dter Fr\u00fchjahrstagung 2015 publiziert.<\/p>\n<p>Snip:<\/p>\n<blockquote><p>In meinen Collage-Arbeiten zwischen 2006 und 2012 (\u201eMusik mit Musik\u201c) kommt vereinzelt das Verfahren vor, dass die Aufnahme einer bestehenden Musik, gerne Popmusik, im Hintergrund st\u00e4ndig l\u00e4uft, dabei aber im periodischen Rhythmus von ungef\u00e4hr einer halben Sekunde abwechselnd an\/aus\/an\/aus&#8230; geschaltet wird. Man h\u00f6rt also nur 50 Prozent des Soundfiles\u2018; die L\u00fccken werden von den Live-Instrumenten besetzt, oder versetzt erscheint in ihnen eine andere Musikdatei im selben Rhythmus, an-aus-an-aus. Deutlich nachvollziehen l\u00e4sst sich das beispielsweise am Ende des ersten und des letzten Teils von in hyper intervals  oder in Der Weg der Verzweiflung (Hegel) ist der chromatische ab 7\u201845\u201c .<br \/>\nDieses durchgehende An-aus-an-aus k\u00f6nnte man in Analogie sehen zu Erfahrungen des Lidschlags und der Penetration, erinnert an derartige Verfahren als Me\u00dfinstrument mit dem Stroboskop in der Wissenschaft oder als Effekt in der Disko, die Binarit\u00e4t verweist auf die Digitalisierung, das akustische Gitter steht schlechthin f\u00fcr die Ausschnitthaftigkeit der menschlichen \u201eWahrnehmungsmittel\u201c (Peter R\u00fchmkorf).<br \/>\nF\u00fcr das Shutter Piece, uraufgef\u00fchrt bei den Wittener Tagen f\u00fcr Neue Kammermusik 2013, habe ich dieses Prinzip isoliert, minimalisiert und medial verst\u00e4rkt: Nun ist an\/aus monothematisch f\u00fcr das ganze St\u00fcck, statt einer Popmusik findet es mit Rauschen mit Sprachanteilen statt, und dazu wird der charakteristische Rhythmus auch als Video artikuliert. Ausgangspunkt war die musikalische Idee, dass die harten an\/aus-Schnitte der Elektronik erm\u00f6glichen, s\u00e4uberlich getrennt, innerhalb einer Sekunde sowohl eine laute wie auch eine leise Ebene zu haben, ohne dass das eine das andere g\u00e4nzlich zudeckt. Hier ergibt sich etwas, das mich interessiert: L\u00e4sst man sehr lautes wei\u00dfes Rauschen an\/aus gehen, und live-Instrumente spielen dazu sehr leise ausgehaltene T\u00f6ne, dann h\u00f6rt man diese leisen T\u00f6ne nur in den L\u00fccken zwischen den Rauschbl\u00f6cken, welche ansonsten die feinen Linien maskieren. <\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/ecx.images-amazon.com\/images\/I\/51y5Wzwf2AL._SL500_AA300_.jpg\" rel=\"lightbox[17053]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/ecx.images-amazon.com\/images\/I\/51y5Wzwf2AL._SL500_AA300_.jpg\" class=\"alignnone\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/%C3%9Cberblendungen-Ver%C3%B6ffentlichungen-Instituts-Musikerziehung-Darmstadt\/dp\/toc\/3795710693\">http:\/\/www.amazon.de\/%C3%9Cberblendungen-Ver%C3%B6ffentlichungen-Instituts-Musikerziehung-Darmstadt\/dp\/toc\/3795710693<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.neue-musik.org\/\">http:\/\/www.neue-musik.org\/<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RVRXx3J-zsc?rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Text &#8222;Das Shutter-Prinzip&#8220;, in dem ich eine Kompositionstechnik beschreibe, die bei mir manchmal Anwendung findet, ist in dem Tagungsband der Darmst\u00e4dter Fr\u00fchjahrstagung 2015 publiziert. 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